Was kommt nach dem ersten Onlinekurs? [OBL027]

 

Kostenlose 3-teilige Webinar-Reihe-5Der erste Onlinekurs hat eine ganz besondere Magie, die Pilot-Teilnehmer sind oft über Jahre unvergessen, die Energie für den ersten Kurs besonders hoch. Und wie geht es weiter, wenn der erste Kurs fertig ist? Welche Möglichkeiten tun sich da auf? Welche neuen Herausforderungen warten dann? Feststeht: Es ist ein ganz neues Universum, was sich da auftut. Auf einmal sind da viel mehr Wahlmöglichkeiten und Chancen als vorher. Und gleichzeitig birgt genau das auch wieder die Gefahr des Verzettelns und den Fokus aus den Augen zu verlieren. Und genau dieser Fokus ist das entscheidende Puzzlestück, das darüber entscheidest, ob du weiter Freude an deinen Kursen hast – oder ob die Luft nach einem kurzen Höhenflug schnell wieder entweicht.


Folge hier anhören:

Der Inhalt der Folge in Textform

Der schriftliche Part ist etwas kürzer als die Podcast-Folge – aber das Thema ist zu wichtig, deswegen in beiden Varianten.

Das Feld der Möglichkeiten

Wenn der erste Kurs mit den Pilotteilnehmern an Bord erstmal läuft, hast du bis dahin jede Menge jede Menge erreicht:

Du hast gelernt, wie man sehr fokussiert auf ein Datum und ein konkretes Ziel hin die Prinzipien des Online-Marketing nutzt (durch deinen Launch),du hast viele neue Tools und Medien ausprobiert und auch einige wieder verworfen, weil sie nicht zu dir passen, du hast dein Wissen in eine strukturierte Form gebracht und deinen Stil gefunden für die Erstellung von Medien.

Und du hast erlebt, wie gut du Teilnehmern voranhelfen kannst, auch wenn du nicht die ganze Zeit anwesend bist – und auch, wie schnell Vertrauen entsteht, auch wenn man sich nicht in die Augen sieht.

Nicht zuletzt hast du deine Sichtbarkeit und deine Liste durch den Launch vergrößert. Vor allem aber hast du das gute Gefühl gewonnen: „Ich kann Onlinekurs!“ :)

Auf dieser Basis eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, weil die vorhandenen Puzzlesteine jetzt ergänzt, ersetzt, weggelassen, neu kombiniert werden können.

Wenn du zu deinem Thema einmal dein Wissen für deinen ersten Kurs materialisiert hast, kannst du das auf verschiedene Weise weiter nutzen:

  • Aus den Folien, die du für Webinare verwendet hast, kannst du mit wenig Aufwand Lern-Videos erstellen
    (bitte keine ungeschnittenen Aufzeichnungen als Kurs-Unterlagen verwenden! Ich persönlich finde das ganz schlechten Stil und wenig Service-Bereitschaft für die Kurs-Teilnehmer)
  • Aus Lern-Texten kann mit wenig Aufwand zusätzliche Lern-Audios entstehen.
  • Aus den Arbeitsblättern kann ein Arbeitsbuch entstehen, das als Buch / E-Book verkauft werden kann.
  • Die Kurs-Unterlagen können in der Arbeit mit Einzelkunden verwendet werden.
  • Es kann ein Premium-Kleingruppen-Kurs daraus werden (Mastermind/Erfolgsteam + Kurs-Unterlagen).
  • Der Kurs kann ausschließlich als Selbstlernkurs angeboten werden – dann fokussierst du dich darauf, einen funktionierenden „Evergreen-Launch“, also einen automatisierten, funktionierenden Marketing-Prozess zu bauen.
  • Es kann ein Mitgliederbereich aus deinem Teilnehmerbereich werden, in dem neue Mitglieder in den ersten Monaten nach und nach die Unterlagen freigeschaltet bekommen und jederzeit zur Community dazu kommen können – auch in diesem Fall wirst du deinen Fokus dann zunächst darauf richten, einen Marketing-Prozess zu gestalten, denn bei Membership-Bereichen braucht es eine kritische Masse an Teilnehmern, damit das Konzept aufgeht.
  • Du kannst Kooperationspartner suchen, die den Kurs mit dir gemeinsam durchführen und/oder vermarkten.

Oder du kannst den Kurs auch einfach ein zweites, drittes, viertes Mal wieder durchführen.

Toll, so ein Feld an Möglichkeiten, oder? Als mein Pilot-Programm gut angelaufen war, die Teilnehmer gut vorankamen und ich alle meine Kurs-Medien fertig erstellt hatte, breitete sich in mir dieses großartige Gefühl von Wahlfreiheit aus. Ich hatte tausend Ideen, wie ich von dieser neu erklommenen Stufe aus weitermachen könnte. Und es boten sich auch auf einmal von außen jede Menge Möglichkeiten an…

Doch – was davon macht wirklich Sinn? Wie sollte es nach dem ersten Pilot-Durchlauf deines Kurses weitergehen? Ist es wirklich schon der richtige Zeitpunkt, etwas Neues zu starten?

