Kursplattformen im Überblick – Lernplattformen für deinen Onlinekurs

Wenn du deine Kursmaterialien professionell ausliefern möchtest, brauchst du in der Regel eine Kursplattform dafür. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe empfehlenswerter Miet-Kursplattformen, die für den deutschsprachigen Markt geeignet sind. Die Alternative zum Mieten ist „Selbstbauen“ in WordPress – das ist aber eher für technikaffine Menschen geeignet und wird in diesem Artikel NICHT angesprochen. Hier stelle ich 5 von mir getestete und empfehlenswerte Miet-Kursplattformen (SaaS – Software as a Service) vor.

>> Disclaimer vorweg: Ich zeige hier nur Tools, die ich mir selbst „von innen“ angeschaut habe und die sich schon eine Weile positiv am Markt behaupten. Alle haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, daher habe ich keinen „One-fits-all“-Favoriten. Ich stelle die Tools hier nur vor und kann nicht dafür haften, wenn die Tools nicht so funktionieren wie sie sollen oder dir in irgendeiner Weise Schäden aus der Nutzung entstehen. Ich kann auch keinen Support für die Tools leisten! Alle Links sind Affiliate-Links, das heisst, ich erhalte eine Provision, wenn du auf den Link klickst bevor du kaufst – ohne dass du mehr zahlen musst. Auf diese Weise kannst du mich bei solchen Recherche-intensiven Aufgaben unterstützen, wenn du magst. Danke! <<

Überblick über die hier vorgestellten Plattformen

Fakt ist: Es gibt wirklich un-zähl-ige Kursplattformen im weltweiten Netz – und es werden monatlich mehr! Anscheinend haben wir gerade Goldgräberstimmung – und an den Schaufeln wurde nun mal immer schon gut verdient… :o) Okay, aber Scherz beiseite: Der Boom zeigt natürlich auch, welches Potenzial die Software-Entwickler in Onlinekursen sehen, daher lasst uns das als positives Zeichen werten!

Ich stelle dir hier nur eine ausgewählte Anzahl von Lösungen vor – und zwar solche, die spezifisch für den deutschsprachigen Markt geeignet sind. Die bieten eigentlich genug Auswahl, wir brauchen also nicht noch weiter in die Ferne schweifen. Es sind 4 deutsche Tools und eines, das aus USA kommt und für den europäischen Markt angepasst wurde:

  • Spreadmind – eine komplett fertig eingerichtete WordPress-Plattform, auf der der du dein gesamtes Online-Business aufbauen kannst, ohne deine Seite selbst hosten und dich um die Technik dahinter kümmern zu müssen. Es ist möglich, mit Spreadmind als einzigem Tool die gesamte technische Grundlage zu legen – von Blog über Podcast, Landingpages, E-Mail-Marketing usw. Einzelne Funktionen können modulweise gebucht werden. Ein kompletter Kurs kann – inklusive Zahlungsabwicklung, Landingpages und E-Mail-Marketing – kostenlos angelegt werden. Eigene Zahlungsabwicklungslösung (Reseller).
  • Elopagesolide Plattform mit vielen verschiedenen Funktionen sowie eigener Zahlungsabwicklungslösung. Verkauf im eigenen Namen oder mit Elopage als Reseller möglich.
  • E-Shepherd – Kursplattform mit einem ganz besonderem Feature: Individuelle Begleitung einzelner Teilnehmer möglich (Freischaltung von Lektionen erfolgt individuell, nicht nach festen Zeitplänen). Besonders liebevoll gestaltetes Kurs-Dashboard. Faires Preismodell mit Stand-By-Modus, eigene Zahlungsabwicklung, kein Reseller. Digistore24 kann zusätzlich genutzt werden.
  • Coachy – Auf die wesentlichen Funktionen reduzierte Plattform, Kurse lassen sich hier besonders schnell und unkompliziert anlegen. Einfache Verbindung zum Zahlungs-Dienstleister Digistore24 möglich, die als Reseller alle steuerlichen Hürden umschiffen helfen und eine Vielzahl an weiteren Funktionen anbieten.
  • Teachable – Amerikanischer Anbieter, sehr ausgefeilt, ansprechendes Design, gute Nutzerführung (auf englisch). Kurse sind schnell und unkompliziert angelegt. Integrierte Zahlungsabwicklung nur mit Anpassungen / mit Kenntnissen im Steuerrecht nutzbar.

