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Erfahrungsbericht: Membership im Vergleich zu einem Gruppenprogramm [Podcast]

Zeit für einen Rückblick: Dieses Jahr habe ich meinen Onlinekurs-Club gestartet, mein Membership für Onlinekurs-AnbieterInnen. Im Vergleich zu meinem intensiven Online-Gruppenprogramm „Mein erster Onlinekurs“, das ich seit 2013 mehrfach durchgeführt habe, musste ich einiges neu lernen und meine Rolle neu ausrichten. In dieser Podcast-Folge resümiere ich über meine ersten 7 Monate mit dem Club. Es geht nicht um einen grundsätzlichen Vergleich Membership-Gruppenkurs, sondern um meine persönliche Erfahrungen (Transkript siehe unten).

Die Podcast-Folge – hier hören:

Mein Podcast heißt „Online-Business Lounge“ und müsste auf allen gängigen Podcast-Apps zu finden sein.


Weiterführende Links:

Eine ältere Folge, in der ich grundsätzlich erläutere, was für Arten von Mitgliederbereichen es gibt und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zu Onlinekursen gibt:

>> Zur Folge / zum Blogartikel „Onlinekurs vs. Mitgliederbereich“


Meine wichtigsten Erkenntnisse in Stichworten:

  • Die Mitglieder laufen nicht „im Gleichschritt“ auf ein bestimmtes Ziel zu, wie es in einem Gruppenprogramm der Fall ist. Als Trainerin habe ich also die Aufgabe, eine andere Rhythmik reinzubringen, die den Rahmen dafür schafft, dass alle individuell an ihren aktuellen Themen arbeiten können. Ist eigentlich logisch, trotzdem fand ich dieses Gefühl überraschend, eine Gruppe vor mir zu haben und keine für alle gültigen Themen, durch die ich den Austausch steuern kann.
  • Ganz andere Intensität der Begleitung: Ein Membership ist eher niedrigschwellig, alltagsbegleitend und es ist normal, dass einzelne Mitglieder phasenweise stärker und phasenweniger weniger stark aktiv sind. Es ist auch ein komplett anderer preistlicher Rahmen – in meinem Fall kostet ein Jahr MItgliedschaft ein Viertel des 12-Wochen-Intensiv-Programms. Dafür ist nach dem Programm in der Regel ein sichtbares Ergebnis vorhanden, weil ich jeden Schritt begleite und auch ein wenig voranpushe – während im Mitgliederbereich eher kleinere Knoten und Fragen geklärt werden, die im „laufenden Geschäft“ auftreten.
  • Es wäre leichter für mich gewesen, meinen sehr auf Community und Austausch unter Gleichgesinnten ausgelegten Club im Nachgang meins Programms zu gründen und nicht „aus dem Nichts“. Zu meinem Mentoring-Programm hat immer auch schon eine längere Membership-Phase dazugehört, aber die Gruppen blieben unter sich – das wäre ein idealer Startpunkt gewesen. Ist nun anders gelaufen, auch gut. 🙂
  • Ich empfand es in meinen Marketing-Mails als deutlich schwieriger, den Nutzen des Clubs zu formulieren als bei einem Gruppenkurs. Ein Kurs führt in definierten Modulen zu bestimmten Zwischenzielen und letzlich im Idealfall zu dem gewünschten Ziel – während in einem Membership der Nutzen für jeden Einzelnen viel schwerer vorherzusagen ist. In Zukunft werden mir da sicher die Referenzen aus der Runde der Mitglieder helfen, aber die hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Also bin ich sehr transparent damit gewesen, habe Beispiele formuliert für möglichen Nutzen und auch geschrieben, das ich die Unsicherheit, ob der Club „das Richtige“ ist, nicht ausmerzen kann. Für den letzten Start gab es daher einen sehr günstigen Schnuppermonat, um bspw. in die Aufzeichnungen reinschauen zu können.
  • Ein Membership ist eher für „Fortgeschrittene“ in (m)einem Thema geeignet, weil man sich gegenseitig mit Erfahrungswerten weiterhelfen kann – während es eher schwierig ist, einen Gruppenkurs an „Fortgeschrittene“ anzubieten. Letzteres ist schon länger etwas, über das ich nachdachte, weil ich ja durch meine jahrelang gewachsene Community immer mehr Follower / Netzwerkkontakte habe, die bereits einen Kurs am Markt haben. Im Rahmen des Clubs klappt es jetzt für mein Empfinden sehr gut, dass sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen und Feedback geben – was viel zielführender ist als hier versuchen zu wollen, einen für alle gültiges Curriculum (aus Modulen und Lektionen) zu entwerfen.

