• Home
  • |
  • Blog
  • |
  • Was ist ein Online-Kurs? Und: Wie kannst du Online-Kurse in deinem Business nutzen? [OBL001]

Was ist ein Online-Kurs? Und: Wie kannst du Online-Kurse in deinem Business nutzen? [OBL001]

Was ist die Definition des Begriffs ‚Online-Kurs‘? Es ist nirgendwo verbindlich festgeschrieben, aber wir brauchen ja eine Einigung darüber, worum es hier bei mir im Blog und Podcast geht. Es gibt ganz unterschiedliche Formate – nach meinem Verständnis ist das Feld der Online-Kurse sehr vielfältig. Ich nenne dir hier ein paar Unterscheidungs-Merkmale, grenze es zu anderen Online-Angeboten ab und zeige dir Möglichkeiten, wie du Kurse in deinem Business nutzen kannst. Grundlagenwissen für Online-Kurs-Anbieter.

Podcast-Folge: Was ist ein ‚Online-Kurs‘, wie unterscheiden sie sich und wofür kannst du sie nutzen?

Hier kannst du die Audio-Version anhören. Es ist die erste Folge meines Podcasts ‚Online-Business-Lounge‘ (OBL):

**************************************

Abstract / Kurzfassung:

Nach meiner Definition ist ein Online-Kurs: Ein mindestens mehrtägiger, meist mehrwöchiger Trainingsprozess, in dem die Teilnehmer über das Internet dabei begleitet werden, von einem Ausgangspunkt A zum Lernziel B zu gelangen. Diese bewusst offene Formulierung lässt viele verschiedene Varianten zu.

Onlinekurse lassen sich nach folgenden Gestaltungsmerkmalen unterscheiden:

  • Synchron vs. asynchrone Elemente oder ein Mix aus beidem
  • Ein eher ‚breites‘ Thema oder ein sehr spezielles, ’spitzes‘ Thema – Länge und Umfang
  • Medienauswahl bzw. der Mix daraus, z.b. Video, Audio, E-Mail, Text, Webinare…

‚Webinare‘, ‚Live-Online-Workshops‘ und ‚Mitgliederbereiche‘ sind verwandte Online-Angebote, aber fallen nicht unter meine Definition von Online-Kursen.

Geschäftsmodelle mit Online-Kursen:

  • Volles oder nennenswertes Einkommen mit Gruppenkursen bzw. Coaching-Programmen
  • Selbstlernkurse, von denen wie bei einem Serien-Autor sich die Umsätze im Laufe der Zeit kumulieren und die automatisiert verkauft werden
  • Als Ergänzung zu vorhandenen Dienstleistungen wie Seminaren oder Einzelberatungen
  • Zu Marketing-Zwecken günstig oder kostenlos angebotene Mini-Kurse

***************************************

Transkript der Podcast-Episode:

Hallo und willkommen in der Online Business Lounge. Dies ist der Podcast für alle, die mit eigenen Kursen in ihr Online Business hineinwachsen wollen. Und zwar ganz entspannt und Schritt für Schritt. Ich bin Marit Alke und freue mich, dass du hier bist. Lehne ich zurück. Lass dich inspirieren und genieße die kleine Auszeit hier in der Lounge. Und dann leg los und setz um. Viel Erfolg dabei. Hallo und herzlich Willkommen zur Folge Eins.

Einleitung: Dies ist die erste Folge der Einsteiger-Serie in meinem Podcast

Das Thema dieser Folge ist Was ist eigentlich ein Online-Kurs? Welche Varianten gibt es? Und auch Wie lässt sich ein Online-Kurs in deinem Business nutzen? Also welche Geschäftsmodelle stehen dahinter?

Mit dieser Folge möchte ich eine Basis legen für Einsteiger, die in das Thema ganz frisch einsteigen. Und davon wird es erst mal 15 Folgen geben. Das heißt ich starte meinen Podcast Online-Business Lounge mit diesen 15 Einsteiger-Episoden „von null, also von der ersten Idee zum Online-Kurs“.

Der Hintergrund ist, dass ich eine Befragung gemacht habe bei meinen Newsletter-Empfängern, die sich über 80 Leute gemeldet haben. Darüber freue ich mich nach wie vor sehr und finde ganz toll, dass ihr mir damit geholfen habt! Jetzt habe ich jede Menge Fragen parat, mit denen ich definitiv ein ganzes Jahr ein Inhalt zur Verfügung habe.