Auf den Unterschied zwischen „Reseller“ und „auf eigene Rechnung“ gehe ich unten noch ein.

Ein paar grundlegende Dinge vorweg:

Zwei Fragen möchte ich vorab hier klären:

  • Inwiefern eine Kursplattform etwas anderes ist als eine Webinarplattform
  • Ab wann du überhaupt eine Kursplattform brauchst

Begriffsklärung: Onlinekurs-Plattform vs. Webinar-Tool

Besonders bei Einsteigern erlebe ich, dass nicht ganz klar ist, wann man eigentlich eine Webinar-, eine Online-Konferenz und wann eine Onlinekurs-Plattform benötigt. In diesem Artikel geht es um Kursplattformen – zur Abgrenzung die Erläuterung:

Webinarplattformen sind dafür ausgelegt, als Trainer live mit einer größeren Gruppe Teilnehmer zu arbeiten: Der Trainer kann seine Folien oder seinen Bildschirm zeigen, Teilnehmer können (auch anonym) teilnehmen und interagieren über Chat, Umfragen und Whiteboard oder sie können auf Anfrage vom Trainer zum Sprechen freigeschaltet werden. Der Schwerpunkt ist synchrones Live-Streaming von Video und Audio. Beispiele: Edudip, Clickmeeting, GoTo-Meeting, Zoom mit Webinar-Plugin.

Online-Konferenz-Tools sind darauf ausgelegt, dass eine Gruppe von Menschen live miteinander spricht – wie in einem Meeting. Alle Teilnehmer haben meist per Voreinstellung Sprechrechte und können sich selbst im Video zeigen. Beispiele: Zoom in der Basis-Variante, Appear.in.

Kursplattformen hingegen sind darauf ausgelegt, asynchrone, sequentiell angeordnete Kurs-Inhalte, wie z.B. Videos, Audios, Texte, Arbeitsblätter, den eingeloggten Teilnehmern nach einer bestimmten Logik freizuschalten und zur Verfügung zu stellen. Außerdem haben sie die Funktion, diese Inhalte nach einem Online-Zahlungsvorgang automatisch freizuschalten. In Kursplattformen sind meist keine Funktionen enthalten, um synchron (live) Inhalte auszuliefern oder zu interagieren.

Ab wann brauchst du eine Kursplattform um deinen Onlinekurs auszuliefern?

Eine Kursplattform ist sinnvoll

  • wenn deine Inhalte in zwei Gliederungsebenen (Module/Lektionen) aufgeteilt sind oder es mehr als ca. 5 Lektionen sind. Denn dann braucht der Teilnehmer eine Übersicht und eine Struktur, die ihm auch das „Wieder-reinkommen“ nach einer kleinen Pause leicht macht. In den Kursplattformen können meist zwei Ebenen angelegt werden. Den Teilnehmern wird eine Übersicht über alle vorhandenen Inhalte und ggf. auch ihr eigener Lernfortschritt angezeigt, z.b. in der Seitenleiste, wie ein Inhaltsverzeichnis, über das der Teilnehmer sich immer wieder in den Unterlagen orientieren kann.
  • wenn du automatischen Zugang zum Kurs nach der Online-Zahlung gewähren willst (Zahlungsanbieter + Kursplattform, bei manchen ist beides in einem).
  • wenn du es bequem und motivierend findest, deine Inhalte von vornherein sauber „zu sortieren“ und sie professionell ausliefern zu können

(Noch) keine brauchst du, …

  • wenn du einen Gruppenkurs durchführst, der relativ wenig asynchrone Kursmaterialien enthält – sprich: z.B. überwiegend aus Webinaren, Facebook-Gruppe, Facebook-Lives besteht. In diesem Fall ist normalerweise auch kein direkte Zugang zu den Kursmaterialien direkt nach der Zahlung nötig – und in dem Fall kannst du die Zahlungen per Rechnung abwickeln und die Inhalte zur Übersicht auf eine passwortgeschützte Webseite legen.
  • wenn du einen kostenlosen Minikurs (Freebie) oder eine Challenge ausliefern willst – da reicht es, einen Autoresponder in deinem Email-Programm aufzusetzen und von da aus auf einzelne Webseiten zu verlinken, auf denen die Materialien enthalten sind.