Transkript:

(Zum Querlesen, nur grob lektoriert)

In dieser Folge berichte ich dir von meinen Erfahrungen mit meinem Membership, den ich dieses Jahr gestartet habe – im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit meinen intensiveren Gruppen Programmen. Ja, da waren ein paar ganz interessante Aha-Effekte für mich drin und die möchte ich gerne hier mit dir resümieren. Was diese Folge nicht ist, ist eine grundsätzliche Gegenüberstellung Membership versus Programme oder Gruppenkurs. Denn dazu müsste man beide Formate noch mal besser auseinander dröseln. Hier geht es also definitiv um meine Erfahrungen, von denen ich die hier berichten möchte.


Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge in meinem Podcast. Ich bin Marit Alke und helfe ja schon seit ein paar Jahren dabei, Online-Kurse zu entwickeln, die Wert schaffen. Damit meine ich, dass sie deine Teilnehmer voranbringen, dass du dir damit ein erfüllendes Business aufbauen kannst, das auch nachhaltig funktioniert und in dem du lernen und wachsen kannst.


Wie angekündigt möchte ich hier über meine Erfahrungen mit meinem Onlinekurs Club berichten. Beim neu gestarteten Membership, das ich jetzt habe ich gerade an meinen Fingern abgezähl, seit sieben Monaten am Laufen habe. Ja, vor allem im Kontrast zu meinem Mentoringprogramm, das ich schon jahrelang vorher durchgeführt hatte, also mehrfach durchgeführt hatte, war ich auf einmal in einer ganz anderen Rolle und hatte ganz andere Herausforderungen.

Vielleicht hast du von meinem Onlinekurs Club noch gar nichts mitbekommen und das wäre auch nicht verwunderlich, weil erstens gibt es sowieso grade im Moment nicht so viel von mir an Content und Co oder hast du mich überhaupt gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt und bleibst jetzt hier über den Podcast wieder rein?

Oder du hast eben auch überhaupt meinen Newsletter nicht aktiv gelesen oder ähnliches, denn nur dort habe ich den Onlinekurs Club, also mein Neustart des Membership damals überhaupt veröffentlicht. Also ein Social Media ist das fast überhaupt gar nicht durchgesickert, weil ja ich am Anfang auch tatsächlich einige Zweifel hatte, ob das wirklich so einen Mehrwert bringen kann. Wen ich damit eigentlich erreichen möchte. Ob ich das kann? Ja, okay, also da waren tatsächlich ein paar Zweifel und deswegen wollte ich, dass es organisch wächst. Und das hat auch gut geklappt.

Also ich habe den Club jetzt dreimal geöffnet, jedes Mal mit einem sogenannten leisen Launch, also jedes Mal nur per E-Mails. Das erste Mal wirklich an meine Newsletter Liste und die Menschen, die bei meinen Aktionen damals mitgemacht haben im Frühjahr und später dann an die Interessenten-Liste auf der Leute drauf, die informiert werden möchten, wenn der Club startet.

Ja, mittlerweile habe ich ca. 40 Teilnehmende – Quatsch Mitglieder – an Bord und es macht mir richtig Freude und wir sind da jetzt so langsam in so einen Flow gekommen. Jetzt kann ich rückblickend auch berichten.

Bei mir war es so, dass ich mein Programm, ein Mentoringprogramm, mein erster Onlinekurs 2019 das letzte Mal durchgeführt habe. Es zog sich bis 2020, aber da ist das letzte Mal angefangen, weil ich auch in der Auszeit war, ein Sabbatjahr gemacht habe und erst 2021 eigentlich so richtig zurück bin.

