[OBL007] So gliederst du die Inhalte für deinen Onlinekurs

So gliederst du die Inhalte für OnlinekursDen ganzen Kopf voller Ideen, Fragen, Übungen, Tools und vieles mehr – aber: es kann auf keinen Fall ALLES in deinen Kurs! Außerdem braucht dein Teilnehmer eine gute Führung durch die Kurs-Materialien und muss stärker an die Hand genommen werden als bspw. in einem Live-Seminar. Dieser Arbeitsschritt, das Gliedern und Reduzieren der Inhalte, ist also ein wichtiger grundlegender Schritt auf dem Weg zum eigenen Onlinekurs. In dieser Folge beschreibe ich, wie du vorgehst, um deinen Kurs zu gliedern.

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Die Folien zur Podcast-Folge:

Der Inhalt in Stichworten:

In der Podcast-Folge beschreibe ich die Arbeitsschritte, wie du von „gaaanz vielen Ideen im Kopf“ zu einer guten Struktur und auf das Wesentliche reduzierten Inhalten kommst:

  • Lege A und B deines Kurses fest
    • A ist die Ausgangslage, die du bei der Beschreibung deiner Zielgruppe schon genau beschrieben hast
    • B ist das Ziel, das Ergebnis deines Kurses, das du für deine Arbeit mit den Inhalten so genau wie möglich beschreiben solltest. Es geht hier nicht um den Werbetext, sondern darum, dass du dich bestmöglich reindenken kannst in deinen Teilnehmer.
  • Bestimmte grob die Schritte (Module) von A nach B
    • Diesen Schritt solltest du abseits von deinem Bildschirm machen, um beide Gehirnhälften zu aktivieren
    • Z.B. durch Bodenanker oder der Arbeit an einer großen Pinnwand
    • Wenn es unbedingt am Computer sein muss, dann nutze ein Tool wie z.B. Groupzap.com, mit dem du ebenfalls aus dem ganz rationalen Denken herauskommen kannst.
  • Lege das wichtigste Lernziel für jedes Modul fest
    • Lernziele gibt es auf verschiedenen Ebenen, z.B. Verständnis, Reflexion, konkrete Handlungen, neue Fähigkeiten…
    • Bestimme für jedes Modul, was das wichtigste Ergebnis / der wichtigste Meilenstein ist.
  • Brainstorme deine Inhalte
    • In diesem Arbeitsschritt darfst du jetzt frei sammeln und alles irgendwo festhalten, was du so an Übungen, Aufgaben, Fragen, Inhalten, Geschichten, Beispielen, Bildern etc. für dein Kurs-Thema hast.
  • Lege die Grundstruktur von Modulen und Lektionen fest
    • Jedes Modul braucht eine Einleitung, einen Hauptteil und einer Zusammenfassung: Das werde ich dir gleich sagen – Das ist was ich sage – Das sagte ich
    • Das 4MAT-Modell gliedert Lerninhalte anhand 4 wesentlicher Fragen, die Lerner sich stellen – das kannst du auch für den Aufbau deiner Module / die Anordnung deiner Lektionen nutzen:
      • Warum? Warum sollte ich mich damit beschäftigen? Was hat das mit mir zu tun?
      • Was? Was muss ich dazu wissen? Worum geht es? Erkläre es mir.
      • Wie? Wie geht das genau? Wie kann ich das anwenden? Was umsetzen?
      • Was wenn…? Wie kann ich das weiterdenken? Für mich anpassen?
  • Sortiere und reduziere deine Inhalte
    • Der letzte Schritt ist es jetzt, die Inhalte aus dem Brainstorming der angelegten Modul- und Lektionen-Struktur zuzuordnen. Damit fällt ein Teil der Inhalte schon raus und ist nicht mehr stimmig.
    • Zusätzlich geht es noch darum, die Inhalte auf das Wesentliche zu reduzieren und als Anbieter Entscheidungen zu treffen. Viele suboptimal gestaltete Kurse haben nicht zu wenig sondern zu viel Inhalt – so dass der Teilnehmer schon gleich zu Beginn entmutigt aufgibt. Bei Onlinekursen gilt ganz klar: Weniger ist mehr.
    • Das setzt wiederum eine sehr genaue Beschreibung deiner Zielgruppe voraus – denn sonst ist die Gefahr groß, noch dies und jenes hinzufügen zu wollen, weil es könnt ja sein, dass jemand dabei ist, der… :)
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Mit diesem Schritt bist du deinem Onlinekurs schon deutlich näher gekommen: Es gibt jetzt eine Gliederung! Evtl. ist später nochmal ein Reduktionsschritt nötig, weil trotz solcher Gliederungen Kurse erfahrungsgemäß gerne mal „zu umfangreich“ werden. Die Verlockung ist einfach zu groß, das ganze Wissen in so einen Kurs reinzuschütten…
Wie immer freue ich mich über Bewertungen meines Podcasts bei ITunes oder über Kommentare hier im Blog! :) :)
Herzliche Grüße

Marit Alke

 

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