Wenn du in einem Gruppenprogramm relativ viele asynchrone Kursmaterialien hast UND zusätzlich Webinare / Online-Konferenzen anbieten möchtest, brauchst du zwei Tools. Die Aufzeichnungen der Webinare / Konferenzen können dann wieder in der Kursplattform „wiederfindbar“ abgelegt werden.

Wie du vorgehst, um „die richtige“ Kursplattform für dich zu finden

Nachdem wir diese grundlegenden Dinge geklärt haben, geht es jetzt um die Frage, für WELCHE Kursplattform du dich entscheiden solltest. Vorweg muss ich sagen, dass das gar nicht so eindeutig an „harten“ Kriterien festgemacht werden kann – sondern vermutlich auch erfordert, dass du dir die Nutzerführung und das „Look and Feel“ selbst anschaust um dann auch nach dem Wohlfühlfaktor zu entscheiden.

Folgende Fragen kannst du dir vorab stellen, um die Auswahl einzugrenzen:

  • Hast du Unterstützung bei deinen Steuerangelegenheiten, z.B. Steuerberater oder Buchhalter? Da die Umsatzsteuerregelungen leider recht kompliziert sind, wenn es um den Verkauf ins europäische oder nicht-europäische Ausland angeht, ist es aus meiner Sicht viel Aufwand, die Zahlungsabwicklung „auf eigene Rechnung“ zu machen, sprich, selbst als Verkäufer aufzutreten. Daher haben – außer Teachable – alle genannten Plattformen das Angebot, als Reseller die Zahlung abzuwickeln.
  • Nutzt du schon Digistore24 für die Zahlungsabwicklung? Dieses Tool wurde über Jahre speziell für Online-Unternehmer entwickelt und hat eine Menge Funktionen mehr als nur die Zahlungsabwicklung (wie z.B. Joint-Ventures, Affiliate-System, Rabattcodes, Upsells uvm.). Viele der eingebauten Zahlungslösungen in den Kursplattformen bieten ähnliche Funktionen, aber da gilt es teilweise im Detail zu schauen, ob bestimmte Funktionen wirklich enthalten sind. Wenn du schon Digistore nutzt, dann ist die Einarbeitung in ein neues System aufwändig und dann kommt vor allem Coachy als Plattform in Frage. Auch e-Shepherd bietet eine optionale Anbindung an Digistore an – allerdings fallen dann doppelt Gebühren auf den Umsatz an.
    Aus meiner Sicht ist einer der Vorteile von Digistore24, dass du – wenn du später deinen Kurs ggf. selbst hosten möchtest – unabhängiger bist und leichter wechseln kannst.
  • Möchtest du Teilnehmer auch einzeln / individuell betreuen und entsprechend die Freischaltung der Inhalte steuern können? Diese Funktion hat nur der e-Shepherd, der vor allem dafür geschaffen wurde, diese spezielle Form des Einzelcoachings („schriftliches Einzelcoaching mit Selbstlernmaterialien“) durchführen zu können. Aber natürlich kannst du im e-Shepherd die Freischaltung neuer Inhalte auch so wie in den anderen Plattformen einstellen (Freischaltung neuer Inhalter zu einem absoluten Datum, Freischaltung zu einem relativen Zeitpunkt nach Start und Freischaltung nach bestimmten Triggern wie z.b. beendetes Modul).
  • Brauchst du zusätzlich noch eine Plattform für deinen kostenlosen Content wie z.b. Blog oder Podcast? In diesem Fall bist du vor allem bei Spreadmind gut aufgehoben. Bei dieser Plattform hast du alle für ein Online-Business nötigen Tools „unter einem Dach“. Das ist natürlich auf der einen Seite auch einschränkend, auf der anderen Seite aber auch sehr befreiend, weil du dir viele Stunden Recherche sparst („welches Tool nehme ich wofür?“) und auch die Einrichtung viel schneller geht.
    Auch beim E-Shepherd gibt es die zusätzliche Funktion, Blogartikel anzulegen und zu veröffentlichen, ansonsten hat es aber nicht den großen Funktionsumfang wie Spreadmind.
  • Ist dir das Design deines Kurses wichtig? Aus meiner Sicht ist der große Vorteil von Teachable das sehr moderne, „cleane“ Design. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind allerdings auch hier stark eingeschränkt. Logisch eigentlich – viele Gestaltungsmöglichkeiten stehen dem schnellen, unkomplizierten Kurserstellen entgegen. Nur bei Spreadmind hast du – nach Rücksprache mit dem Support – alle Gestaltungsfreiheiten für deine Kursseiten, die das Theme „Divi“ ermöglicht. So kannst du dir deine eigenen ansprechenden Design-Vorlagen für deine Lektionsseiten gestalten.
  • Möchtest du günstig / ohne großes Risiko testen können? Weisst du noch nicht genau, ob du mit Onlinekursen Geld verdienen oder sie nur so ein kleiner Nebenbereich in deinem Business sein werden? Grundsätzlich bin ich kein Freund davon, nur nach dem Preis zu gehen!! Denn du bist schließlich Unternehmer, und dazu gehört auch, dass du Investitionen tätigst, von denen du noch nicht weisst, ob sie sich rentieren. Dennoch bieten die Plattformen unterschiedliche Möglichkeiten an, zunächst einen unverbindlichen Test zu machen:
    • Bei Spreadmind kannst du einen kompletten Kurs inklusive Zahlungsabwicklung kostenlos anbieten, zeitlich unbegrenzt
    • Bei Elopage gibt es die Möglichkeit, die monatliche „Miete“ zu sparen, indem du höhere Gebühren auf deine Verkäufe akzeptierst (und es gibt einen 14-tägigen Test)
    • Bei Coachy gibt es die Möglichkeit, einen sehr kleinen Kurs, der aus maximal 30 Minuten Video oder nur Text besteht, kostenlos anzulegen.
    • Beim E-Shepherd hast du die Möglichkeit, 30 Tage kostenlos zu testen. Außerdem gibt es dort eine sehr nutzerfreundliche „Stand-By-Lösung“, dass also nicht gezahlt werden muss, wenn aktuell kein Kurs läuft.
    • Bei Teachable kann ebenfalls kostenlos – ich glaube 30 Tage – getestet werden.

