[OBL026] Warum das mit dem passiven Einkommen für Coaches, Freiberufler und Co. oft eine Wunschvorstellung bleibt. Interview mit Anette Weiss.

[OBL026]-Warum das mit dem passiven Einkommen für Coaches, Freiberufler und Co. oft eine Wunschvorstellung bleibt. Interview mit Anette Weiss.-2

Jemand, der schon jahrelang als Berater arbeitet, ganz viele verschiedene Herausforderungen von Kunden gelöst hat und sich immer wieder weitergebildet hat, hat einen unglaublichen Schatz an Wissen im Kopf. Dann liegt es doch nahe, diesen Schatz mit Hilfe eines Onlinekurses noch viel mehr Menschen zu einem günstigen Preis weiterzugeben, oder? Absolut. Und dennoch funktioniert es leider nicht immer so einfach, weil beim Erstellen und Vermarkten von Onlinekursen ganz eigene Gesetze gelten. Was als Buch im Buchhandel vielleicht gut laufen würde, muss als aufwändig gestalteter Videokurs nicht ebenfalls gut laufen. Anette Weiss von geldwert-finanz.de hat diese Erfahrung gemacht: Trotz professionell erstelltem Werbe-Video und hohen Investitionen in Facebook- und Google-Ads konnte sie ihren durchdachten, hochwertigen Onlinekurs nicht gut verkaufen. In diesem Gespräch analysieren die Ursachen für diesen „Misserfolg“ – und schauen, was die nächsten Schritte sind, um doch noch einen Erfolg draus zu machen.


Folge hier anhören oder herunterladen:

Die im Podcast genannten Links:

Hintergrundinfos und Überblick zum Interview:

Auf Anette bin ich aufmerksam geworden durch ihren Artikel „Ist virtuelles Unternehmertum eine Sackgasse?“ auf ihrem übrigens auch sonst lesenswerten Blog. Nach einem kurzen Chat auf Facebook haben wir uns spontan zu einem Interview verabredet. Herausgekommen ist ein wirklich spannendes Gespräch darüber, wie der Wunsch nach passivem Einkommen und Weitergeben des wertvollen eigenen Wissens zu einem Onlinekurs führt – und wieso dieser dann trotz vieler Dinge, die „wie im Lehrbuch“ zu sein scheinen trotzdem scheitert.

Natürlich lässt Anette den Kopf nicht hängen – dafür ist sie viel zu sehr Profi und mit Leib und Seele Unternehmer – und schaut in die Zukunft. Aus „Misserfolgen“ kann man lernen – und geht daraus gestärkt hervor. Die Kurs-Unterlagen sind ja jetzt vorhanden und fertig erstellt – da lässt sich doch etwas draus machen?! Als Selbstlernkurs hat es nicht funktioniert – was sind die Alternativen dazu? Was sollte Anette an ihrem Marketing verändern, damit der Kurs sich zukünftig besser verkauft? Über diese und andere Fragen sprechen wir hier.

Ihren Onlinekurs „Finanzbildung Online“ findest du hier – und auch das tolle, professionell erstellte Marketing-Video. Wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.

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Wenn dir dieses Interview gefallen hat, freue ich mich über Kommentare, Feedback oder Diskussionsbeiträge unten im Kommentarbereich!

Herzliche Grüße

Marit Alke

 

 

 

18 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Marit, liebe Anette,

    Ein sehr spannendes Interview. Ich finde die Abgrenzung zu den typischen Online-Marketern sehr wichtig – die meisten von uns übernehmen zwar einige dieser Strategien, aber nicht ihre Philosophie. Die passt einfach nicht zum Coaching. Auch beim von ihnen propagierte Lebensstil (man denke an die 4-Stunden-Woche von Ferris) denke ich immer: Das möchte ich doch gar nicht. Auf der Insel hocken, Cocktails trinken und den Leuten mittels Sales-Funnel ein Produkt andrehen. Weil es eben oft wirklich ein Andrehen ist – diejenigen, die mit Online-Marketing alleine genügend Geld verdienen verkaufen meist den üblichen Traum vom schnellen Geld (meist wiederum durch Online-Marketing) oder schlanken, fitten Körper (ich kenne kaum jemanden, der ausserhalb dieser Themen mit Online-Kursen wirklich ein rentables Geschäft aufbauen konnte. Wer es mit anderen Themen geschafft hatte, hatte meist zuvor bereits eine grosse Community.

