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13. Januar 2023 - 3 Kommentare

Online-Kurs erstellen kostenlos: So kannst du erstmal starten

Die Recherche nach einer geeigneten Plattform f├╝r deine geplanten Online-Kurse oder dein erstes Gruppen-Programm kann dich enorm ausbremsen. Es gibt sehr viele, sie alle haben unterschiedlichen Funktionsumfang – und die allermeisten erzeugen (abgesehen von einer Testphase) sofort wiederkehrende Kosten. Das muss nicht sein! Du kannst erstmal mit kostenloser Software starten: Deinen Kurs vermarkten – und ihn dann mit pragmatischen Mitteln mit Hilfe von kostenloser Software durchf├╝hren. Das ist dann noch nicht die perfekt-professionelle, voll-automatisierte L├Âsung – aber es geht aus meiner Sicht erstmal darum, Erfahrungen zu sammeln. Mit diesen Erfahrungen im Gep├Ąck kannst du dich NACH deinem ersten Kurs auf die Suche nach einer geeigneten Bezahl-L├Âsung machen.

Wann es empfehlenswert ist, deinen ersten Online-Kurs mit kostenloser Software zu erstellen

Ich begleite schon seit vielen Jahren Solo-Selbst├Ąndige auf dem Weg in ihr Online-Business – und ich stelle fest, dass anfangs die Suche nach einer Kursplattform zu ‚Paralyse durch Analyse‘ werden kann. Auch in meiner Facebook-Gruppe Erfolgreich mit Online-Kursen wird immer wieder nach der „besten Kursplattform“ gefragt, woraufhin dann ein Schwall an Empfehlungen ├╝ber der Fragenden ausgesch├╝ttet wird.

Wenn ich dann genauer nachfrage, stellt sich oft heraus: Es gibt noch nicht mal ein ausgereiftes Kurs-Konzept, geschweige denn erste Erfahrungen mit der Begleitung einer Gruppe ├╝ber Online-Medien und -Kan├Ąle. Aber eine Kursplattform soll es sein – und zwar die mit dem individuell besten Kosten-Nutzen Verh├Ąltnis.

Wenn du merkst, dass du in der Recherche nach der ‚perfekten‘ Kursplattform stecken bleibst und zu viel Zeit darauf verwendest – statt dich dem Launch und der Durchf├╝hrung deines (ersten) Kurses zu widmen – DANN lies‘ meine Vorschl├Ąge daf├╝r, wie du ERSTMAL kostenlos starten kannst.

Ich zeige dir pragmatische, ja teilweise fast schon banale Ideen, wie du deinen ersten Online-Kurs oder die Kursmaterialien deines Online-Trainings, -Programms oder -Workshops an die Teilnehmenden ausliefern kannst.

(Ich verwende den Begriff ‚Online-Kurs‘ als ├ťberbegriff f├╝r Gruppenkurse, Coachingprogramme, Live-Online-Trainings ├╝ber mehrere Wochen, Selbstlernkurse usw… . Siehe auch mein Artikel >> Was ist ein Online-Kurs – und wie kannst du ihn f├╝r dein Business nutzen?)

„Wer kein Geld investiert, investiert Zeit“ – stimmt das denn nicht?

Ist es nicht so, dass man zwangsl├Ąufig mehr Zeit investiert, wenn man kein Geld investiert? Doch, diese Aussage ist meist korrekt:

Wer sich nur darauf fokussiert, seine Ausgaben zu minimieren, wird kreativ werden, verschiedene Dinge ausprobieren m├╝ssen, hat umst├Ąndlichere Workflows, muss ggf. die Software ├Âfter wechseln, bekommst meist langsameren Support und muss sich mehr einarbeiten – als derjenige, der ein gutes, arbeitserleichterndes System f├╝r sich gefunden hat und daf├╝r einen angemessenen Preis zahlt.