Und dort merkte ich, dass einfach sehr viele noch ganz am Anfang stehen mit ihren Fragen Was ist ein Online-Kurs eigentlich? Wie kann der aussehen? Wie kann man den gestalten? Kann ich das? Was brauche ich für Equipment, was brauche ich für Voraussetzungen und und und. So in diese Richtung und da habe ich dann die Entscheidung getroffen: Okay, ich starte jetzt den Podcast mit dieser Einsteiger-Serie, die dann eben später im Grunde wie ein Audio-Kurs ist, also eine sequentielle Folge von Input zu diesem Thema.

Definition ‚Online-Kurs‘?

Ja, steigen wir mal ein mit dieser Folge, mit der Frage Was ist eigentlich ein Online-Kurs? Also wenn du mal bei Wikipedia guckst, wirst du sehen, dass du keine Definition dafür findest. Und ich habe auch noch nirgendwo so explizit für den Begriff eine Definition gefunden. Bei Wikipedia findet sich der Begriff E-Learning und das ist auch der Themenbereich, in dem wir uns hier ganz klar bewegen. Nun ist diese Terminologie eLearning oder Blended Learning oder Computer-based training oder web-based Training – was man da alles so finden kann, ist aus der Welt der Hochschulen und Unternehmen. Ich habe entschieden, einen anderen Begriff zu wählen, weil sich mein Podcast und meine Kurse ja auch an Endanwender richten, also an Selbstzahler. Und ja, das ist ja auch die Zielgruppe, die ich hier ansprechen möchte und da finde ich diesen Begriff ‚Online-Kurs‘ oder auch ‚Online-Programm‘ stimmiger als zum Beispiel ‚eLearning‘.

So meine Definition von Online-Kurs, die ich dir anbieten möchte, mit der wir weiterarbeiten können: Ein Online-Kurs ist ein mindestens mehrtägiger, meist mehrwöchiger Prozess, in dem die Teilnehmer über das Internet dabei begleitet werden, von einem Ausgangspunkt A, also an eine Startposition zu einem Endpunkt B zu gelangen.

Ja, diese Definition ist bewusst offen gehalten – mit Absicht. Das wirst du gleich merken, warum: Weil ich unter diesen Begriff Online-Kurs eben ganz viel subsumiere. Ich verstehe da eine große Vielfalt darunter, eine bunte, tolle Vielfalt. Und deswegen habe ich das bewusst so offen formuliert.

Also wichtig ist wahrscheinlich wirklich dieser sequentielle Charakter. Anders als ein Buch, was ja oft eher logisch aufgebaut ist, ist ein Kurs so angelegt, dass er Entwicklungen begleitet. Schritt für Schritt sequenziell. Und die Varianten von Online-Kurs.

Da sind wir jetzt bei dieser zweiten Frage: Welche Varianten gibt es? Da möchte ich dir drei Gestaltungs-Merkmale nennen, anhand deren man Online-Kurse differenzieren kann.

Wie gesagt, für mich ist der Begriff Online-Kurs der Überbegriff – Du wählst jetzt für deinen Kurs für deine Zielgruppe ist noch mal was ganz anderes. Also ich häng da jetzt nicht an dieser Terminologie. Ich möchte einfach, dass wir uns verstehen, wovon wir hier reden. Also diese Gestaltungs-Merkmale, von denen ich sprach, das sind drei:

  • synchron versus asynchron.
  • Länge bzw die Frage wie breit / spitz ist das Thema?
  • Die Medien-Auswahl.

1. Asynchron vs. synchron

Gut, fangen wir mal an mit dem Gestaltungs-Merkmal 1, asynchron versus synchron. Das ist eins der Grundworte, die jeder E-Learning Spezialist sofort lernt. Und ich glaube, du ahnst schon, was es bedeutet:

Synchron bedeutet ‚gleichzeitig‘, asynchron eben ‚nicht gleichzeitig‘ bzw. ‚zeitversetzt‘. Und gemeint ist die Kommunikation, wie die Kommunikation stattfindet. Bei einem synchronen Kommunikationsprozess bzwl Trainingssprozess treffen sich Trainer und Lerner zeitgleich, jetzt in diesem Moment. Die diskutieren, die besprechen etwas, erarbeiten sich etwas. So, das sind zum Beispiel Seminare. Es sind aber auch Online-Workshops, die also in einem Webinar Raum stattfinden oder Telefonkonferenzen. Das sind so Beispiele für synchrone Kommunikationskanäle oder Trainings-Kanäle.