     

  • Das Erstellen einer Verkaufsseite ist auf allen Plattformen möglich und wird dir dort so einfach wie möglich gemacht.
  • Was das Hosting von Videos und Audios angeht: Das ist mittlerweile bei allen Plattformen inklusive – so mein letzter Wissensstand. Bei Elopage war es bis vor kurzem noch nötig, Videos extern – z.B. bei Youtube oder Vimeo – zu hosten. Bei einigen Plattformen gibt es Upload-Limits für die Videos – wenn du also viele und große Videos einbringen möchtest in deinen Kurs, informiere dich nach diesen Limits.
  • Der Support ist bei allen vier deutschen Plattformen sehr persönlich, schnell und hilfreich! Auch bei Teachable soll der Support gut sein, allerdings ist er insgesamt logischerweise unpersönlicher (Teachable hat deutlich mehr Nutzer als unsere deutschen Plattformen) und auf englisch.

Du siehst anhand meiner Ausführungen: Es gibt nicht DIE optimale Lösung. Frage dich, was dir persönlich besonders wichtig ist für deinen Kursbereich, dann nimm‘ das Testangebot der Plattformen an und probiere einfach mal aus!

Erläuterung: Reseller vs. „auf eigene Rechnung“

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Kursplattform ist die Zahlungsabwicklung. Die Krux liegt vor allem in den komplizierten Umsatzsteuer-Regelungen, wenn man ins Ausland verkauft. Und das kommt bei Onlinekursen früher oder später vor! Die Steuerberaterin Benita Königbauer hat im Podcast-Interview mit mir gesagt, dass man in diesem Bereich eigentlich nur dann „ganz auf der sicheren Seite“ ist, wenn man einen Zahlungsanbieter nutzt, der als Reseller am Markt auftritt.