Es ist nur so: Die Auswahl einer geeigneten Kursplattform ist eine recht schwerwiegende Entscheidung. Sobald du einmal einen Kurs verkauft hast und Teilnehmer:innen darauf Zugriff haben, wirst du nur mit gr├Â├čerem Aufwand wieder wechseln k├Ânnen. Deswegen dieser Artikel: Ich m├Âchte dir diesen Entscheidungsdruck nehmen, wenn er dich ausbremst und zeigen, wie du ERSTMAL – mit reduziertem Anspruch an die Perfektion – kostenlos starten kannst.

Langfristig wirst du eine kostenpflichtige Software brauchen – aber dann wei├čt du ja zu dem Zeitpunkt auch schon, dass es sich rentieren wird – und was du genau brauchst.

Wenn du also dank meiner Tipps in diesem Artikel schneller ins Tun kommst, kannst du danach bessere Entscheidungen treffen – was langfristig dann wieder Zeit und Frust spart.

├ťbrigens: Es ist im Umkehrschluss allerdings NICHT so, dass du noch mehr Zeit sparst, wenn du BESONDERS viel investiert – auch wenn dir das so mancher Software-Verk├Ąufer so glauben machen m├Âchte. Die laufenden Kosten f├╝r ein funktionierendes Online-Business m├╝ssen nicht hoch sein.

Kursmaterialien an Kursteilnehmer ausliefern – f├╝r interaktive Gruppenkurse / Pilotkurse:

Ich gehe bei den 5 Vorschl├Ągen in diesem Absatz von folgendem Szenario aus:

  • Du verkaufst deinen (ersten / Pilot-) Kurs an zahlende Teilnehmer:innen
  • Du hast Kurs-Inhalte in Form von ‚Konserven‘ wie bspw. Videos, Audios oder Arbeitsbl├Ątter, die zu gegebener Zeit der Teilnehmer-Gruppe zug├Ąnglich gemacht werden.
  • Au├čerdem vermutlich ein oder mehrere Live-Meetings, zu denen Teilnehmer Zugangsdaten und Aufzeichnungen bekommen sollen.
  • Zus├Ątzlich soll es m├Âglich sein, dir Fragen zu stellen, so dass es auch andere Teilnehmer sehen und sich ggf. an der Diskussion beteiligen k├Ânnen.
  • Dein Gruppenkurs zieht sich ├╝ber mehrere Wochen, so dass es auch n├Âtig ist, f├╝r ├ťbersicht zu sorgen und die Teilnehmenden immer wieder zum Kurs zur├╝ckzuf├╝hren.
  • Auch wenn es sich um ein Einzel-Coachingprogramm handelt und nicht um eine Gruppe: Dein Kunde soll seine Lernmaterialien ├╝ber die Zeit auf ├╝bersichtliche Weise zug├Ąnglich gemacht bekommen.

In diesem Fall, wenn du also interaktiv mit einer Gruppe oder einzelnen Teilnehmern arbeitest, kannst auch andere Tools quasi „zweckentfremden“, um einen Rahmen f├╝r deine Inhalte und einen Kanal f├╝r die Kommunikation mit deinen Teilnehmern zu schaffen. Das sind meine Vorschl├Ąge:

1. ├ťber eine Austauschplattform / ein kostenloses Forum + E-Mails

Insbesondere, wenn es dir im Rahmen deines Online-Kurses um die Interaktion geht, kannst du deine Kurse auch (erstmal) ├╝ber eine der kostenlosen Austauschplattformen anbieten. Dort k├Ânnen bspw. Dateien hochgeladen und Videos eingebunden werden – und ihr habt einen gesch├╝tzten Raum f├╝r euren Austausch.