Aasynchron auf der anderen Seite – und das ist ja so eigentlich die große Besonderheit von Online Kursen, dass das da so viel drin vorkommt – bedeutet das die Kommunikation, das Vermitteln von Inhalten und das Aufnehmen nicht gleichzeitig stattfindet. Und auch die Kommunikation in so einem Kurs findet eben nicht gleichzeitig statt, zum Beispiel in schriftlichen Foren oder per Mail oder auf ähnliche Weise.

Und gleichzeitig auch die Vermittlung von Wissen, da der Trainer konzipiert die Wissensvermittlung zu einem anderen Zeitpunkt, als er von den Lernern dann konsumiert wird, sondern das ist eben die wichtige Unterscheidung, die wir haben, und du wirst gleich sehen, dass sich das auch mischt. Aber man kann daran halt ganz gut so online Kurse klassifizieren. Also auf der einen Seite der Skala stehen dann eben synchrone, hauptsächlich synchrone Online Kurse und das wäre für mich so etwas wie eine Webinar Reihe oder eine Reihe von Live Online Workshops, so dass ich zum Beispiel viermal die Gruppe mit dem Trainer in einem Online Workshop und den Konferenzraum trifft. Sorry. Und dort eben an dem Thema arbeite. Der Trainer hat was vorbereitet, gibt was rein, es wird diskutiert, es wird interaktiv gearbeitet. So, und das findet vier mal statt. Ist für mich wunderbar passend in die Definition des Online-Kurs und ist damit dann eben ein synchroner Kurs.

Oft wird das eben ergänzt durch asynchrone Kommunikation, also ein Forum oder eine geschlossene Gruppe und ist dann so schon gleich eine Mischform. So, und auf der anderen Seite dieser Skala steht der Selbstlern-Kurs, der ganz ohne Live Elemente auskommt, ganz ohne Termine, in der die Medien, die lernen wissen, die Lernmaterialien vorher vorbereitet werden vom Trainer, zum Beispiel Videos oder Audios. Und wann die Teilnehmer das konsumieren, bleibt denen überlassen. Auf der Skala bewegen wir uns also von synchron Online-Kurs zu asynchron Online-Kurs und meistens gibt es eine Mischform. Also die Kommunikation findet teilweise zu bestimmten Terminen statt – einfach um auch eine Zeit Strukturierung zu geben, ist für viele Themen hilfreich für die Teilnehmer, statt sie jetzt in einem Kurs ganz alleine zu lassen. Und gleichzeitig gibt es asynchrone Lern-Materialien, was eine große Stärke ist von Online-Kursen.

Genau da möchte ich einmal kurz nochmal auf die Diskussion verweisen. Selbstlernkurs versus Coaching-Programm / Gruppen-Kurs. Für mich ist ein Programm etwas, was zu einem festen Termin mit einer Gruppe startet. Im Gegensatz dazu kann ein Selbstlernkurs jederzeit von einem einzelnen Teilnehmer gestartet werden. So und da in diesem Spannungsfeld gibt es große Unterschiede. Allein, nämlich die Arbeit, die wir als Anbieter damit haben, ist völlig anders oder ist anders organisiert. Ein Selbstlern-Kurs muss wie ein Buch fast komplett fertig sein, bevor er verkauft werden kann, bevor er auch von Teilnehmern bearbeitet werden kann.
Ein Coachingprogramm hingegen kann durchaus grob angelegt sein als Konzept und dann im Durchführen entwickelt werden, weil der Trainer mit einer Gruppe arbeitet und quasi von Modul zu Modul gucken kann, Was brauchen die jetzt vielleicht konkret an Hilfestellungen? Und da ist für mich eben ein sehr, sehr großer Unterschied.

Da habe ich auch mal ein Artikel zu geschrieben und den werde ich auch in den Shownotes dann verlinken. Die Unterscheidung finde ich wichtig, weil es einfach dein Herangehen in dieses Business so unterschiedlich macht. Die Grenzen sind dann später fließend, das ist keine Frage.

Okay, so, das war das Gestaltungs-Merkmal ‚synchron versus asynchron‘. Weil das so wichtig war, habe ich ein bisschen ausgeholt. Sorry dafür.