Das ist besonders dann wichtig, wenn man an Privatleute verkauft. Denn wenn man ins Nicht-EU-Ausland verkauft (Schweiz, USA…), wird man in den jeweiligen Ländern umsatzsteuerpflichtig und braucht z.B. im Fall Schweiz streng genommen dort einen Steuerberater. Wenn man an Unternehmer ins EU-Ausland verkauft, wird es z.B. immer bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung kompliziert, indem man dort nämlich eine „zusammenfassende Meldung“ zusätzlich erstellen muss. Alles kein Problem, wenn man Unterstützung durch einen Buchhalter oder einen Steuerberater hat.

>>> Disclaimer: Ich bin kein Steuer-Experte! Was ich hier schreibe ist das, was ich verstanden habe. Frage im Zweifel nochmal einen Experten! >>>

Es gibt bei der Zahlungsabwicklung für Onlinekurse im Grunde drei Varianten:

  1. Du stellst die Rechnungen weiterhin wie gewohnt selbst. Für die Rechnungsstellung ins EU- und Nicht-EU-Ausland solltest du dich in dem Fall unbedingt einmal von einem Steuerberater beraten lassen. Das geht gut bei Kursen, die als Gruppenkurs (mit überschaubar vielen Teilnehmern) erst nach dem Kauf starten – wenn die Käufer nicht sofort den Zugang zum Kurs bekommen müssen, denn den kannst du ja erst nach Erhalt des Geldes freischalten.
  2. Du wählst eine Kursplattform, die eine Zahlungsabwicklung integriert hat, aber nicht als Reseller auftritt. Dort musst du einmalig alle Steuersätze und Regelungen einstellen und dann müsste das System, abhängig vom Ort des Käufers, die korrekte Rechnung erstellen. Die einzelnen Rechnungen müssen dann von dir jeweils Ende des Monats einzeln in deiner Buchhaltung erfasst werden. Käufe ins nicht-europäische Ausland an Privatleute musst du dann streng genommen ausschließen
  3. Du wählst eine Kursplattform, die eine Reseller-Zahlungsabwicklung integriert hat bzw. den Anschluss daran ermöglicht. In diesem Fall sind die Gebühren höher und du bekommst dafür den Service, dass sich der Reseller um die ganzen Details der Umsatzsteuer kümmert. Der Reseller ist rechtlich gesehen der Verkäufer, das heisst, sie werden eine Steuer-Abteilung und vermutlich auch einen Steuerberater bspw. in der Schweiz haben, um Käufe dorthin korrekt abzuwickeln. Du erhältst einmal pro Monat (oder auch häufiger) eine Gutschrift mit deutscher Umsatzsteuer – also kein Buchhalter und kein Steuerberater für die Umsatzsteuer-Buchungen nötig!

„Was ist mit WordPress – Digimember und so?“

Falls du dir diese Frage stellst, will ich die auch noch kurz beantworten: Eine Kursplattform selbst in WordPress anzulegen ist nach meiner langjährigen Erfahrung damit vor allem für diejenigen geeignet,…

  • die Freude und Geschick beim „Fummeln“ mit Technik-Lösungen haben. Die ersten 80% sind meist schnell eingerichtet und dann geht es an die 20% mit den Details, an denen man dann viel länger frickelt als geplant… Außerdem sollte auf jeden Fall ein gutes Verständnis für WordPress da sein (Profi sein ist allerdings nicht nötig)
  • denen ein individuelles Design der Seiten wichtig ist. Denn die Mietplattformen Elopage, E-Shepherd, Teachable und Coachy punkten ja gerade damit, dass die Einrichtung einfach und schnell geht – die Kehrseite ist, dass die Design-Gestaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. Bei Spreadmind kann man mit dem Support sprechen, dann ist auch dort eine individuelle Gestaltung der Kursseiten möglich (Spreadmind basiert ja auf WordPress, kombiniert mit dem Divi-Theme).
  • die bereit sind, sich sehr diszipliniert ein eigenes System zu überlegen, womit verschiedene Kurse voneinander abgegrenzt bleiben können. Denn je mehr Kurse auf WordPress angelegt werden, desto unübersichtlicher wird das Dashboard. Einige Plugins helfen hier zwar ein wenig – dennoch sagt meine Erfahrung, dass die Fehleranfälligkeit stark ansteigt bei mehreren Kursen.