  • ├ťber eine Facebook- oder LinkedIn-Gruppe kannst du deinen Kurs anbieten, ohne weitere Plattformen. Denn die Videos und Dateien usw. k├Ânnen auch dort zur Verf├╝gung gestellt werden. Schwachpunkt ist die ├ťbersichtlichkeit, aber mit etwas Kreativit├Ąt kannst du meiner Ansicht nach problemlos deinen Kurs dar├╝ber ausliefern. Es braucht als verbindende ‚Klammer‘ dann regelm├Ą├čige E-Mails mit Infos, was wann wo wie zu finden ist, sonst verlieren sich Teilnehmer:innen, die bspw. nach einer kleinen Pause wieder in den Kurs hineinfinden wollen.
  • Es gibt auch weitere kostenlose Austauschplattformen wie bspw. Slack oder Discord, oder du nutzt eines der mobilen Messenger-Dienste wie Signal, Threema, WhatsApp. Bedenke aber: Hier bezahlen die Nutzer mit ihren Daten, das muss vorab gekl├Ąrt werden. (Diese Problematik ist aus meiner Sicht bei Facebook- und LinkedIn-Gruppen abgeschw├Ącht, weil die allermeisten Leute dort ja sowieso bereits der Datensammlung zugestimmt haben).
  • Leider sind mir keine deutschen Anbieter (oder auch in der EU ans├Ąssigen) bekannt, die eine kostenlose Austauschplattform zur Verf├╝gung stellen – oder kennst du eine? Dann lass‘ es mich gern wissen!

2. Videos und Arbeitsbl├Ątter usw. hochladen auf deiner eigenen Website + E-Mails

Wenn du gern mehr Struktur und ├ťbersicht f├╝r deine Kurs-Teilnehmer:innen schaffen m├Âchtest bei deinen Kursmaterialien, kannst du auch eine (einzelne) WordPress-Seite erstellen, dort mit einigen Design-Elementen f├╝r Struktur sorgen – und diese per Passwort sch├╝tzen. Das ist eine eingebaute Funktion von WordPress. Wenn du ein SEO-Plugin verwendest wie Yoast oder Rankmath, kannst du die Seite vorsichtshalber zus├Ątzlich auf ’no index‘ setzen.

Den Link zu dieser Seite und das Passwort erhalten dann nat├╝rlich nur die Teilnehmer:innen.

Mit Hilfe der Gutenberg-Blocks oder Pagebuilder-Software wie Thrive Architect oder Elementor kannst du diese Seite sehr gut optisch untergliedern – und dann l├Ądtst du dort im Verlauf des (Gruppen- oder Einzel-)Kurses deine Videos, Audios, Aufzeichnungen, Workbooks, Texte oder Arbeitsbl├Ątter hoch, die zu den jeweiligen Modulen / Lektionen geh├Âren.

├ťber WordPress l├Ąsst sich auch ein Inhaltsverzeichnisse auf einer Seite einf├╝gen, was zus├Ątzlich f├╝r Struktur sorgt.

3. Deine Lernmaterialien ├╝ber einen Cloud-Ordner an Teilnehmer ausliefern + E-Mails

Ein wenig ungew├Âhnlich, aber das habe ich auch schon gesehen: Du kannst auch einen geteilten Ordner anlegen, in die du deine Kursinhalte f├╝llst. Diese kannst du nummerieren, um die Findbarkeit zu verbessern. Auch hier spielen wieder E-Mails eine wichtige verbindende Rolle, mit denen du immer zum richtigen Zeitpunkt auf neue Ressourcen in dem geteilten Ordner hinweist.

4. Als Erg├Ąnzung: Kolloborative Tools wie bspw. digitale Whiteboards

Um den Austausch untereinander anzuregen, kannst du, auch erg├Ąnzend zu den oben genannten Optionen, mit kollaborativen Tools arbeiten. Diese sind meist f├╝r die die Team-Arbeit in Unternehmen konzipiert, k├Ânnen aber sehr gut auch f├╝r die Arbeit in kleineren Onlinekurs-Gruppen genutzt werden.