    Dann finde ich den Begriff „passives Einkommen“ auch völlig falsch. Klar, das Produkt wird nur einmal produziert – aber danach muss es ständig beworben werden. Das Affenbuch von Gordon und Team steht und ich finde es ein gutes Beispiel für ein gutes Produkt – aber es verkauft sich, weil fast täglich neue, qualitativ hochwertige Blogposts und Podcasts erscheinen, über die immer wieder darauf hingewiesen wird. Das gleiche gilt ja für dich Marit – deine Kurse verkaufen sich, weil du eben nicht passiv bist, sondern für uns immer wieder sehr viel Wert kostenlos zugänglich machst bis wir das Gefühl haben: Ich muss von der mal was kaufen :-)

    Alles in allem finde ich das Vorhaben, durch einen Online-Kurs alleine Geld zu verdienen in etwa gleich wahrscheinlich oder sogar etwas unwahrscheinlicher, als den Plan, als Autor richtig gutes Geld zu verdienen. Klar gibt es Beispiele dafür, klar gibt es Bestseller-Autoren – aber es gibt eigentlich in Deutschland mehr Leute, die durch Lotto-Spielen Millionäre wurden als durch das Schreiben von Büchern oder das Erstellen von Online-Kursen.

    Aber ein Online-Kurs kann ja zum Glück noch für ganz viele weitere Dinge eingesetzt werden: Er kann eine Ergänzung sein, er kann dazu dienen, sich bekannt zu machen, sich und seine Arbeit vorzustellen und dadurch Vertrauen aufzubauen, sich zu vernetzen etc.

    Anette, du gibst ja auch Seminare. Hast du dir schon überlegt, einen Teil des Online-Kurses kostenlos zugänglich zu machen und über den Kurs für deine Seminare zu werben?

    Liebe Grüsse
    Fabian

    • Hallo Fabian,

      danke für deine ausführliche Antwort! Ja, genau, das wollen wir gar nicht – an irgendwelchen automatisierten Prozessen herumfummeln. Mich jedenfalls kickt es kaum.

      Also, was deinen Lotto-Vergleich angeht: Das zu ändern ist doch genau meine Mission!!
      Ich möchte dafür sorgen, dass auch Onlinekurse zu „normalen“ Coaching- und Beratungsthemen für beide Seiten funktionieren: Für die Teilnehmer, weil sie in einem gut gemachten Prozess besser vorankommen als mit jedem punktuellen Präsenz-Workshop – und für die Anbieter, weil sie damit ordentliches Geld verdienen können.
      Und – ganz unbescheiden – denke ich, dass ich damit schon ein ganzes gutes Stück vorangekommen bin :)

      Millionär wird man damit sicher so schnell nicht, aber einen guten Stück vom Jahresumsatz kann man mit erfolgreichen Onlinekursen (auch jenseits der Geld-im-Internet-Nische) verdienen. Wie gesagt, daran arbeite ich quasi täglich, dass das möglich wird. :)

      Lieber Gruß
      Marit

      • Liebe Marit

        Vielen Dank für deine Antwort :-)

        Ja – es braucht vielleicht einfach noch ein wenig Zeit, viele hochwertige Online-Kurse auf dem Markt und Menschen wie dich, damit es auch im deutschsprachigen Raum üblich wird, so etwas zu kaufen.

        Es ist komisch, aber ich bemerke sogar bei mir selbst bei Online-Kursen eine grosse Hemmung, diese zu kaufen – obwohl ich selbst Online-Kurse anbiete. Drei bis vier Bücher pro Monat zu kaufen erscheint mir völlig normal und ich denke kaum über das Geld nach – bei einem Online-Kurs hingegen wäge ich sehr genau ab, ob ich das wirklich, wirklich brauche. Am Ende gehe ich dann doch auf Amazon, schaue nach, ob es vom jeweiligen Autor ein Buch gibt – und kaufe mir das Buch.

        Vielleicht wäre es spannend, sich mal genauer mit der Frage zu befassen, was Menschen davon abhält, Online-Kurse zu buchen. Ich glaube bei mir ist es, dass ich die Qualität im Vorfeld weniger gut abschätzen kann – ähnlich wie bei Büchern, die im Selbstverlag erscheinen. Dazu trägt auch bei, dass man kaum unabhängige Empfehlungen findet (Bücher kaufe ich meist aufgrund aussagekräftiger Rezensionen).

        Doch selbst, wenn ich überzeugt bin, dass der Kurs gut ist, hält mich die Verpflichtung davon ab. Das Buch kann ich ungelesen rumliegen lassen – beim Online-Kurs werde ich ständig daran erinnert, dass ich mich mit dem Thema befassen sollte (Ich bin mir bewusst, dass das eigentlich ein Vorteil wäre, aber es stresst mich :-)

        Vielleicht könnte man solchen Nicht-Kauf-Gründen besser Rechnung tragen, wenn sie bekannter sind?

