Wann bist du erfolgreich mit Onlinekursen? Oder: Warum du deinen Erfolg nicht nur in Geld messen solltest [OBL025]

Wann bist du erfolgreich mit Onlinekursen? Oder_ Warum du deinen Erfolg nicht nur in Geld messen solltest-4

In dieser Podcast-Folge zeige ich dir, warum du den Erfolg deines Onlinekurses nicht eindimensional bestimmen solltest – und wie vielschichtig dieser Begriff interpretiert werden kann. Damit greife ich einen Blogartikel auf, in dem ich über die Dimensionen des Erfolgs geschrieben hatte – und der bei vielen Lesern einen wichtigen Aha-Effekt ausgelöst hatte. Der Punkt ist: Wie du Erfolg für dich definierst, bestimmt wiederum, wie zufrieden du mit dem bist, was du erreichst. Und da wir Solounternehmer unsere kleinen und großen Erfolge so dringend für unsere Motivation brauchen, bestimmt deine Definition von Erfolg auch darüber, wie gut du (trotz Schwierigkeiten) am Ball bleiben kannst.


Folge hier anhören oder herunterladen:

Die im Podcast genannten Links:

Der Inhalt der Folge zum Lesen:

Wenn du gerne lesen statt hören möchtest, kann ich dir erstmal sehr meinen Blogartikel empfehlen, den ich im Herbst letzten Jahres dazu geschrieben habe: Wann bist du erfolgreich? Die drei Dimensionen des Erfolgs bei Onlinekursen

Die Podcast-Folge ist in zwei Abschnitte unterteilt: Im ersten erzähle ich dir eine persönliche Geschichte von mir, die mit dem „erfolgreich sein“ und Gefühlen zu tun hat – und möchte dir damit vor allem Mut machen, dich eben immer wieder zurückzubesinnen auf dich selbst und deine eigene Definition von Erfolg.

Im zweiten Abschnitt geht es dann um die vier Dimensionen des Erfolgs, so dass du danach in der Lage bist, eigene Kriterien für deinen Erfolg daraus abzuleiten.

Trotz „Erfolg“ negative Gefühle

Ich habe gerade ein kleines Tief, ich geb’s zu. Mir fehlt ein wenig die Motivation, den Blog und den Podcast weiter mit Inhalten zu bestücken, ich fühle mich klein und unbedeutend und bin im „Vergleichsmodus“ gefangen.

Dabei bin ich eigentlich erfolgreich. Nach meinen eigenen Kriterien: Ich darf mich mit dem Thema beschäftigen, was mich am meisten fasziniert und habe mir gegönnt, meine Lernunterlagen für mein Flagschiff-Programm „Mein erster Onlinekurs“ komplett zu überarbeiten. Das macht Spaß und fühlt sich sehr gut an – ich habe mein Wissen gut sortiert im Kopf, weiss heute besser als vor drei Jahren, was ich weglassen und was ich unbedingt einbringen muss. Ich komme zwar langsamer voran als ich gedacht hatte, aber das bin ich ja schon gewohnt. ;)

Und es kommen auch tolle Teilnehmer an Bord, 20 haben sich zum heutigen Tag schon angemeldet – lauter tolle Menschen, erfahrene Selbständige, die jetzt ihr Wissen in einen Kurs verpacken wollen. Auch was das angeht, bin ich erfolgreich.