Zum Beispiel:

  • Virtuelle Whiteboards wie bspw. Padlet oder Conceptboard oder Miro. Sie alle erfordern von dir als Trainer:in, dass du dir eine sinnvolle Aufgabenstellung ├╝berlegst, damit die Teilnehmenden sich interaktiv beteiligen und ins Gespr├Ąch kommen k├Ânnen. Ich habe in meinem Mentoringprogramm zum Beispiel zum Start einer neuen Runde Padlet f├╝r die „Vorstellungsrunde“ genutzt oder f├╝r meine BarCamps (InspiCamp) diente es schon oft f├╝r die „Ticketb├Ârse“. Tipp: Schau‘ bei Youtube und lass‘ dich inspirieren, wie andere Trainer diese Tools f├╝r ihre Online-Meetings oder -Trainings verwenden.
  • Ganz simple ‚Shared Documents‘, wie bspw. Google Docs oder Dropbox Paper. Du kannst hier zum Beispiel zum Start jeder Lektion eine Infografik hochladen und dazu auffordern, in den Kommentaren dazu Stellung zu nehmen. Auch dies erfordert ein wenig Kreativit├Ąt und vielleicht auch ein wenig Erfahrung als ‚Lehrende‘.
  • Auch Projektmanagement-Tools wie Asana oder Trello kannst du „zweckentfremden“ und als Plattform nutzen f├╝r deine Kurs-Videos, Praxisaufgaben und mehr.

5. Als Grundlage: E-Mail-Marketing Tool bzw. E-Mails

Immer wieder sprach ich davon, dass alle diese pragmatischen L├Âsungen – es handelt sich durchweg um Software, die nicht explizit als Online Kurs-Plattform angelegt sind – durch E-Mails an die Teilnehmer:innen begleitet werden sollen. Eben weil die Orientierung in einer ‚richtigen Kursplattform‘ einfacher w├Ąre f├╝r die Teilnehmer:innen, braucht es deine Strukturierung durch regelm├Ą├čige E-Mails.

Daf├╝r solltest du ein E-Mail-Marketing-Tool nutzen, um diese Mails auch ansprechend gestalten und Teilnehmer pers├Ânlich ansprechen zu k├Ânnen. Nat├╝rlich kannst du die Mails theoretisch auch per „BCC“ ├╝ber dein normales Mail-Programm verschicken, aber das ist fehleranf├Ąllig und nicht personalisierbar.

Damit du gute Kurs-E-Mails kostenlos erstellen und deine E-Mail-Liste aufbauen kannst, empfehle ich dir, eins der etablierten Tools daf├╝r zu verwenden. Ich empfehle Getresponse (Link zu meinem Tutorial ‚Minikurs (Autoresponder) anlegen mit Getresponse‘) oder MailerLite – denn beide kannst du f├╝r diesen Zweck kostenlos verwenden und beide sind verl├Ąssliche, etablierte EU-basierte Anbieter.

ÔÇŽ und die Zahlungsabwicklung?

Vielleicht fragst du dich das schon die ganze Zeit: Wenn ich doch automatische Zahlung anbieten m├Âchte, wie kriege ich das mit diesen ‚pragmatischen Tools‘ zusammen?

Da wir hier ja ├╝ber deinen ersten Online-Kurs sprechen und ich davon ausgehe, dass du f├╝r diesen noch eher eine kleine Gruppe an K├Ąufer:innen haben wirst: Brauchst du wirklich schon eine automatische Abwicklung? Gerade Pilot-Kurse k├Ânnen gut auch einfach per Rechnung abgewickelt werden.

Ich empfehle nach wie vor die Zahlungsabwicklung ├╝ber Digistore24 – ABER: sich in Digistore24 (oder auch eine der alternativen Dienstleister wie CopeCart oder Elopage) einzuarbeiten, ist auch ganz sch├Âne Fummelei. Daher kannst du dir das – wenn dich das ausbremst – auch gern erstmal per Rechnung machen.