        Viel Erfolg mit deiner Mission :-)

        Liebe Grüsse,
        Fabian

        • „Doch selbst, wenn ich überzeugt bin, dass der Kurs gut ist, hält mich die Verpflichtung davon ab.“ –> Das ist genau die Krux mit Kursen und Fitnessstudios! ;-)
          Wenn man den Kurs machen würde, wüsste man ja, dass man daraus Konsequenzen ziehen müsste. Die Konsequenzen sind uns aber schon unangenehm, bevor wir sie überhaupt kennen…
          Und wenn ich den Kurs bezahle, aber nicht konsequent mache, würde ich mich ja vor mir selber outen müssen: Anscheinend will ich ja doch nicht wirklich an das Thema ran, irgendetwas hält mich ab. Und wir wissen dabei genau: es liegt an einem selbst, nicht am Thema. Diese Erkenntnis ist unangenehm.
          Mittlerweile bin ich für mich soweit, mir einzugestehen, dass mein Leidensdruck (oder meine Neugier) dann wohl doch nicht groß genug ist – und ich warten muss, bis ich soweit bin. Einzig das Jammern (über den Umstand/Zustand, den ich hätte ändern können) gestehe ich mir dann nicht mehr zu. ;-)
          LG Anette

  2. Vielen Dank für dieses richtig gute Interview!
    Ich habe so oft genickt und gedacht, wie gut es ist, dass ihr da offen drüber redet.
    Besonders natürlich bei der Preisgestaltung. Denn gerade Frauen haben große Schwiergigkeiten ihre Preise wirklich so zu gestalten, dass es sich auch rechnet…..
    Es war wirklich interessant euch beiden zuzuhören.

    • Hallo Uta,

      danke für dein Feedback! Das kenne ich auch, dass ich beim Hören von Podcasts mit dem Kopf nicke und vor mich hin schmunzle ;) – schön, dass wir das schaffen konnten.

      Lieber Gruß
      Marit

  3. Das war ja wieder richtig spannend!

    Mein Schlüsselsatz aus diesem Interview ist „Die Internetmarketer setzen nicht auf langfristige Kundenbindung“. Ja, ja, ja! Genauso finde ich das auch. Deshalb gehen mir, als Leserin, diese deutlich spürbaren Verkaufsfunnels so auf den Keks und ich scheue mich, das für meine Produkte im Verkauf so anzuwenden wie die „reine Lehre“ angeblich vorgibt. Aber du, Marit, hast total recht. Wir sind halt mit Herzblut bei unseren Kunden und wollen langfristig mit ihnen arbeiten. Absolut richtig für mich.
    Habe wieder viel gelernt und mich oft bestätigt gefühlt.
    Schönes Beispiel mit Anette Weiß,

    vielen Dank,
    Barbara

    • Hallo Barbara,

      das ist klasse, dass du einen Schlüsselsatz aus dem Interview herausgezogen hast! Die „reine Lehre“ ist ja überhaupt keine solche – sie ist uns nur so präsent, weil es halt eben „Marketer“ sind, die sie in die Welt setzen – sprich: Sie vermarkten ihre Botschaften gut. Aber ich bin ihnen gut auf den Fersen und stelle meine / unsere Sicht dagegen. Es geht uns um Prozesse, die den Kunden wirklich helfen – und nicht vorrangig um’s Vermarkten.

      Lieber Gruß
      Marit

  4. Hallo Fabian,

    danke für deinen wunderbaren Kommentar zu unserem Interview! :-)
    Ja, das mit den freien – also kostenlosen – Inhalten habe ich schon überlegt und die Beispielvideos, in denen man sehen kann, wie es im Kurs zugeht, sind bereits frei zugänglich. Ich möchte das auch noch ein bisserl aufbohren, bzw. im geführten Coachingkurs fange ich auch mit einem Freebie an (und will noch zwei mehr herstellen).
    Liebe Grüße schickt
    Anette

  5. Super Interview, auf allen Ebenen (Thema Geld, Online Business, passiv vs skalierend, …), gute Erkenntnisse.
    Super Artikel auch von Anette. Ich wollte ganz viel anmerken, aber Fabians Ausführungen oben bringen mir das meiste schon auf den Punkt.