Demnach ist das Anlegen in WordPress nach wie vor eine Option – aber eben nur nach gründlicher Abwägung, ob es einem den Aufwand wirklich wert ist. Für Einsteiger, die schnell und unkompliziert ihren Kurs anbieten wollen, empfehle ich, mit einer der hier genannten Mietplattformen zu starten.

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Das war eine Menge Text, sorry! Ich hatte geplant, noch Screenshots hinzuzufügen, damit du von jeder Kursplattform einen Einblick bekommst – aber dazu bin ich noch nicht gekommen… Es ist recht aufwändig, überall einen Demo-Kurs anzulegen bzw. Screenshots von gut gestalteten Lektionsseiten oder ähnlichem zu bekommen.

Es gibt aber ja zum Glück mit allen vier deutschen Plattform-Gründern bei mir im Podcast / Blog Interviews – jeweils inklusive Demo-Videos. Die Plattformen haben sich zwar teilweise weiterentwickelt, aber für einen Einblick reicht es auf jeden Fall:

– Interview mit Anton Korduan vom E-Shepherd: https://www.marit-alke.de/e-shepherd-teilnehmer-invidiuell…/

– Interview mit Tolga Önal von Elopage: https://www.marit-alke.de/elopage-erstellen-verkaufen-onli…/

– Interview mit Mario Schneider von Spreadmind: https://www.marit-alke.de/spreadmind-komplettloesung-onlin…/

– Interview mit Dennis Spohr von Coachy: https://www.marit-alke.de/kursplattform-coachy-dennis-spohr/

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Ich hoffe, das hilft dir bei deiner Entscheidung für eine passende Kursplattform weiter?!

Herzliche Grüße

Marit Alke

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Marit,

    vielen Dank für Deinen informativen Beitrag. Besonders gut hat mir Deine Erklärung zu den Unterschieden zwischen einer Kursplattform und den verschiedenen Webinarplattformen bzw. Online-Konferenzen gefallen.

    Kleiner Tipp: Einige Bilder zu dem Thema würden Deinen Beitrag etwas aufpeppen.

    LG

  2. Hallo Lothar,

    vielen Dank für dein Feedback! Das freut mich, dass es hilfreich ist für dich!

    Ich hatte mich für die fehlenden Bilder entschuldigt und angekündigt, sie nachzureichen im letzten Absatz:
    „Das war eine Menge Text, sorry! Ich hatte geplant, noch Screenshots hinzuzufügen, damit du von jeder Kursplattform einen Einblick bekommst – aber dazu bin ich noch nicht gekommen… Es ist recht aufwändig, überall einen Demo-Kurs anzulegen bzw. Screenshots von gut gestalteten Lektionsseiten oder ähnlichem zu bekommen.“

    :o) Ich dachte, bevor der Artikel jetzt nach all‘ der Recherche während der Sommerpause auf Halde liegt, nur weil ich noch nicht ausreichend Screenshots habe, stelle ich euch die Infos lieber schon mal zur Verfügung. Aber du hast absolut recht, es ist sehr textlastig so.

    Lieber Gruß
    Marit

  3. Hallo Marit,

    vielen Dank für diesen umfangreichenh und sehr informativen Artikel, der meinen Horizont beträchtlich erweitert hat. Bisher kannte ich nur die Möglichkeit, einen Online-Kurs auf dem eignen Blog zu hosten, was eine Menge Einarbeitung erfordert hat (WordPress, Digistore24, Digimember, E-Mail-Anbieter etc.).
    Dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt, war mir so nicht bekannt.

    Also wieder etwas gelernt. :-)

    Vielen Dank,

    Jürgen

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