Ich schreibe diesen Artikel ja, damit du schneller Online-Kurse anbieten und mit zahlenden Teilnehmern durchzuf├╝hren kannst…

Online-Kurs-Plattformen, die ein ausreichend gro├čes Freemium-Angebot haben

Die meisten deutschen Kursplattformen – auch viele von denen, die ich gern empfehle wie bspw. Coachy, Mentortools, Elopage, Spreadmind – bieten zwar eine kostenlose Testphase an, aber nicht, einen ersten Kurs dort kostenlos zu hosten.

Meist sind die Limits in der Free-Variante zu gering, um damit wirklich einen ‚richtigen‘ Kurs auszuliefern. Wenn du aber noch gar nicht wei├čt, ob und wie lange du noch Online-Kurse erstellen wirst, zahlst du unter Umst├Ąnden monatlich deinen Beitrag, hast auch einige Teilnehmer drauf, aber keine neuen Ums├Ątze. Habe ich alles schon beobachtetÔÇŽ

Kostenlos einen ‚richtigen‘ Kurs anlegen kannst du:

  • von den deutschen Plattformen meines Wissens nur beim E-Mentor (bei dem du dann aber h├Âhere Provisionen zahlst; In diesem Interview mit Anton Korduan gibt er einen Einblick)
  • bei Thinkific und Teachable gibt es jeweils eine nutzbare Free-Variante (das sind amerikanische ‚Urgesteine‘, die gab es schon, als ich vor 10 Jahren in dieser Blase anfing)
  • Bei EdApp, einem australischen Anbieter, den ich vor kurzem entdeckt habe, scheint mir auch ein gro├čz├╝giges Limit f├╝r viele Kurse zu bestehen – ich hab’s selbst noch nicht getestet.

Die internatioalen Anbieter lassen sich meist nicht so ohne weiteres mit Digistore24 oder anderen, f├╝r den EU-Raum gut nutzbaren Zahlungsanbietern, verbinden. Aber ich hatte ja auch vorgeschlagen, dass du deine Kursteilnehmer erstmal h├Ąndisch f├╝r deine jeweilige Plattform registrierst, um schneller handlungsf├Ąhig zu sein. ­čśë

Kostenlos Kursbereich in WordPress erstellen

Wenn du dich mit WordPress auskennst und Lust darauf hast, selbst Hand anzulegen, kannst du auch deinen Kurs in WordPress einrichten. Das erfordert in jedem Fall deine Bereitschaft, Zeit zu investieren – egal, ob du kostenpflichtige Themes oder Plugins oder kostenlose verwendest.

Aber wenn du einigerma├čen fit in WordPress bist, kannst du mit folgenden kostenlosen Plugins nach meiner Erfahrung z├╝gig startklar f├╝r die Erstellung von Online-Kursen sein:

  • Digimember ist zwar ein Membership-Plugin – und nicht explizit f├╝r Kurse gemacht – aber mit der Free-Variante kannst du deine Lektionen als einzelne Seiten anlegen und diese mit Digimember sch├╝tzen. Bis 50 Benutzer und f├╝r ein Produkt (Kurs oder Mitgliederbereich oder Download) ist es dauerhaft kostenlos.
    In diesem Tutorial hatte ich erl├Ąutert, wie du vorgehst, um einen einfachen Kurs mit Digimember einzurichten. Achtung, wichtig: Es erfordert wirklich gute WordPress-Erfahrungen, denn du ‚bastelst‘ dir quasi mit WordPress-Bordmitteln und Digimember das zusammen, was ‚richtige‘ Kursplattformen alles bereits fertig eingerichtet vorbereitet haben.
  • Bei meiner Recherche habe ich WP Courses als kostenloses Plugin mit anscheinend ausreichend gro├čer Limitierung entdeckt. Anders als andere Freemium-Plugins scheint es mir das Dashboard von WordPress nicht zu ├╝berfrachten, sondern einfach nur dabei zu helfen, eine Kursstruktur anzulegen. (Achtung an dieser Stelle bspw. vor LifterLMS oder Learnpress – beide habe ich vor einer Weile getestet und sofort wieder runtergeworfen, weil viel zu komplex f├╝r das, was die meisten von uns brauchen).