Und trotzdem – trotzdem fühle ich mich gerade nicht gut. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, meinen Podcast einfach einzustampfen, weil ihn ja anscheinend (den Rückmeldungen nach zu urteilen) nur wenig hören. Seit Mitte Januar sind nur 2 oder 3 neue Bewertungen dazu gekommen bei iTunes, was mich eigentlich nicht sonderlich interessiert hat, meine Motivation, immer neue Folgen rauszugeben, wurde von innen gespeist – und schwups sehe ich gestern bei einer frisch gestarteten Kollegin, dass die nach wenigen Wochen schon genauso viele Bewertungen hat wie ich. Nicht, dass ich es ihr nicht gönne, ihr Podcast gefällt mir sehr gut, darum geht es nicht. Diese kleine, eigentlich völlig unwichtige Entdeckung löste aber eine emotionale Kettenreaktion bei mir aus: Auf einmal fielen mir so viele andere Dinge auf, wo andere besser, schneller, weiter zu sein scheinen als ich

Auf einmal kommen Kriterien in mein Blickfeld, die mir für mein Business überhaupt nicht wichtig sind. Eigentlich. Ich werde verletzlich und identifiziere mich so total mit meinem Business, dass es mir nicht gut tut. Zum Glück bin ich ja schon etwas länger Solounternehmer – und ich weiss: Solche Zweifel-Attacken gehen wieder vorbei. Eigentlich brauche ich sie nur „auszusitzen“, der Fokus verschiebt sich bald wieder ganz wie von selbst.

Und mir hilft dann eben immer, mich darauf zu besinnen, was mir eigentlich wichtig ist und was ich für mein Business als Erfolg definiert habe. Und so kann sich dann meine persönlicher Wert wieder besser von dem Trennen, was mein Business-Ich ist. Daher habe ich heute diese Thema für diese Folge gewählt: Es hilft mir auch selbst wieder, den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

Denn, das sollte meiner Meinung nach das Ziel eines jeden Online-Unternehmers sein: Sein Business so aufzubauen, dass es nicht komplett mit der eigenen Person eins bleibt (was es zu Beginn normalerweise ist) sondern getrennt werden kann von der persönlichen Befindlichkeit und dem persönlichen Wert des Unternehmers. Ich rede nicht davon, das Business zu verkaufen und sich völlig überflüssig zu machen. Das finde ich schwierig, mir vorzustellen, wie das gehen soll, so als „Trainer-Preneur“, die wir ja sind und in das wir zwangsläufig auch unsere Persönlichkeit einbringen. Aber eben so professionell zu sein, dass nicht jede Statistik, jeder Kommentar, jede Einladung zu einer Kooperation direkt mit dem persönlichen Wert verbunden ist.

Manchmal rutscht man eben zurück in diese totale Verbundenheit mit dem eigenen Business – und genau das ist mir in den letzten Tagen passiert. Jetzt besinne ich mich wieder darauf, dass die ausbleibenden iTunes-Bewertungen nichts, aber auch gar nichts mit meinem Wert als Person zu tun haben – und weiter an dem Erfolg zu arbeiten, den ich mal definiert habe. :)

Die vier Dimensionen des Erfolgs

In diesem Teil wiederhole ich natürlich, was ich schon in dem Blogartikel geschrieben habe. Und füge eine vierte Dimension hinzu:

  1. Dein Onlinekurs ist erfolgreich, wenn er deinen Teilnehmern den versprochenen Nutzen –  und idealerweise sogar Nutzen darüber hinaus – stiftet. Das ist letztlich die nachhaltigste Dimension deines Erfolges, denn wenn du Teilnehmer hast, die mit deiner Hilfe eine echte Transformation schaffen, dann hast du die beste Basis für langfristige Kundenbeziehungen. Wenn du das erste Mal einen Onlinekurs anbietest, wirst du, was diese Dimension des Erfolgs angeht, wahrscheinlich noch etwas zweifelnd an die Sache herangehen: Denn du hast ja noch nie erlebt, wie du mit Hilfe eines Onlinekurses so eine Transformation anstoßen und begleiten kannst. Umso wichtiger, dass du die Lernziele deines Kurses so genau wie möglich vorab (aus deiner Expertensicht) beschreibst – um dann nach dem ersten Durchlauf deines Kurses kritisch hinzuschauen, ob es wirklich diese Lernziele oder evtl. andere, kleinere oder zusätzliche Lernziele sind, die Teilnehmer wirklich erreichen.
  2. Dein Onlinekurs ist erfolgreich, wenn du „viele“ Teilnehmer gewinnst und „guten“ Umsatz machst. Diese Dimension des Erfolgs wird ja eigentlich überall nach oben gehalten – sie scheint die einzig wahre zu sein. Immerhin ist dieser Teil des Erfolgs leicht messbar. Trotzdem ist es bedenklich, nur auf Umsatz und Teilnehmerzahlen zu schielen – denn gerade zu Beginn kann es sein, dass ein Kurs nicht beim ersten Versuch auf dieser Ebene erfolgreich ist. Mich schmerzt es um jeden Kurs, der dadurch eingestampft wird, weil er „nicht erfolgreich“ war oder „nicht funktioniert“ hat.
  3. Dein Onlinekurs ist erfolgreich, wenn du daran persönlich wächst und für die kommenden Schritte lernst. Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Dimension, gerade bei den ersten Kursen, die du anbietest. Dein Lernen ist ein Gewinn an sich! Das klingt so ein wenig nach „Trösten-wollen“, aber das meine ich nicht so. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass zielgerichtetes Auswerten von Lernerfahrungen und auch die erweiterten Fähigkeiten nach einem ersten Pilotkurs langfristig „bares Geld“ wert sind. Bei Software-Entwicklung wird nur so vorgegangen: Test am Markt – auswerten – verbessern / weglassen / anpassen – Test am Markt – auswerten – verbessern… usw. Genau so solltest du auch an das Hineinwachsen in dein Onlinebusiness herangehen.
  4. Dein Onlinekurs ist erfolgreich, wenn er dazu beiträgt, dass du dein Business deinem gewünschten Lebensstil anpassen kannst. Das ist mit dem Modewort „Lifestyle-Business“ gemeint: Dein Business richtet sich nach deinen Bedürfnissen – und nicht andersherum, du dich nach Bedürfnissen von anderen. Ich hatte schon öfter über verschiedene Formate von Onlinekursen gesprochen und darüber, welche Auswirkungen das auf dein Arbeitsjahr und deinen Arbeitsalltag hat. In dem Beitrag über Mein optimales Arbeitsjahr hatte ich begründet, warum ich ein großes Programm zweimal pro Jahr auf den Markt bringe – und warum ich so ungern von außen gesetzte Termine habe. Dir sind sicher andere Kriterien wichtig, wie z.B. engerer persönlicher Austausch zu deinen Teilnehmern, regelmäßige Umsätze oder was auch immer. Auch diese Dimension von Erfolg solltest du einbeziehen: Inwieweit ermöglicht dir dein Onlinekurs, dein Business in Zukunft stärker nach eigenen Vorlieben auszurichten?

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Das war eine recht persönliche Folge… Normalerweise richte ich mich weitgehend nach meinem Redaktionsplan – aber heute musste mal ein Thema auf den Tisch, nach dem mir gerade ist. :) Ich bin sicher, dass auch andere ähnliche Probleme und „Tiefs“ haben wie ich – und dass ich mit diesem Inhalte heute nicht nur mir selbst helfe, wieder auf die Spur zu kommen.

Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen zur Podcast-Episode – aus dessen schriftlicher Zusammenfassung ja schon fast ein Blogartikel geworden ist ;) – und darauf, dass du mir deine eigenen Erfahrungen berichtest, Aspekte ergänzt oder einfach nur auf dein spontanes Feedback!

Herzliche Grüße

Marit Alke

 

PS: Gordon Schönwälder hat hier ein kleines Mini-Tutorial dazu erstellt, wie man auf iTunes Bewertungen für einen Podcast abgibt, auch wenn man keinen Apple hat und bisher bei iTunes nicht angemeldet ist. Mein Podcast – und alle anderen Podcasts, die du gerne hörst – freuen sich über eine Bewertung!

 

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