2. Wie ‚breit‘ bzw. ’spitz‘ ist das Thema des Kurses?

Die zweite Frage ist: „Wie lang oder wie umfangreich ist der Kurs?“ Und da hatte ich mal die Begriffe breit und spitz reingeworfen und da wollte ich einfach nur mal benennen, was ich damit meine. Also mit ‚Spitz‘ ist gemeint, dass eine sehr spezifische Fragestellung in einem relativ kurzen, kompakten Kurs behandelt wird. Oft ist das so zum zum Thema Software-Tools oder konkrete Anwendungsmöglichkeiten von bestimmten Dingen. Das nenne ich dann Tutorial, also konkrete Anleitung, Schritt für Schritt, ganz kleinschrittig. „So geht das – und dabei muss, darf, muss so achten.“ Also sehr, sehr tief in die Thematik eingestiegen und damit dann aber trotzdem gleichzeitig sehr spezifisch. Das können ganz kleine Kurse sein, die auch wirklich günstig angeboten werden, aber einen absoluten Mehrwert für den Nutzer bieten, weil er an die Hand genommen wird, dieses eine Thema zu lösen.

So, und auf der anderen Seite stehen dann relativ breite Kurse, die zum Beispiel durchaus auch Jahres-Programme sein können, bei denen eine Gruppe von Teilnehmern sich anhand von groben Meilensteinen vorwärts arbeitet und jeder Einzelne individuell, aber durchaus an anderen Schwerpunkten, arbeitet.

Das ist dann eher ein breiter Kurs, der aber selten ganz exakt in die Tiefe geht und sagt „Du musst das so, so, so, so, so machen.“ Sondern er bleibt eben auf so einer gewissen Oberfläche. Es ist überhaupt nicht wertend gemeint, sondern er führt die Teilnehmer in einem eher offenen Prozess ebenfalls von A nach B und du siehst, wie groß der Unterschied ist. So ein kleines Mini-Tutorial, in dem ich zeige wie ich eine Software benutze versus ein Jahresprogramm, in dem zum Beispiel Veränderungswillige Angestellte an ihrem neuen Leben arbeiten.

Gut, du siehst also, auch das Gestaltungs-Merkmal Umfang und Länge hilft zu unterscheiden. Was gibt es für Varianten? Und auch da sind natürlich die Grenzen wieder fließend. Was wichtig ist schon mal da gehen wir in der Episode zur Online-Kurs Gestaltung vertiefend drauf ein. Es geht nicht beides: Es geht nicht breit und tief.

Das funktioniert nicht und würde jeden Lerner komplett überfordern – und du wirst es schwer verkauft bekommen. Aber das nur mal an dieser Stelle.

3. Medien-Auswahl

Und das dritte Unterscheidungsmerkmal ist die Medien-Wahl. Ja, das ist wahrscheinlich das, was dir zuerst in den Kopf gekommen ist: Video-Kurs, Audio-Kurs, Email-Kurs… Das sind so Begriffe, die im Netz kursieren und die machen das eben fest an die Unterscheidungsmerkmal, welches Haupt Medium wird genutzt?

Ja, das hilft natürlich auch noch mal zu unterscheiden. Oft haben alle Anfänger so dieses „Oh Gott, ich muss Videos drehen für meinen ersten Kurs!“, aber ich behaupte ein Online-Kurs, ein gut gemachter Online-Kurs, da sind die Medien quasi zweitrangig, weil eben der Prozess für die Teilnehmer so gut gestaltet ist, dass es für die gar nicht mehr so absolut vorrangig ist. Bekomme ich jetzt den Inhalt als Text, den ich mir durchlesen muss und ausdrucken oder bekomme ich als Audio? Das heißt, für mich ist dieses Thema Medien Wahl immer nachrangig.

Erst kommt das Lernziel und diese ganzen konzeptionellen Überlegungen „wen will ich ansprechen?“, „wo will ich den Teilnehmer hinführen?“ Und dann entscheide ich, was ist das richtige Medium und nicht andersherum „Ich will einen Video-Kurs entwickeln“ – und später stellt sich raus es macht gar nicht so Sinn für diese Zielgruppe. Die möchte gar nicht am Bildschirm sitzen und sich für diese Inhalte jetzt irgendwie 20 Minuten ein Folienpräsentation angucken.

So, das heißt also, das ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Und auch hier gilt klar, je komplexer die Kurse nachher werden, Coachingprogramm, Gruppen-Kurse, die nutzen einfach mehrere Medien. Also später, wenn du nachher fortgeschritten bist, wirst du in der Lage sein, ganz viele, für verschiedene Lerntypen auch verschiedene Angebote machen zu können. So kann man Online-Kurse auch unterscheiden. Und dann bin ich auch schon am Ende meiner Varianten, die ich sehe bei Online-Kursen. Also du siehst, eine faszinierende Vielfalt tut sich da auf!