Das Motto ist „Get fancy later!“

Vielleicht hast du dir beim Durchlesen dieser ganzen, teilweise etwas hemds├Ąrmeligen Vorschl├Ąge gedacht: „Das ist mir alles zu halbseiden, ich entscheide mich jetzt f├╝r Kursplattform xy und zahle dann halt monatlich!!“. Wunderbar – dann hat der Artikel ja auch sein Ziel erreicht!

Entscheidend ist die innere Haltung, sehr achtsam zu sein, wenn du dich bei deinem Vorhaben, einen ersten eigenen Online-Kurs (oder -Programm oder -Training oder wie immer du es nennst) zu erstellen und verkaufen, in Nebenstra├čen verrennst.

Eine dieser Nebenstra├čen kann sein, unendlich viel Zeit in die Suche nach der ‚perfekten Software‘ zu verschwenden. Und diese Entscheidung kannst du nicht fundiert treffen, wenn du nicht sehr klar damit bist, was du genau brauchst. Was du wiederum nur sicher wissen kannst, wenn du praktische Erfahrungen gesammelt hast. Ein Teufelskreis. :))

Mit meinen oben skizzierten L├Âsungen hast du nun keine Ausrede mehr: Starte ‚unperfekt‘, mit einer technischen L├Âsung, die nicht f├╝r die Ewigkeit, sondern nur f├╝r deinen Start ist. Und: „Get fancy later!“ – optimiere sp├Ąter.

Noch ein letzter Hinweis: Woran du nicht sparen solltest

Durch diesen Artikel sollte deutlich geworden sein: Wenn dich – schon vor dem Start deines Online-Business – die Auswahl einer Online-Kurs-Plattform stresst, kannst auch erstmal mit einer kostenlosen ‚├ťbergangsl├Âsung‘ starten und trotzdem professionell mit Kunden arbeiten.

ABER, worauf du nicht verzichten solltest, ist ein gutes Mikro, Videobeleuchtung und Kamera. Das muss nicht Hightech sein (z.B. das Samson Meteor und die Logitech 920), aber ich sehe immer noch Leute mit Headsets und schlechter Ausleuchtung Videos f├╝r ihre Kurse machen – das finde ich suboptimal und mindert das Teilnehmer-Erlebnis.

Au├čerdem wirst du vermutlich um einen bezahlten Zoom-Account nicht herum kommen, das kostet nicht die Welt und ist vermutlich momentan sowieso etwas, das fast jeder Coach oder Berater hat, der mit Kunden auch online kommuniziert.


Kennst du noch weitere M├Âglichkeiten, einen (ersten) Online-Kurs kostenlos zu erstellen?

Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen alle M├Âglichkeiten zusammengetragen, die mir bekannt sind, um anfangs auf eine bezahlte Kursplattform verzichten zu k├Ânnen.

Was dir beim Lesen m├Âglicherweise bewusst geworden ist: Die professionellen Kursplattformen sind ihren Preis wert! Sie ersparen dir das „Geh├Âker“ mit solchen ├ťbergangsl├Âsungen, wie ich sie hier skizziert habe.

Da ich aber volles Verst├Ąndnis daf├╝r habe, dass die ENTSCHEIDUNG f├╝r eine der vielen tollen Plattformen da drau├čen echt schwer ist, wenn du noch keine praktische Erfahrung als Onlinekurs-Trainer:in gesammelt hast, hoffe ich, dass du mit diesen Tipps jetzt schneller loslegen kannst!

Wenn dir noch etwas einf├Ąllt oder du deinen eigenen Erfahrungsbericht teilen magst, mit welcher unperfekten Technik-L├Âsung du gestartet bist – schreibe mir gern in den Kommentaren oder melde dich dazu in Social Media (Facebook oder LinkedIn)!