Um das Potenzial deines Onlinekurses voll auszuschöpfen, plädiere ich dafür, noch nichts Neues anzufangen und dich bei den vielen neuen Ideen stark zurückzuhalten! Ich weiss, das ist auch eine Herausforderung – und eine ungewohnte dazu. Daher möchte ich dir hier ein paar Tipps geben, wie du auch nach dem ersten erfolgreichen Durchlauf weiter auf deiner Spur bleibst.

Der zweite Launch

In jedem Fall macht es Sinn, deinen Kurs nach dem Pilot-Durchlauf, der ja auch dem Austesten und Optimieren diente, ein weiteres Mal durchzuführen. Diesmal zum Normalpreis und ohne den Hinweis darauf, dass es sich um einen ersten Durchlauf handelt. Jetzt hast du eine deutlich vergrößerte Folgerschaft und kannst mehr interessierte Menschen erreichen – nutze das für einen zweiten Launch!

Und diesmal kann deine volle Power in diesen Launch fließen! All‘ deine Kreativität kannst du in das Gestalten eines aufmerksamkeitsweckenden Marketing-prozess fließen – denn, deine Kurs-Unterlagen sind ja weitgehend fertig oder können mit wenig Aufwand optimiert werden. Du kannst eine größere Gruppe an Bord nehmen und die Betreuungs-Intensität ggf. reduzieren.

Absolut wichtig ist diese Erfahrung von mir, die ich auch bei Teilnehmern mache: Dein zweiter Launch sollte keinesfalls „einfach so“ und nebenbei laufen! Selbst wenn sich 10 Leute bei dir gemeldet haben, dass sie ja so schade fanden, dass sie am Pilotkurs nicht teilnehmen konnten und sagen, dass sie beim nächsten Mal gern dabei wären: Von diesen 10 buchen erfahrungsgemäß maximal 2. Verlasse dich also nicht auf die Interessens-Bekundungen von Einzelnen – sondern gehe deinen zweiten Launch wie ein zweites Projekt an und plane entsprechend Zeit ein.

Das coole an dem zweiten Launch: Jetzt verdienst du richtig Geld! Während der Pilotkurs noch sehr arbeitsintensiv war und noch dazu mit einer kleineren Gruppe und zu einem ggf. geringeren Preis angeboten worden ist, kannst du jetzt deine Investitionen wieder reinholen. Das sollte Motivation genug sein, den zweiten Launch mit der nötigen Ernsthaftigkeit anzugehen, oder? :)

Dann erreicht mich oft die Frage – und die hatte ich mir auch selbst gestellt: Kann ich denn einfach die Launch-Aktion wiederholen, die ich für den Pilotkurs genutzt hatte? Sind die Leute nicht gelangweilt, wenn sie die gleichen Inhalte wieder bekommen? Ja, das kannst du! Nein, das sind sie nicht (bzw. wenn das so ist, sind sie eben einfach nicht nochmal dabei).

Es hilft, dir klar zu machen, dass immer neue Leute auf dich aufmerksam werden – die dann eben gerade in der Situation sind, in der der Kurs sie abholt. Und es gibt auch immer wieder Leute, die sich deine kostenlosen Launch-Inhalte mehrfach konsumieren – beim zweiten und dritten Mal dann im Optimalfall aber zusätzlich auch als Multiplikatoren auftreten und deine Launch-Angebote weiter empfehlen. Du ziehst mit deinen Inhalten immer weitere Kreise, deine Reichweite erhöht sich mit jedem neuen, gut gemachten Launch.

Planbares Jahreseinkommen

Der große Charme dieses Vorgehens, einen Kurs mehrfach zu launchen, ist, dass du bald Erfahrungswerte bekommst, wie viele Teilnehmer du mit welchen Marketing-Maßnahmen erreichen kannst. Auf einmal bist du in der Lage, rückwärts zu rechnen – und von einem gewünschten Jahresumsatz für deine Kurse ausgehend zu rechnen, wie viele Teilnehmer du brauchst. Und dann kannst du überlegen, was du tun musst, um diese Teilnehmerzahl zu gewinnen.

Das ist bei mir das erste Mal in meiner Selbständigkeit gewesen, nach dem zweiten Durchlauf, dass ich so etwas wie einen Businessplan schreiben konnte. Das ist ja ansonsten immer nur Kaffeesatz-Leserei für uns Solo-Unternehmer. Wenn du allerdings einmal wiederholbare Prozesse und wiederverwendbare Materialien geschaffen hast, kannst du auf einmal besser planen.