Verwandte Online-Angebote, die von der Definition her keine Online-Kurse sind

So, verwandte Themen möchte ich auch noch benennen, die jetzt für mich nicht unter diese Definition passen, aber in meinen Themenbereich mit rein passen. Dazu gehört für mich noch der Begriff ‚Live Online Workshop‘ und der Begriff ‚Mitgliederbereich‘.

Also Live Online Workshop ist im Grunde ein Webinar, also findet im Seminarraum statt. Ich bestehe aber darauf, dass das kein Webinar ist, weil der Begriff Webinar sich einfach sehr festgesetzt hat in der öffentlichen Wahrnehmung als ich sage mal kostenloser Info-Vortrag.

Während ein Live-Online-Workshop, den nur für zahlende Kunden durchführst, den wirst du anders aufziehen. Da wirst du darauf achten, dass wirklich die Probleme der Teilnehmer mit auftauchen, dass sie mit auf die Tagesordnung kommen, dass zum Beispiel die Fragen direkt einfließen können, dass Teilnehmer sich untereinander vielleicht austauschen. Da hast du einfach viele Möglichkeiten. Auch Dinge, die im Seminar, also im Live-Treffen gut funktionieren, auch mit ein bisschen Phantasie im Online Webinar Raum zu übernehmen. Das ist für mich ein Live Online Workshop.

Auch das ein tolles Produkt, was man anbieten kann, wenn man jemand ist, der Wissen vermitteln kann, der weiß, wie Prozesse aussehen können und insofern ganz nah verwandt. Aber kein Online-Kurs aus meiner Wahrnehmung.

Und dann der Begriff Mitgliederbereich: Da geht es darum, ganz langfristig Kunden zu binden und es ist keine sequentielle Anordnung unbedingt nötig, sondern es kann so ein eine Mischung sein. Hier mal was für Fortgeschrittene, da mal was für Anfänger. Und es ist meistens die Community, also der Austausch, dann der Nutzen, den die Teilnehmer, die Kunden zahlen.

Okay, so, das heißt, wir haben jetzt den Begriff Online-Kurs mal definiert. Ich habe dir gesagt, wie ich es definiere. Ich habe dir die Varianten genannt und die Unterscheidungsmerkmale. Und ich habe dir mal genannt, was noch dazugehört, aber eben nicht direkt unter den Begriff fällt.

Wie kannst du einen Online-Kurs für dein Business nutzen?

So, und zu guter Letzt möchte ich in dieser Folge noch auf die Frage eingehen, wie so ein Online-Kurs eingesetzt werden kann. Wahrscheinlich vor deinem inneren Auge haben sich da schon Möglichkeiten aufgetan? Ich mir ziemlich sicher. Deswegen habe ich extra so ausführlich auseinander gedröselt – und da möchte ich dir mal fünf Möglichkeiten nennen. Klar gibt es noch mehr und die Grenzen immer fließend, aber diese fünf möchte ich dir mal nennen.

Also wie du Online-Kurse für dein Geschäftsmodell einsetzen kannst.

1. Mehrfach pro Jahr ein größeres Online-Programm / einen Gruppenkurs launchen

So, fangen wir mal damit an, ein Business, das nur oder überwiegend auf den Umsätzen über Online-Kurse basiert. Da ist die eine Möglichkeit, dass du mehrfach im Jahr ein größeres hochwertiges Programm Status Launch heraus gibst. Das ist mein Geschäftsmodell. Das funktioniert für mich ganz hervorragend. Zweimal im Jahr nehme ich einen großen Batzen Umsatz oder Geld ein und betreue dann danach mehrere Wochen lang diese Gruppe.

Ja, da bist du auch ziemlich aktiv dabei. Das Ziel, das Lernziel zu erreichen. Also ein wunderbares Geschäftsmodell, was sich gut eignet und wo ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass man damit ein ganzes Einkommen generieren kann.

2. Selbstlernkurse, die automatisiert verkauft werden und deren Umsätze sich kumulieren

Und das andere Extrem sage ich mal auch wieder, wir hatten die Unterscheidung Programm versus Selbstlern-Kurs ist, dass du eher wie ein Autor von Büchern, sag ich mal, die sehr in die Serienproduktion von Kursen gehst und sagst okay, ich möchte eigentlich nicht so viel betreuen und das macht bei meinem Thema keinen Sinn. Und deswegen möchte ich Selbstlernkurse gestalten und die verkaufen.