Herzliche Gr├╝├če

Marit Alke


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  1. Hallo Marit,
    F├Ąnde es in mehrerlei Hinsicht super, alles auf meiner eigenen Homepage zu haben. Wird die dadurch nicht unfassbar langsam? Und brauch ich dann f├╝r Videos und Co nicht zus├Ątzlich noch sowas wie Vimeo o├Ą?
    Viele Gr├╝├če

    1. Hallo Julia,
      absolut nachvollziehbar, alles auf der eigenen Webseite einrichten zu wollen!
      Es gibt ja sehr viele gute Plugins daf├╝r (wie z.B. Thrive Apprentice, das in diesem Youtube-Video vorstelle), oder du folgst meiner Empfehlung aus dem Artikel und legst einfach erstmal eine passwortgesch├╝tzte Seite an.
      Oder meine ebenfalls vorgeschlagene Option, dich in Digimember einzuarbeiten, um die Seiten vor dem fremden Zugriff zu sch├╝tzen.

      Aber, bezogen auf Videos: sehr gut, dass du fragst! Videos und Audios sollten tats├Ąchlich nicht in WordPress hochgeladen werden. Bei kleineren Audio-Dateien geht es m├Âglicherweise noch, aber gr├Â├čere und Videos sind zu schwergewichtig. Au├čerdem ist wichtig, dass die Hosting-Dienste wie Youtube, Vimeo, Soundcloud und Co. auch die Ansicht optimieren, je nach Abspielger├Ąt – auch das w├Ąre nicht gegeben, wenn du es selbst hostest. Vimeo finde ich sehr empfehlenswert, aber weil es ja hier um „erstmal kostenlos starten“ ging, kannst du problemlos auch Youtube Video („nicht gelistet“) in deinen Kursbereich einsetzen.

      PDF-Dateien wie Arbeitsbl├Ątter oder ├Ąhnliches, komprimiere ich vor dem Hochladen immer noch mit Hilfe von PDF24 – die k├Ânnen gut ├╝ber die Mediathek in WordPress hochgeladen und eingesetzt werden.Bilder nat├╝rlich auch immer skalieren und komprimieren, so wie es f├╝r Blogartikel ja auch empfohlen wird.

      Und nein, wenn du Hosting-Plattformen f├╝r Video und Audio benutzt, wird deine Seite nicht langsam! Das einzige, was das Wachstum dann irgendwann doch begrenzt: Dein Dashboard wird un├╝bersichtlich bei zu vielen Modulen und Lektionen (die du ja vermutlich als ’seiten‘ anlegst). Das l├Ąsst dann doch viele Kursanbieter sp├Ąter von WordPress weggeben – oder sie finden eine L├Âsung, sich da gut zu organisieren.

      Danke f├╝r die gute Frage,
      Viel Erfolg!
      Marit

  2. Hallo Mrs. Sympathikus,

    ich habe meinen Kurs "Sp├╝rbar mehr innere Ruhe durch wertsch├Ątzende Abgrenzung" ├╝ber Apprentice erstellt. Das ist kostenlos, wenn man WordPress Architct nutzt.

    Ich konnte das meiste selbst gestalten und habe mir bei den Feinheiten dann helfen lassen.

    Der Kursbereich zeigt den Lernfortschritt. Ist aufgebaut wie ein Buch.
    So gibt es verschiedene Module (bei mir jetzt z.B. Intro, Ist, Selbstf├╝rsorge, …) und innerhalb der Module Lektionen.

    Nach dem Testkurs sind es in Summe 50 Lektionen geworden. Ein Mix aus Videos und Handouts.

    Und an DICH geht ein gro├čer Dank. Du warst mein Dominostein! Ich habe meiner inneren Perfektionistin eine Aspirin gegeben und einfach mal gemacht.

    Die Teilnehmerinnen und ich danken es Dir…

    Liebe Gr├╝├če und viele viele Erfolge,

    Felicia

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