Wann ist Zeit für den nächsten Kurs?

Dies ist eine wichtige Frage! Denn wenn du hier zu schnell zum neuen Thema weiter-wanderst, dann vergibst du viel Potenzial mit deinem ersten Kurs. Viele haben nach dem ersten Kurs soo viele Ideen – und das ist nur zu verständlich. Das ging mir genauso. Gleichzeitig kommen durch die größere Sichtbarkeit auf einmal auch jede Menge Chancen von außen: Kooperations-Anfragen, Gastartikel, hier mitmachen, da mitmachen – da wird der eigentlich ganz frische, neue Kurs, der noch nicht mal richtig läuft, ganz schnell zum uninteressanten alten Eisen.

Mein Tipp an dieser Stelle: Widersteh diesen Versuchungen! Und lerne „nein“ zu sagen oder Chancen auf später zu verschieben.

Die Zeit für den nächsten Kurs ist meiner Meinung nach erst dann, wenn der erste richtig solide läuft. Wenn du einen wiederholbaren Prozess geschaffen hast, mit dem du zuverlässig Kunden für deinen Kurs gewinnen kannst. Das dürfte nach dem dritten Durchlauf deines Kurses der Fall sein, beim zweiten Launch wirst du noch damit beschäftigt sein, den Prozess zu optimieren.

Ausnahmen gibt es natürlich immer, und wenn ich von Onlinekursen rede, dann meine ich meist komplexere, betreute Kurse und nicht die kleinen Softtware-Tutorials, die es ja auch gibt. Wenn du natürlich eher solche Mini-Kurse erstellst und die beispielsweise über Udemy vermarktest, dann wirst du sogar ständig neu produzieren müssen, um da einen guten Umsatz mit zu machen.

In der Regel ist die Zeit für den zweiten Kurs also deutlich später als du es denkst.

Schöpfe das volle Potenzial deines ersten Kurses aus: Bleib dran! So bleibt deine Energie frisch für deinen Kurs

Wie kannst du an deinem einmal geschaffenen Kurs weiter Freude haben und dran bleiben, obwohl du eigentlich schon etliche Ideen für neue Baustellen und Chancen für Neues hast? Hier mal ein paar Ideen:

  • Am besten schöpfst du das Potenzial deines ersten Kurses aus, wenn du sowohl den Kurs immer weiter verbesserst, die Teilnehmer immer wieder mit Bonus-Inhalten überrascht und gleichzeitig auch den Marketing-Prozess immer weiter optimierst. Beides braucht Kreativität, neue Ideen, Mut für Neues – und kann entsprechend Spaß machen und den Drang nach neuen Dingen genauso befriedigen wie ein komplett neues Projekt!
  • Sieh‘ das Marketing als Teil deiner Wertschöpfung und nicht als davon getrennt an. So kannst du immer wieder neue kostenlose „Trainings“ entwickeln, die aber alle das Ziel haben, deinen Kurs zu vermarkten und zuverlässig mit Teilnehmern zu füllen.
  • Mache dir dein Warum immer wieder klar und besinne dich darauf, wie vielen Menschen du schon helfen konntest mit deinem Kurs – behalte das große Ganze im Auge. Mir hilft immer die Frage, wenn ich bei einem neuen Projekt unklar bin, ob ich das machen soll oder nicht, wenn ich mich frage, wie ich das wohl rückblickend aus der 5-Jahres-Perspektive betrachten werde.
  • Freu‘ dich doch einfach darüber, dass es mit deinem Kurs jetzt eine zuverlässige Einkommensquelle in deinem Business gibt – und dass immer wieder neue Menschen kommen, um diesen Weg mit dir zu gehen. Parallel können ja immer noch neue Ideen weiterentwickelt werden – aber den Fokus auf den einen Kurs solltest du nicht aus dem Auge verlieren.

Klar gibt es auch Situationen, wo es besser ist, loszulassen und besser einen radikalen Schnitt zu machen. In dem Fall würde der erste Kurs dann komplett „eingestampft“ – und alle deine Energie fliesst – mit Hilfe der gemachten Lernerfahrungen – in ein neues Projekt. Hauptsache, deine Energie fliesst in ein Projekt zur Zeit und nicht in viele, viele, zu viele gleichzeitig. Jedenfalls, wenn du Onlinekurse nicht nur als schnellen Kick, sondern als langfristige Investition in dein Business siehst.

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Was meinst du dazu? Es ist ja meine Sicht der Dinge. Wie siehst du das – was kommt nach dem ersten Onlinekurs? Oder was sollte optimalerweise danach kommen? Wie hast du selbst nach dem ersten Kurs weitergemacht, bzw. was denkst du aus heutiger Sicht, wirst du machen? Bin gespannt auf deine Sichtweise!

Herzliche Grüße

Marit Alke

 

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