Jetzt habe ich den Club, Mitgliederbereich also gestartet, ohne vorher einen Kurs oder sowas angeboten zu haben. Da gehe ich gleich noch mal drauf ein. Ich glaube, das wäre leichter gewesen, aber so war es jetzt eben nicht. Ich wollte gerne einen Raum schaffen für Onlinekurs, Anbieterinnen und Entwickler oder die, die es werden möchten, wo ein wertschätzender, offener Raum entsteht für den Austausch, das voneinander lernen auf Augenhöhe, wie ich immer so gerne sage, das miteinander wachsen.

So war, meine ich sag mal relativ grobe Vision am Anfang und da bin ich dann genauso schwammig, auch total spontan rein gestartet, nämlich eigentlich ohne irgendwas stehen zu haben. Also ich hatte wirklich bisher nur die Vision, nur die Idee und dann hat mein Erfolg gesagt. „Mal ganz ernsthaft, du erzählst uns da seit 3 Jahren von und jetzt bist du zurück aus so einer Auszeit. Und ja, jetzt erzählt es uns hier schon wieder davon. Was bitte hält dich davon ab, es zu starten?“

Das hat gesessen. Und weil ich ihnen zeigen wollte und mir zeigen wollte, habe ich eine Facebook-Gruppe aufgesetzt, einen Newsletter Verteiler angelegt speziell für die Gruppenmitglieder und ein Grunde eine Gründer-Mitgliedschaft verkauft zu wirklich sehr attraktiven Konditionen und unter anderem deswegen auch nicht in die große Breite posaunt, weil ich erst mal nur 20 Leute, mein Ideal haben wollte. Und die waren auch tatsächlich dann letztlich da. Also erst waren es nur 17 und dann sind noch drei nachgerückt und so waren wir eine kleine Gründungsmitglieder-Runde.

Ich hatte also noch nicht so viel wie jetzt, aber ich meine, ich weiß ja von mir, dass ich das alles in mir habe. Ich habe also gesagt Hier bin ich. Fragt mich Ich organisiere Meetings, Lives und es gibt die Facebook-Gruppe. Ich strukturiere und moderiere das auch über Fragen in der Gruppe und war mir sicher, dass es erst mal ausreichend als Staat. Aber es ist natürlich ziemlich hmm, na ja, wenig strukturiert.

1. Unterschied: Im „Gleichschritt“ vs. jeder woanders

Jetzt habe ich, hatte ich diese Mitgliedschaft und ich weiß noch genau diesen Moment, wo ich hier saß am Montag und dachte „Wow, was machst du denn jetzt mit denen? Da sitzen jetzt alle Menschen, die ja viele auch schon persönlich kannte und die wollen mit dir starten und ich habe gar keine Module, die sind alle woanders.“ Ich war völlig rausgerissen aus meiner gewohnten Rolle, wenn ich eine Gruppe begleite.
Denn in meinem Mentoringprogramm, in meinem Online Programm ‚Mein erster Onlinekurs‘ geht es über 12 Wochen ganz strukturiert und nach vorgegebenen Modulen, nach bewährten Schritten, wenn du so willst, zu dem einen Ziel, nämlich den Pilotkurs zu konzipieren.

Also gut durchzudenken, die entsprechenden Dinge vorzubereiten für den Launch und das erste Marketing und das Onboarding vorzubereiten der Teilnehmenden. Okay, also es gibt ein klares Ziel. Es gibt klare Module. Es hat 12 Wochen plus eine Nachbereitung, die immer dazugehörte. Und jetzt saß ich da, dachte hier, die stehen alle an ganz anderen Punkten. Was mache ich denn jetzt?

Huh, durchatmen und wieder wieder zurückbesinnen auf „Marit, Du wolltest eine Community schaffen, hier möchtest du die Leute zusammenbringen.“ Also habe ich angefangen, die Leute zusammenzubringen. Hier sind unsere Meeting Termine. Die habe ich extra variiert, damit jeder mal dabei sein kann. Mal morgens, mal mittags, auch nachmittags. Und dann haben wir angefangen, gemeinsam die Formate auszutesten. Habe ich auch so transparent gemacht.