    Je nachdem, was man coached, geht es vielleicht doch weniger um „hi-tech“, als eher um „hi -touch“. Obwohl, es reicht meist, wenn man einfach nur ein klein wenig in touch ist.

    • Hallo Michael,

      danke für dein tolles Feedback – schön, dass es dir so gut gefallen hat. Das mit dem „Hi-Touch“ statt „Hi-Tech“ gefällt mir gut :)

      Lieber Gruß
      Marit

  6. Vielen Dank Euch Beide für dieses erhellende Interview!

    Für dich, Anette, könnte vielleicht eines erhellend sein: Hätte ich irgendwo eine Anzeige gesehen über einen Kurs, der „Finanzbildung online“ heißt, hätte ich darüber hinweg gelesen (selbst wenn in der Unterzeile etwas mehr erklärt wird). Ich hätte gedacht, das ist vielleicht eine Schulung für Menschen, die Finanzberater werden wollen. Der Titel des Kurses spricht kein Bedürfnis von mir an. Wenn ich mir aber die Website dahinter anschaue (was ich aber nur getan habe, weil ich den Podcast hier gehört habe), hätte ich gesehen, dass da für mich als Selbstständige ganz viel wertvolles Wissen liegt.

    Auch in dem supergut gemachten Info-Video zu dem Kurs werde ich nicht „am Nerv“ gepackt.

    Ansonsten finde ich deine Seite und dein Angebot richtigrichtig gut. Danke für die vielen Infos, die man dort abholen kann.

    Herzlich
    Sylvia

    • Hallo Sylvia,

      das sind sicher sehr wertvolle Hinweise für Anette. Eine nutzenorientierte – und vor allem zugespitzte – Überschrift ist mega-wichtig für einen Onlinekurs. Dieses Beispiel zeigt es mal wieder. Danke für dein Feedback!

      Herzliche Grüße
      Marit

  7. Liebe Marit, liebe Anette,

    vielen Dank für dieses gute und wichtige Interview.
    Auch ich haben beim zuhören geschmunzelt und zustimmend genickt.

    Im Internet gibt es viele, die das „passive Einkommen“ und das Online Business als etwas einfaches darstellen, dass man vielleicht sogar nebenbei erledigen kann.

    Aber nein. Das ist definitiv nicht so.

    Ihr habt es beim Namen genannt: Die Büchse der Pandora.
    Ein Bild, dass ich selbst auch gern verwende.

    Du musst nur zwei mal pro Woche einen Blogartikel, auf Social Media werben, einen Lead-Funnel einrichten, ein paar automatisierte Emails planen, Landing Pages erstellen, Advertising, Conversion-Optimierung usw… Ist alles möglich, aber „Man muss dafür einen komplett neuen zweiten Beruf lernen“. Das glaube ich auch.

    Ich freue mich darüber, dass ihr das Thema angesprochen habt.
    Es soll ja nicht abschrecken, aber das Bewusstsein schärfen.

    Danke Marit, danke Anette.

    Weiter so und viel Erfolg dabei!
    Sebastian

    • Danke Sebastian,

      für dein tolles Feedback! Wenn wir erreicht haben, dass du beim Hören schmunzelst, ist doch schon viel erreicht. :) Nein, mal im Ernst: Ja, du hast recht, es ist im Grunde ein „neuer Beruf“. Man kann wohl nebenbei hineinwachsen, das denke ich schon – dann aber bitte mit dem nötigen Realitätssinn, was Geschwindigkeit und Umsätze etc. angeht.

      Mir ist sogar ehrlich gesagt ganz lieb, wenn ich auch mal einige Leute abschrecke. Diejenigen, die sich schnelles, automatisiertes Einkommen erhoffen sind bei mir einfach nicht richtig – die finden woanders bessere „Mentoren“. :) Bewusstsein schärfen – das will ich gern.

      Ich fand auch, es war ein gutes Interview mit vielen wichtigen Punkten – die spontanen sind meist die besten.