Und das ist ein ganz anderes Herangehen, ganz anderes Arbeiten. Denn du wirst diese Produkte fertigstellen und musst ja dann dafür sorgen, dass sich das kontinuierlich verkauft. Für so ein Coachingprogramm, da trommelt man einmal die Werbetrommel ein paar Wochen und füllt das dann, wenn das den Nerv trifft und du alle Hausarbeiten gemacht hast. Sage ich mal, in Sachen Marketing und bei selbst den Kursen gibt es dann andere Strategien des Marketings, die da zum Tragen kommen. Und da brauchst du dann wahrscheinlich bezahlte Anzeigen. Du brauchst ständigen Traffic auf Webseiten, du brauchst auch Email-Sequenzen, die dann hinführen, die den Kunden hinführen zum Kauf dieses Selbstlern Kurses.

In dieser Folge erkläre ich „Was ist ein Funnel, was ist ein Launch?“, um diese beiden Marketing-Konzepte voneinander abzugrenzen.

Denn leider kann man vielleicht sagen, es ist in Deutschland einfach noch nicht so weit, dass es eine Plattform gibt, auf die man als Anbieter einfach sein Online-Kurs einstellt und sagt So, jetzt verkauft mal man, so ist es aber Amazon Amazon bietet eine wunderbare Vermarktungs Plattform für Bücher an, für Bücher, sodass jeder eben einfach im Grunde einfach irgendein Thema nehmen kann. Von der häuslichen Pflege von Schildkröten über Wie pflege ich meine Hacke? Ja, so ein bisschen gesponnen. Aber letztlich braucht man dafür kein eigenes Marketing, sondern das macht Amazon auf sehr geschickte Art und Weise für den Autoren klar.

Und das gibt es für Online-Kurs Große noch nicht, muss man sagen hier im deutschsprachigen Bereich. Ich glaube aber, dass es das in spätestens zwei Jahren auch hier geben wird. Führend ist da momentan Udemy, auf der im englischsprachigen Bereich schon sehr, sehr viele Kurse gehandelt werden. Und diese Plattform macht recht aggressiv Werbung, vor allem über Rabattaktionen.

Das heißt, das könnte eine Plattform sein, über die sich zukünftig Kurse vermarkten lassen? Klar, natürlich kostet das was. Die wollen dann auch eine entsprechend hohe Provision, sonst lohnt sich das für die auch nicht. Also das gibt es ist im Werben hier in Deutschland. Aber noch ist es so, dass du dich komplett selbst darum kümmern musst. Und insofern ist dieses Geschäftsmodell das zweite Geschäftsmodell, was ich mir vorstelle mit selbst Kursen Geld verdienen auch lässt dich wieder daran gebunden, dass du dich zu mindestens 90 % um die Vermarktung selbst kümmerst, in welcher Weise auch immer.

Da gehen wir ja später noch drauf ein. So, das sind die beiden Geschäftsmodelle, mit denen man durchaus ein Vollzeit-Einkommen über Kurse generieren kann. Ja, der Übergang ist hier auch wieder fließend. Also aus einem Selbstlernkurs kann ein betreutes Programm werden, zum Beispiel einmal pro Jahr oder andersherum. Aus einem einmal durchgeführten Online-Programm mit einer Gruppe was mit zehn Leuten durchgeführt wurde, kann auch ein Selbstlern-Kurs werden.

In dieser Podcast-Folge erkläre ich den Unterschied zwischen einem Selbstlernkurs und einem Coaching-Programm.

3. Mit einem Online-Kurs vorhandene Dienstleistungen (z.B. Einzelberatung, Seminare) ergänzen

Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit mit Online-Kurs um das eigene Business zu ergänzen. Wenn du jetzt Coach oder Berater bist und Einzelstunden hast, also es ist für dich eine gute Hilfe oder eine gute Idee, deine Kunden auf einen bestimmten Stand hinzuführen, zum Beispiel mit einem dreiteiligen Video-Kurs. Dieser Video-Kurs muss von allen erst Kunden vielleicht durch bearbeitet werden, ist Teil eines Paketes und dann arbeitest du mit den Teilnehmern auf einer bestimmten Basis dann weiter.

Das heißt du musst nicht die Anfangs-Reflexion mit den gemeinsam machen in teuren Einzelsitzungen, sondern sie kommen dann vorbereitet zu dir und ihr vertieft es in der Einzelberatung. Das gleiche gilt natürlich auch für hinterher.

Das kann auch andersherum laufen, dass du an deine Beratungs-Sitzung bestimmte Aufgaben dranhängst, die du dann in der kleinen Gruppe zum Beispiel online weiter betreut. Kann zusätzliches Bonus-Angebot sein für deine Einzelcoaching oder Einzelberatung oder auch Teil eines Paketes.