Die Gründungsmitglieder wussten, dass das hier noch überhaupt nicht viel steht, sondern dass sie sich einfach darauf verlassen müssen, dass ich das schon irgendwie gut moderiere und für Fragen erreichbar bin. Genau, so haben wir verschiedene Dinge tatsächlich gemeinsam getestet und darüber haben die Mitglieder sich kennengelernt, fingen an, sich untereinander auch teilweise für einzelne Themen auch mal zu vernetzen, einzeln zu treffen.

Aber vor allem hatten wir nach den ersten zwei Monaten würde ich sagen, eigentlich schon so einen ganz guten Rhythmus gefunden mit einmal die Woche ein so Meeting Fragen klären, Dinge erzählen, also berichten, was ist, was habe ich für Erlebnisse gehabt in meinem Business, mit meinem Onlinekurs, mit meinem Marketing, mit der Technik, mit der Technik drum rum?

Für mich der erste wichtige Unterschied: Wer im Gleichschritt, in einem Programm, in einem Kurs versus ich sage mal erst mal offen und alle ins Boot holen. Aus meiner Sicht ist das etwas, das wirklich Erfahrung voraussetzt in dem Thema, in dem man da ist, bei mir nämlich eben dieses Onlinekurs zu begleiten und auch Onlinekurs weiterentwickeln.

Und da würde ich jetzt niemandem raten, so rein zu springen, wie ich das gemacht habe, wenn noch nicht so richtig viel Erfahrung da ist. Also das ist so der wichtigste Unterschied und das hat sich ganz seltsam angefühlt für mich. Am Anfang witzigerweise war für mich auch im Kopf so eine Trennung. Es geht entweder oder.

Einer der Gründe, warum ich so lange gewartet hab, ein Membership zu öffnen für mich war immer Meine Zeit ist begrenzt und ich habe klare Pausen. Sind immer die Schulferien, die ich klar Pause mache. Und ich habe dieses Programm, das ich sehr liebe, das mir einfach total Freude macht, durchzuführen, in dem ich powervoll zu Ergebnissen führen kann und was ja auch schon so manchen ja mittlerweile erfahrenen Onlinekurs Entwickler und Anbieter hat starten lassen.

2. Unterschied: Ganz andere Intensität der Begleitung

Also ich liebe das Programm und für mich war das immer so ein entweder oder im Kopf. Jetzt nach den sieben Monaten Erfahrung kann ich sagen: ein Membership hat eine ganz andere Intensität.

Und das ist für mich auch der zweite Unterschied. Also es ist so, dass auch schon preislich sich beides sehr unterscheidet. Das Programm, das ich bis 2019 angeboten habe, hat 2700 gekostet netto und der Club kostet jetzt im Moment 720 im Jahr. Also 720 versus 2700? Also das ist das eine. Ein Viertel von dem, was ich dafür nehme, fokussiert in zehn Wochen bzw. der Zeit danach, die es noch gebraucht, die noch gebraucht wird, zum ersten Pilotkurs zu führen. Super intensiv begleitet, Feedback auf viele Zwischenergebnisse, viel Zeit von mir in der Gruppe, einzelnes begleiten, wenn jemand hängt und so weiter.

Versus dieser viel günstigere Preis und alltagsbegleitend Zugang zu mir. Ja und da brauche ich auch erst mal so ein bisschen Klarheit für mein Selbstverständnis. Also wie viel darf ich überhaupt rein geben an Zeit, an Mehrwerten? Und da habe ich ja auch immer wieder gehört, weiß ich auch aus eigener Erfahrung, dass solche Mitgliederbereich etwas sind, zumindest wenn sie so community basiert sind, die niedrigschwelliger sind. Die sind alltagsbegleitend. Zumindest ist meine so gedacht und eben nicht auf ein spezifisches größeres Ziel ausgerichtet.

Natürlich kann so ein Mitgliederbereich auch super genutzt werden von einzelnen proaktiven Mitgliedern um ein persönliches Powerziel zu erreichen. Dafür bin ich ja da. Ich beantworte wirklich jede Frage und vernetze mit Leuten die zusammenpassen, die an ähnlichen Themen gerade arbeiten. Ich sehe jeden meiner Mitglieder individuell, der sich zeigt oder die sich zeigt. Denn manche sind auch nicht so aktiv dabei und konsumieren das, was so an Aufzeichnungen usw. dabei rauskommt. Das ist ja auch in Ordnung.