      LG und bis bald
      Marit

  8. Hallo Frau Alke,
    ein sehr interessantes und hilfreiches Interview – vielen Dank, auch an Frau Weiss! Ich finde es toll und mutig, dass hier auch mal über die Misserfolge in diesem Bereich gesprochen wird. Ich bin ziemlich sicher, dass die „Misserfolgs-Quote“ bei vielen dieser „Mit Podcast/Blog/Video etc. Geld-verdienen“ Selbstlern-Kursen dramatisch hoch ist. Ich habe mir bspw. oft die Referenzen dieser Kurse mal daraufhin angesehen, wer denn nun wirklich einen Podcast/Video etc. veröffentlicht – die Quote war sehr, sehr gering! Das hat mich stutzig gemacht.
    Ich vermute, viele Online-Programme – ohne Namen zu nennen – nutzen einfach den typischen „First come, first sell“ Effekt beim Thema Online-Marketing. Ich bin sicher, in 2 Jahren lässt sich kein Geld mehr machen mit diesen Selbstlernkursen a la „Reich werden mit Podcast / Bloggen / Videomarketing etc -Programm“, weil dann der Markt abgegrast ist. Diese Programme verkaufen sich meines Erachtens nur über den „Schnell und leicht-Geld-verdienen-Effekt“.
    Das Ganze ist so sinnvoll, wie wenn Stephen King als erstes Buch „Wie werde ich ein weltweit bekannter Horror Schriftsteller?“ geschrieben hätte. Ganz aktuell scheint sich in dieser „Marketing Szene“ der Begriff vom „passiven Einkommen“ zum „Lifestyle Entrepreneuer“ zu wandeln, das klingt natürlich noch cooler – baut aber auf den gleichen, meines Erachtens falschen Prämissen auf, was den Kunden natürlich nicht erklärt wird, sonst würde es sich ja nicht verkaufen (daher halte ich das für ethisch ziemlich fragwürdig).
    Danke nochmals und Ihnen viel Erfolg weiterhin!
    Markus Fischer
    PS: Damit kein Missverständnis aufkommt: Meine kritischen Ausführungen beziehen sich NICHT auf Ihr Angebot, da ich bisher hier immer handfeste Infos und Hinweise und keine (falschen) Versprechungen bekommen habe!

    • Hallo Markus Fischer,

      danke für Ihren Kommentar und die Einschätzung des Marktes! Ich persönlich glaube nicht, dass der Markt irgendwann „abgegrast“ sein wird – es werden immer wieder neue Leute auf den Trichter kommen, sich im Internet selbständig zu machen, und die „stolpern“ natürlich als erstes über die heiss beworbenen Kurse (und kommen erst später zu mir und meinen anderen, eher dezenter auftretenden Kollegen mit mehr Tiefgang :) ). Das ist ja leider gerade das Problem, dass immer neue Leute „nachwachsen“.

      Über Selbstlernkurse ist die Umsetzungsquote natürlich enorm gering, das ist in der betrieblichen Bildung längst erkannt und dort wird schon seit Jahren (Jahrzehnten kann man fast sagen) auf „Blended Learning“ oder auf betreute Selbstlernprogramme gesetzt. Ich bleibe dabei: Die meisten Themen lassen sich über vernünftig betreute Onlinekurse, mit Community, ein wenig Zeitdruck und im Rahmen der Community möglichen individuellen Betreuung am besten vermitteln. Ist halt für den Endverbraucher logischerweise teurer – daher greifen die erstmal zu den Supersonderpreis-Angeboten.

      Das soll uns nicht davon abhalten, wirklich GUTE Onlinekurse zu entwickeln – und die mit ethisch sauberen Methoden an die richtigen Menschen zu verkaufen :)

      Herzliche Grüße
      Marit Alke

  9. Hallo Marit,

    es tut gut, auch mal einen kritischen Artikel zu dem Thema zu lesen. Ich selbst arbeite seit über 10 Jahren erfolgreich im Coaching- und Trainingsbereich und habe aus dieser Praxis heraus mit einer Kollegin ein Buch geschrieben, wie ein sehr unterschiedlicher Marketingmix im online- und offline Bereich unser Business erfolgreich gemacht hat und etablierte. Das Thema Selbstlernkurse ist (noch) nicht dabei. Spannend finde ich, dass im Moment sehr viele „Berater“ sich die Zielgruppe der Coaches und Trainer ausgesucht haben, und diese mit ihrem Wissen über Marketing „beglücken“. Noch spannender meine ganz persönliche Wahrnehmung, dass oftmals keine eigene „Feldkompetenz“ in diesem Business existiert, sprich die Erfahrung fehlt, sondern eher „Marketing“ verkauft wird.

    Ich habe einen Blogartikel über meine ganz persönlichen Erlebnisse mit oben genannter Thematik geschrieben. Dieser ist natürlich rein subjektiv, vielleicht aber doch hilfreich für den ein oder anderen, der nach Marketingkompetenz im Coaching- und Trainingsbereich sucht.

    http://www.coaching-ausbildung-kompakt.de/blog/item/134-brauchst-du-als-coach-ganz-dringend-nachhilfe-in-punkto-social-media-oder-online-marketing.html

    Schöne Grüße,

    Peter

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