Und genau das gleiche gilt für Seminar-Trainer. Auch Trainer können wunderbar meiner Meinung nach Online-Kurs Elemente nutzen, um ein Blended Learning aus ihrem Training zu machen. Und schon nehmen Teilnehmer das, glaube ich, viel wertiger wahr, wenn sie ein ich sag jetzt mal fünfwöchigen Prozess einkaufen, in dem am Ende ein Seminar steht. Also wenn es nur dieses eintägige oder zweitägige Seminar ist, was Sie dort kaufen. Das heisst, du kannst auch hier mit einem Kurs oder auch einer Gruppe einem Forum eine Vorarbeit leisten und es ergänzend nutzen.

4. Online-Kurse für’s Marketing nutzen

Klar, und dann gibt es auch dort die Möglichkeit, dass Online-Kurs gar nicht unbedingt eine Einkommensquelle sind oder zumindest keine sehr, sehr tragende, aber für das Marketing genutzt werden. Auch das macht sehr viel Sinn.

Mit einem Online-Kurs kannst du nämlich sehr multimedial und sehr prozessual. Du kannst einfach zeigen, dass du als Experte den Prozess sehr gut kennst. Und in ganz vielen Bereichen ist es so, dass Menschen zwar erst sagen „Nein, ich möchte es irgendwie selber probieren mit einem Do it yourself Kurs“ dann aber feststellen „Oha, das ist ja echt ganz schön viel. Ich lass mir doch lieber helfen.“ Das ist die große Chance für dich, wenn du bisher eher Dienstleister bist und für Leute im Auftrag bestimmte Dinge ab arbeitest, durchs durchführst und jetzt einen Do it yourself Kurs anbietet. Nehmen wir mal das Thema Webdesign Kurs an, so in sieben Schritten erstellst oder eine einfache Homepage.

Und am Ende dieser sieben Schritte machst du mit den mit den Teilnehmern ein kostenloses Abschluss-Telefonat und in dem Abschluss Telefonat kannst du dann feststellen was hat der noch für konkret Unterstützungsbedarf?

Und kannst dann darüber Pakete verkaufen, dass aus beider Seiten Sicht ein win-win für dich, weil du dadurch wahrscheinlich sehr viel organischer Einzelkunden, Dienstleistungs-Kunden gewinnen kannst. Und andersherum für die Dienstleistungs Kunden ist es super, weil sie einfach erstens nicht völlig unvorbereitet jetzt in deine Beratung kommen oder deine Dienstleistung, sondern einfach ganz gut vorher schon dich und die lässt sich das Produkt einfach schon testen konnten.

Das waren fünf Möglichkeiten, Online-Kurse für dein Geschäftsmodell zu nutzen.

Zusammenfassung:

Also erstens mehrfach im Jahr ein größeres Programm starten. Zweitens auch Selbstlernkurse und in so einen Prozess kommen, immer wieder Kurse zu entwickeln, wie ein Autor, der mehrfach Bücher vermarktet. Drittens Online-Kurse als Ergänzung deiner Offline-Tätigkeit, also als Berater, Coach oder Trainer oder Dienstleister. Oder viertens als Möglichkeit über einen und das war jetzt drei und vier entschuldige. Also Einzelberatung ergänzen, Trainings ergänzen und als fünfte Möglichkeit einen günstigen oder auch kostenlosen Online-Kurs zu nutzen, um letztlich Kunden für dein Kerngeschäft zu gewinnen, also als Marketinginstrument.

Ja, das war’s von mir. Jetzt zu der Frage „Was ist eigentlich ein Online-Kurs und wie kannst du den für dich nutzen?“ Ich hoffe, ich konnte damit einen Überblick verschaffen über dieses Thema, sodass du das besser für dich ja dir aneignen kannst und besser weißt. Wovon reden wir hier eigentlich?

Ich glaube, das ist schon wichtig bei so Begriffen, die wir jetzt alle noch nicht mit der Muttermilch aufgesogen haben. Ja wird das viel Spaß gemacht, heute die Grundlagen zu legen und ich hoffe, dass du weiter dabei bist. Ich freue mich, wenn du den Podcast abonniert, mir weiter folgst oder auch schaust auf marit-alke.de nach weiteren Informationen. Bis zum nächsten Mal!

********************************

Das war die erste Grundlagen-Folge in meiner Einsteiger-Serie „Von Null zum ersten Online-Kurs“.