Also diese niedrigschwellige Begleitung versus zeitweise meine ganze Aufmerksamkeit. Das war so die zweite Erkenntnis, dass die Betreuungs-Intensität von mir auch anders justiert werden darf. Sozusagen. Also mit justieren meine ich ja, dass ich als Anbieterinnen, als Moderatorin auch ein stückweit aufpassen muss, dass ich da niemanden überfordere. Gerade in meiner Anfangs Begeisterung.

Ich hatte so viele Ideen und natürlich könnte ich Content rein geben. Ich sage mal ‚en masse‘ auf die Fragen, die von den Mitglieder gekommen sind, da habe ich mich aber tatsächlich manchmal zurückgehalten, bewusst zurückgehalten und gesagt „das würde jetzt hier überfordern, das ist auch zu viel.“ Es geht auch nicht, dass das zeitliche Investment für so ein Membership zu hoch wird, weder für mich noch für die Mitglieder.

So, das habe ich jetzt damit gelöst, dass ich zum Beispiel eine Tabelle veröffentlicht habe. Welche Stunden des Tages bin ich eigentlich bevorzugt und aktiv in Facebook und beantworte dort Fragen, die reingekommen sind? Oder gibt Feedback oder vernetze, wenn es gebraucht wird oder wie auch immer was von dir befördert wird. Und wann bin ich auch tatsächlich nicht für den Club da?

Im Mentoringprogramm habe ich das auch gemacht. Auch dort habe ich Zeitfenster genannt, in den ich vorrangig da bin und weniger. Aber dann waren diese Zeitfenster auch deutlich länger und ich in der Phase deutlich aktiver für die Teilnehmer da. Also das ist für mich so eine ganz wichtige Erkenntnis, dass auch das Justieren des eigenen, der zeitlichen Präsenz eine Herausforderung ist. Für mich als Programm Anbieterin, die es liebt, sich voll rein zu geben für eine bestimmte, abgegrenzte Zeitspanne.

Jetzt hatte ich ja eben gesagt, dass ich dachte, es widerspricht sich ja, dass eine versus das andere. Das ist meine vierte Erkenntnis: Gruppenkurs und Membership ergänzen sich sehr gut. War mir natürlich für andere vorher klar. Ich hatte das aber für mich so jetzt nicht auf dem Schirm, dass ich beides machen kann.
Dass ich natürlich bei entsprechender Transparenz sowohl ein intensives 12 Wochen Programm anbieten kann in einem Jahr und parallel über das ganze Jahr hinweg auf dieser niedrigschwelligen Ebene in dieser Community einfach da bin. Für die Menschen, die in diesem Club sind und an ihren jeweils unterschiedlichen Themen dann arbeiten. Und so werde ich das jetzt auch dieses nächstes Jahr machen.

Dass es das Mentoringprogramm wieder geben wird und der Membership weiterläuft, auf der in der mittlerweile bewährten Rhythmik nämlich einmal pro Woche in irgendeiner Weise ein Call. Ob das ein Co-Working ist oder ein Mastermind Meeting, wo wir gemeinsam Fragen beantworten in der ganzen Gruppe oder Sprechstunden, wo ich in kleinen Slots für die Fragen der Mitglieder da bin zum Beispiel. Oder auch so lose treffen, wo wir nur Mittagessen und ein bisschen quatschen. Die gibt es auch hin und wieder nicht ganz so häufig.

Und was ich auch immer mal wieder mache, weil das dann auch mal wieder Schwerpunktthemen und ein bisschen Drive reinbringt, sind so einzelne Workshop Tage. Also quasi live Online_Workshops, die aber dann auch natürlich in unserer Facebook-Gruppe begleitend stattfinden und wo es zu bestimmten Themen dann von mir noch mal Input gibt. Eine Aufgabe. Ich habe auch Arbeitsblätter für die erstellt.
Zum Beispiel zum Thema einen Online-Workshop erstellen in Abgrenzung zum Onlinekurs, der ja eher länger und komplexer ist. Wir hatten das Thema „Entspannt Launchen“. Wir hatten das Thema LinkedIn-Profil optimieren, das hatte sich so ergeben, weil ganz viele daran gerade arbeiten wollten. Und dann mache ich dazu Workshop Tage.

