Ein bewährtes „Grundrezept“ für Ihr Coachingprogramm

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So verpacken Sie Ihr Know-how in ein vermarktbares Schritt-für-Schritt-Programm

Wenn Sie als Coach oder Berater über Ihr 1-zu-1 Business hinauswachsen wollen, sollten Sie ein konkretes Produkt aus Ihrem Wissen machen. Das ist gar nicht so schwierig wie es auf den ersten Blick aussieht. Dieser Artikel gibt Ihnen ein simples „Grundrezept“ dafür an die Hand, wie Coachingprogramme konzipiert werden können und liefert eine Übersicht über mögliche „Zutaten“.

Mehr Menschen voranhelfen, ohne dabei selbst auszubrennen; das eigene Business weiterenwickeln; den eigenen Stundenlohn erhöhen, ohne mehr von Kunden verlangen zu müssen… – das sind mögliche Ziele, die Sie mit der Entwicklung eines eigenen Coachingprogramms leichter erreichen können.

Wissen verschenken UND lukrative Produkte daraus machen – warum das kein Widerspruch ist

Viele Coaches und Berater verschenken Ihr Wissen z.B. in Blogs, Vorträgen oder Newslettern. Wie ist es dann möglich, Ihr Wissen und Know-how so verpacken, dass Sie es zu einem angemessenen Preis verkaufen können?

Dazu lohnt ein Blick auf folgende sehr grundsätzliche Frage:

Wie wird aus einem Wissenimpuls ein echter Nutzen für den Empfänger?

Einen echten Nutzen hat er ja erst, wenn das Wissen wirklich einen Unterschied in seinem Leben macht – er also sicht- oder spürbare Resultate erzielt.

  1. In den meisten Fällen muss der Kunde das Wissen erst für sich sortieren und in eine logische Reihenfolge bringen,
  2. Er muss den neuen Input für sich und seinen Kontext „verdauen“ und reflektieren, was davon er wie für sich gebrauchen kann,
  3. Er muss seine nächsten konkreten Schritte planen,
  4. Er muss tatsächlich ins Tun kommen und sein Verhalten verändern (sprich, seine Vorhaben umsetzen),
  5. Und optimal wäre, wenn er seine Schlußfolgerungen noch bewusst rekapituliert bzw. mit jemandem bespricht, damit er einen langfristigen Lerngewinn davon hat.

Genau aus diesem Grund ist es für Coaches und Berater problemlos möglich, Wissen großzügig weiterzugeben: So wird der Bedarf für Unterstützung bei den weiteren, geldwerten Schritten überhaupt erst geweckt.

Und diese Erkenntnis nutzen Sie für die Konzeption Ihres Coachingprogramms – indem Sie einen oder mehrere der oben genannten Schritte zusätzlich zur Wissensvermittlung zum Bestandteil Ihres Angebots machen.

Das Grundrezept für Coachingprogramme: Ganz simpel!

Diese genannten Schritte entsprechen dem altbewährten „Lernzyklus des Erfahrungslernens“, eine gut abgesichterte Theorie, wie Menschen neues Verhalten erlernen:

Lernzyklus(Grafik entnommen aus: Alke, Praxistransfer inklusive! managerSeminare Verlag 2008)

Diese simple Lerntheorie liefert ein gutes Raster, mit dessen Hilfe Sie – zunächt unabhängig von Medien und Methoden – Ihr Programm konzipieren können. Genauer gesagt ist dies das Muster für ein Modul. Der gleiche Ablauf sollte sich in Ihrem Coachingprogramm mehrfach wiederholen:

Lernprozess gestalten

 

Wenn ein Programm also beispielsweise aus drei Modulen besteht, sieht der gesamte Ablauf so aus:

IPUR 3 Module

 

Das ist mein „IPUR-Konzept“… Dieses Akronym klingt ein wenig unsexy, deswegen werde ich es mir wohl nicht schützen lassen. :)

Mix aus Methoden, die genau zum Thema und zu Ihren Kunden passen

Nun kann – quasi per gedanklichem Drag&Drop – das Modell mit verschiedenen Methoden gefüllt werden. Auch wenn einige der genanten Methoden Ihnen vielleicht „unspektakulär“ erscheinen – wenn der Gesamtprozess in sich schlüssig ist, kann auch ein technisch sehr simpel gehaltenes Programm bei den Teilnehmern viel in Bewegung setzen. Wie die Grafik zeigt, können Coachingprogramme sehr unterschiedlich gestaltet sein:

Lernprozess Methodenmix

(Alle drei Grafiken © Marit Alke 2013)

Mit diesem einfachen Raster konnte ich schon einigen Trainern und Personalentwicklern helfen, Führungs- oder Vertriebstrainings so zu planen, dass der Praxistransfer wahrscheinlicher wird. Warum sollte Ihnen, lieber Leser, dieses Modell nicht auch helfen, als Coach oder Berater Ihr eigenes Coachingprogramm im Kopf entstehen zu lassen?

Fazit: Wenn Sie ein wertvolles Coachingprogramm gestalten möchten, kommt es überhaupt nicht auf den möglichst innovativen Medieneinsatz an! Solange das Programm inhaltlich top ist und als Prozess so aufgebaut ist, dass die Teilnehmer in ihrem natürlichen Prozess der Verhaltensveränderung unterstützt werden, ist methodisch alles denkbar.

Allerdings: Denken Sie daran, dass eines Ihrer Ziele ist, mit insgesamt weniger Aufwand mehr Menschen voranzuhelfen. Konzipieren Sie das Programm daher kräftesparend und lieber einfach als zu komplex und hebeln Sie Ihre Zeit, z.B. durch wiederverwendbare Medien und das Vernetzen der Teilnehmer.

Dieses hier gezeigte „Grundrezept“ für wirkungsvolle Coachingprogramme ist ja bisher noch vollkommen inhaltsleer. Ich hoffe, Sie haben trotzdem einen guten Überblick darüber bekommen, wie so ein Coachingprogramm methodisch und didaktisch aufgebaut sein kann. Wie Sie ein passendes Thema für Ihr Coachingprogramm finden und wie Sie Ihr Wissen so strukturieren, dass daraus ein Schritt-für-Schritt Programm wird, u.a. dazu schreibe ich in meinen folgenden Artikeln mehr.

Bleiben Sie dran! ;)

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Außerdem möchte ich gerne mehr darüber wissen, was Sie noch wissen möchten! Bitte schreiben Sie mir einen Kommentar oder eine Mail – ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.

Herzliche Grüße

Marit Alke