Hier gelangst du zur nächsten Folge „Was sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Online-Kurs? Und wie schaffst du diese Voraussetzungen?„.

Herzliche Grüße

Marit Alke


Das könnte dich auch interessieren: 

Was tun mit Selbstlern-Kursen, die auf Festplatte oder Kursplattform ‚verstauben‘?
Ist es zu spät für’s Online-Business? Talk mit Birgit Quirchmayr (Podcast)
Wie du dein Marketing in kleinen Kampagnen organisierst – Interview Susanne Jestel [Podcast]

  1. Liebe Marit!
    Vielen Dank für Deinen superverständlichen Podcast über Online-workshops etc. Nun „lichten sich die Nebel“ ein wenig bei mir und Neugierde zu dieser für mich noch sehr neuen Form der Wissensvermittlung kommt auf. Da bleib ich Dir bestimmt treu – bis bald!
    Beste Grüße,
    Christine Haselsberger

  2. Hallo Marit,

    es ist echt großartig, was du hier leistest.
    Ich bin mir sicher, dass mit deiner Hilfe meine geplanten Onlinekurse ein voller Erfolg werden.
    Geplant habe ich zwei Kurse mit den Themen „Persönliche Finanzen“ und „Persönlichkeitsentwicklung/Resilienz“.

    Liebe Grüße

    Leo

  3. Liebe Marit, endlich – ENDLICH habe ich heute damit begonnen, deine podcast Serie anzuhören. Ich schiebe das seit deiner ersten Folge vor mir her, habe nämlich deinen Blog bereits davor entdeckt und dachte, wouw, genau was ich suche…. nun bin ich 1 Jahr rum geirrt, hab mich total irgendwo verloren in dem Ganzen… dann irgendwann resigniert…

    Nun egal, ich bin froh um den Prozess, ich bin froh um die Erfahrung, aber vor allem bin ich froh, hab ich heute diese Folge gehört. Du bringst mich grad total auf Kurs mit meiner Idee ein online Produkt zu entwickeln, genau dieser Aufbau, die Struktur und dein gefühltes Expertenwissen sind in diesem Moment SUPER hilfreich für mich.

    Mein Plan – ich höre mir deine Lektionen an während ich die schriftliche Variante bereits ausgedruckt vor mir liegen habe und arbeite mich so piano durch die 15 Lektionen durch.
    Freue mich genialst darauf 🙂

    Was kann ich dir aktuell Gutes tun als hier meinen absoluten Dank aussprechen?

    Lieber Gruss aus der Schweiz und bis bald im OLB002 😉

    1. Hallo Bigi,

      danke für deine große Wertschätzung, das freut mich sehr! Dein Dank ist schon mal eine schöne Belohnung… Und jedem Podcaster tust du einen Gefallen mit einer Bewertung bei iTunes und/oder der Weiterempfehlung der Folgen in den Social Media oder auch persönlich. Letztlich mache ich das ja, um viele Leute zu erreichen, von denen sich dann einige dafür entscheiden, in meinem Programm mitzumachen. Mir hilft man also immer, wenn man mir hilft, bekannt und sichtbar zu werden mit meinem Angebot 🙂

      Dir ein schönes Wochenende und gutes Schaffen beim Durcharbeiten!
      Lieber Gruß
      aus dem hohen Norden!
      Marit

  4. Hallo Marit,
    Du erklärst das sehr gut. Es wird noch ein wenig dauern, aber genau diese Themen werde ich umsetzen. Ich möchte mein Coaching-Konzept hauptsächlich online anbieten, da ich ortsunabhängig arbeiten möchte. Ich komme auf Deinen Support ganz sicher zurück. Das ist genau, was ich brauche.
    Weiter so 🙂
    VG
    Rüdiger

    1. Hallo Rüdiger,

      das klingt gut! Ich starte ja ab nächsten Frühjahr wieder mein Programm, da geht es dann Schritt für Schritt zum Kurs. Jetzt erstmal die Einsteiger-Serie im Podcast – da ist bestimmt noch einiges für dich an Tipps dabei.

      Viele Grüße
      Marit

  5. Liebe Marit, ich habe soeben mal in deine Online Business Lounge hineingehorcht. Du hast die Grundlagen wunderbar strukturiert vermittelt. Sehr empfehlenswert finde ich die stichwortartige Zusammenfassung des gesprochenen Podcasts. Eine super Strukturhilfe für mich als Hörer. Gutes Gelingen. Bis bald. Sybille

Comments are closed.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}