Ja, also es geht wunderbar beides zusammen. Und das war jetzt das, was ich anfangs gesagt habe. Ich glaube, es wäre leichter gewesen, hätte ich das andersherum gemacht. Also, wenn ich wieder mein bewährtes Programm angeboten und in dem Nachgang dann ein Membership daraus geformt hätte. Ehrlich gesagt gab es Membership Phasen, bei allen meinen Programm-Durchläufen, das war immer so konzipiert. Oder wird es auch wieder sein, dass es diese zwölf Wochen Power gibt es wie gesagt sehr intensiv von mir begleitet und wo sich die Teilnehmenden des Programms idealerweise auch Zeit nehmen. Deswegen kündige ich das meist mit viel Vorlauf an.

Zu meinem Mentoringprogramm gehörte immer auch eine Membership-Phase, um eben den ersten Launch noch zu begleiten, um zu gucken, was passiert mit den ersten Teilnehmer-Gruppen. Wo hakt es vielleicht noch, wenn ich mal ein bisschen später dran ist und so weiter.

Es gab immer schon eine Membership-Phase, aber die Gruppen blieben getrennt. Es gab immer eine Teilnehmende Gruppe, das waren meistens so 30 bis 50 Leute und die blieben unter sich in ihrer Facebook-Gruppe. Und die habe ich nicht in eine große Gemeinschaft integriert. Und das wäre ja möglich gewesen, dass von da aus zu starten.

Dann wäre nämlich auch dieses ein Trainer-Gefühl von „Was mache ich denn jetzt mit denen?“ Ausgeblieben. Denn ich hätte ja dann gewusst, wo sie alle stehen und was dann noch gebraucht wird. Vielleicht an Schwerpunktthemen, an Input, an Formaten zum Dranbleiben und so weiter.

So habe ich das jetzt auf der grünen Wiese gestartet und mein Programm kommt erst wieder im Herbst. Und danach werden dann vermutlich auch die Leute, die jetzt in dem Programm sind, immer zumindest zeitweise den Membership dazubekommen und haben so die unterstützende Gemeinschaft von fortgeschrittenen Onlinekurs Anbieterinnen. Also es muss nicht entweder oder sein.

3. Unterschied: Bei meinem Club fand ich schwieriger, den Nutzen zu kommunizieren

Und mein dritter Punkt, den ich noch teilen möchte, ist, dass ich es viel schwieriger fand, den Nutzen zu formulieren. Jetzt für den Membership, für den Club. Liegt natürlich daran, dass alle an unterschiedlichen Stellen stehen, denn was soll ich an Ergebnissen versprechen? Versprechen tue ich sowieso nie viel, aber es ist was anderes, wenn ich in 10 Modulen, die ich alle genau kenne, zu einem bestimmten Ergebnis führe. Oder zumindest jede Menge Zwischenergebnisse, die am Ende möglichst das Gesamtergebnis hervorbringen, in dem Fall den Pilotkurs, der am Markt ist – versus die Leute stehen alle an unterschiedlichen Stellen und arbeiten auch an unterschiedlichen Herausforderungen, die sich eben im Alltag für Onlinekurs Entwickler immer wieder auftun.

Beispielsweise weiß ich nicht Webinare gestalten, Videos effizienter herstellen, die Technik optimieren. Keine Ahnung, was ebenso an Themen immer wieder aufkreuzt. Und ja, da kann ich einfach schlechter in meine Mails dann sagen Ah, also wenn du im Club bist, dann passiert das und das und das. Und das ist der Nutzen und das kostet so viel.

All das fand ich richtig schwierig, da am Anfang auch ein bisschen rumgeeiert mit meinen Formulierungen, bekam jedenfalls die Rückmeldung, dass es sich mehr anhört wie Nice to have wär schön in Marits Club zu sein, aber muss nicht. Ja sicher. War ja auch meine Idee. Es soll schön sein im Club. Das ist ja total klar.
Aber das waren die Rückmeldung und insofern bin ich einfach da sehr transparent gewesen und habe zum Beispiel jetzt in meinem letzten Öffnen – ich nenne das gar nicht Launch, weil das war kein richtiger Launch, es waren drei Emails – habe ich zum Beispiel die Formulierung verwendet „Ich weiß gar nicht, wie ich diese Unsicherheiten beseitigen soll.“ Es gibt diese Unsicherheit, dass ich vor dem Buchen eines Membership nicht weiß: Werde ich das nutzen, so finde ich die anderen Leute nett. Stehen die an der Stelle, die mir weiterhilft? Oder sind die vielleicht viel weiter zurück oder viel weiter vor? Wie? Wie gehe ich damit um? Ich bin ja noch gar nicht so weit, oder? Ich bin ja schon viel weiter. Wird mir das Nutzen bringen?

Das sind so typische Fragen, die habe ich benannt. Und genau ganz ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie ich diese Unsicherheit begleiten soll, weil noch habe ich keine TeilnehmerStimmen, also Mitglieder-Stimmen, die jetzt sagen Super Marit, durch deinen Club habe ich an der Stelle und an der Stelle bessere Entscheidung getroffen. Knoten gelöst, bin besser vorangekommen.

So ein Gruppenkurs ist viel besser zu vermarkten und ist auch einer der Gründe, warum ich das immer wieder für den Einstieg empfehle. Einen Gruppenkurs ist ein in sich geschlossenes Paket, wo du mit einigermaßen Klarheit sagen kannst, wohin du dort führst, was der Nutzen sein wird und auch wann es beginnt und wann es endet. Die Leute committen sich auch einfach nicht für so lange währenden Membership, glaube ich schon viel Vertrauen voraussetzt in die Person, die ihn anbietet.

Also da bin ich tatsächlich sehr dankbar für das ich ohne großes Marketing Getöse da jetzt so tolle 40 Teilnehmer Mitglieder habe. Genau deswegen glaube ich nicht, dass das für den Einstieg so ein gutes Modell ist. Aber wie gesagt, dazu mache ich dann doch mal eine Folge und zeige das mal etwas besser auf. Was gibt es eigentlich alles für für Formate, auch für Mitgliederbereich?

4. Unterschied: Membership ist besser für „Fortgeschrittene“ geeignet, ein Gruppenprogramm eher für „Einsteiger“

Ja doch, eine Sache habe ich noch: das Thema Fortgeschrittene oder nicht Fortgeschrittene. Also ein Membership hatte die Idee, ein Raum zu schaffen für diejenigen, die den ersten Kurs schon durchlaufen haben oder auch schon mehrere Kurse am Markt haben oder kurz davor stehen. Also alles vorbereitet soweit und es kann jetzt bald losgehen. Das war so meine Idee.

Das Wort Fortgeschrittene ist einfach total problematisch. Das habe ich schon mehrfach mit Kollegen besprochen. Das ist für jedes, für viele Themen schwierig zu sagen „Ich mache ein Online-Programm, ein Kurs, ein Gruppenkurs usw. dafür Fortgeschrittene.“

Warum ist das so schwierig? Ich glaube, das liegt vor allem an der unterschiedlichen Selbsteinschätzung der Menschen. Wenn wir die also nicht kennen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich wirklich valide vernünftig selbst einschätzen zu können, ist. Ja, ich will nicht sagen unmöglich, aber wirklich schwer. Denn du kannst noch so gute Fragen stellen. Bist du für den Kurs geeignet? Ja oder nein? Die Leute schätzen sich da unterschiedlich ein. Manche unterschätzen ihren Stand, manche überschätzen sich, weil sie gar nicht überblicken können, was alles dazugehört. Zum Beispiel.

Und so kann man eigentlich „Fortgeschrittenen“-Kurse nur anbieten an Menschen, die den Grundkurs irgendwie bei dir gemacht haben oder in irgendeiner Form schon mal in deinen grundlegenden Angeboten gewesen sind, vielleicht auch eine Einzelberatung oder ähnliches. Soweit mein Blick auf die Dinge. Das ist nicht die absolute Wahrheit.

Ich fand das für mein Thema immer schwer und gleichzeitig wächst die Zahl der Fortgeschrittenen um mich herum logischerweise. Einmal, weil ich schon viele Male mein Mentoringprogramm durchgeführt habe und daraus auch mittlerweile schon fast 200 Menschen meinen Kurs durchlaufen haben und ihre Kurse angeboten haben, am Markt haben, mittlerweile längst weiterentwickelt – und es gibt nur wenig wirklich engere Räume – also nicht die öffentlichen großen Facebook-Gruppen, sondern kleinere Räume – wo man da auch noch mal Unterstützung haben kann oder sich austauschen kann.

Ein Membership ist das ideale Angebot für Leute, die leicht Fortgeschrittene sind, eben weil es okay ist, dass jeder an unterschiedlichen Stellen erst durch die Mastermind-Sitzung, durch das vertrauensvolle Miteinander, durch das grundsätzliche Interesse an anderen, die ist dafür ein Raum, dass jeder seine Fragen einbringt. Und es ist durch die Schwerpunktthemen auch möglich zu sagen, Ich bin jetzt mal phasenweise etwas mehr dabei, weil das Thema brauche ich gerade oder ich ziehe mich jetzt auch einfach mal eine Weile zurück, weil diese zwei, drei Monate habe ich jetzt was ganz anderes vor der Backe, ziehe mich aus diesem Club eine Zeit lang zurück. Völlig in Ordnung, dafür ist er ja so niedrigschwellig angesetzt.

Und Gruppenkurse für Fortgeschrittene anzubieten ist schwierig, Membership sind dafür besser. Und auf der anderen Seite, glaube ich, ist es nicht so einfach, Mitgliederbereich für Einsteiger zu haben. Denn du brauchst eigentlich am Anfang diesen Kern-Content, der in bestimmten Grundschritten zu einem Ergebnis führt.

Soweit mein Blick auf die Dinge aus meiner Sicht jetzt zu meinem Thema „Onlinekurse entwickeln“. Das kann natürlich für andere Themen ganz anders sein.
Ja, zusammenfassend hatte ich ein echt spannendes halbes bis dreiviertel Jahr mit einem ganz neuen Angebot, das mich in eine ganz neue Rolle gebracht hat. Auf einmal musste ich ganz viele Termine jonglieren, das musste ich vorher nicht.

Ich hatte ganz andere Herausforderungen, mich nämlich Menschen gezielter zusammenzubringen, wegen trotz der unterschiedlichen Themen, die sie gerade haben, Formate und einen Rhythmus zu schaffen und dabei auch, wie gesagt, so niedrigschwellig zu bleiben, dass es nicht überfordert ist. Meine Rolle als Trainerin in so einem Coachingprogramm, wo ich schon auch fordere und ein bisschen auch voran pushe. Und dieses Element fehlt hier bei diesem Club komplett.

Soweit mein Vergleich. Also mein ganz persönlicher Vergleich zwischen dem Membership und einem Coachingprogramm bzw. Mentoringprogramm, wie ich das nenne. Und was das mit mir als Anbieter gemacht hat, was so meine Erkenntnisse waren und meine Aha-Effekte.

Ich hoffe du konntest du auch was für dich draus mitnehmen und freue mich, wenn du wieder rein hörst in meinen Podcast, den ich jetzt – ich will nicht sagen regelmäßig, aber zumindest wieder öfter – mit Inhalt bestücken möchte. Wenn dich mein Programm oder meinen Club interessiert, schau auf meiner Seite unter Angebote, marit-alke.de. Bis zum nächsten Mal! Ich wünsch dir einen schönen Tag, einen schönen Abend, wo immer du gerade bist und freue mich aufs nächste Mal. Bis dann.

(Transkript-Ende)


Wie hast du das Zusammenspiel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitgliederbereich und Online-Gruppenkurs ggf. schon erlebt? Vielleicht auch aus Kundensicht? Welche Gedanken hattest du beim Hören der Folge? Teile das gern mit mir in den Kommentaren!

Herzliche Grüße

Marit


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