[Tooltipp] Mit diesem Plugin macht das Erstellen von Landingpages in WordPress Spaß (+ Vergleich mit Optimizepress)

Landingpage Plugin

Vor kurzem habe ich die Verkaufsseite für mein bald startendes Programm erstellt – und bei solchen Gelegenheiten, wenn es wirklich darauf ankommt, zeigt sich meist, wie gut ein Tool wirklich ist. In meinem Fall sollte ein individuelles Design-Konzept umgesetzt werden, es konnte also nicht einfach ein fertiges Template genommen und ein wenig angepasst werden. In diesem Fall hat der ThriveThemes Landingpage Builder die „Nagelprobe“ bestanden: Ich bin weitgehend begeistert, hab‘ auch ein paar Nachteile festgestellt – und möchte euch dieses empfehlenswerte Plugin in diesem Artikel vorstellen. Da ich vorher mit Optimizepress gearbeitet habe, kann ich hier auch teilweise Vergleiche anstellen.

Wann brauchst du ein Landingpage-Plugin?

Lass‘ mich erstmal kurz klären, für wen dieser Tool-Tipp überhaupt relevant sein könnte. Also:

  • Du nutzt WordPress für deinen Blog oder deine Webseite,
  • Du verwendest nicht eines der Themes, die sämtliche von WordPress vorgegebenen Design-Basics standardmäßig überschreibt (wie z.B. Divi oder Enfold. Auch das Optimizepress-Theme tut das). Diese Themes haben nämlich einen Landingpage-Editor quasi schon eingebaut und du brauchst kein zusätzliches Plugin.
  • Du möchtest gerne dein Theme weiter benutzen, das jeder Seite die gleiche Grundstruktur verpasst aus Menü, Seitenleiste und Co. – und dennoch bei einigen wenigen Seiten in der Lage sein, genau diese Standard-Design-Elemente auszuschalten und sie freier zu gestalten.
  • Du hast noch kein Plugin oder Lösung gefunden, mit der du zufrieden bist – natürlich musst du nicht wechseln, wenn sich ein anderes Tool für dich bewährt hat!

Wenn du nicht WordPress benutzt oder aus anderen Gründen nicht selbst gestalten möchtest, gibt es auch eine Unmenge gehostete Landingpage-Lösungen wie z.B. Leadpages oder Boxalino oder ähnliches. Diese Lösungen haben beispielsweise den Vorteil, dass du Landingpages nicht in deinem Dashboard hast (wer schon länger seine Webseite mit WP führt, weiss wovon ich spreche, weil immer neue Seiten dazu kommen und die Liste sehr lang wird). Auch wird bei Leadpages immer der Vorteil genannt, dass man die „Leadboxes“ verwenden kann um E-Mail-Adressen einzusammeln. Das kann der Thrive Content Builder allerdings auch. Dafür sind die Gestaltungsmöglichkeiten abseits der vorgegebenen Templates eingeschränkt und es kostet einen monatlichen Betrag, der solange fällig wird, wie du deine Landingpage(s) im Einsatz hast.

Und falls du dich jetzt fragst, warum man denn überhaupt für ein Plugin bezahlen sollte wenn man das doch bei den drei genannten „SuperThemes“ (Divi, Enfold, Optimizepress Theme) schon eingebaut haben kann, noch kurz mein Kommentar dazu: Ich weiss, dass diese Themes wegen der großen Anpassbarkeit viele Fans haben. Mich persönlich schreckt einfach der Gedanke, niemals wieder ein anderes Theme verwenden zu können, weil diese Themes nämlich alles „voll-coden“ und daher ein Text völlig unlesbar wird, wenn man auf ein anderes Theme umsteigen möchte. Ich empfehle das daher nicht – ich mag nämlich generell keine Abhängigkeiten… Aber das ist ja hier auch nicht das vorrangige Thema… ;)

So, der Einsatzbereich wäre jedenfalls mal geklärt. :)

Warum der Vergleich mit Optimizepress?

Es gibt mehrere Plugins, die dir ermöglichen, einzelne Seiten deines WordPress-Blogs zu Landingpages zu machen und ich habe einige davon getestet. Beispielsweise WP Profitbuilder* (funktioniert gut, überlädt aber die Mediathek und macht im Hintergrund zu aggressiv Werbung), Optimizepress (funktioniert ebenfalls gut, aber die Bearbeitung mit dem Editor macht leider bei komplexeren Seiten überhaupt keinen Spaß) und eben jetzt den Thrive Content Builder* (=Landingpage Builder, die Bezeichnungen variieren) von Thrive Themes.

Intensiver in Benutzung hatte ich nur Optimizepress (das Plugin, nicht das Theme, man kauft quasi beides und kann dann wählen) und den Thrive Content Builder – und beide erzielen gute Ergebnisse, mit beiden kann man sehr gut eigene Design-Vorstellungen umsetzen. Beide haben gute Vorlagen, auf die man aufbauen kann.

Das Highlight: Der WYSIWYG Editor

Das Besondere bei dem Thrive Content Builder ist wirklich der What-you-see-is-what-you-get-Editor: Man ändert etwas im Editier-Modus und was man sieht ist zu 100% das, was später auch die Besucher dieser Seite sehen.

In diesem kleinen Video kannst du sehen, wie das in der Anwendung aussieht:

Im Vergleich dazu ist der „Live-Editor“ von Optimizepress leider nur zum Teil WYSIWYG – man muss immer wieder zwischenspeichern und die Vorschau ansehen, um beispielsweise die Abstände zwischen den Absätzen, die genaue Platzierung des Textes usw. zu sehen (und dann wieder in den Editor zu wechseln und die Veränderungen vorzunehmen). Das ist super-nervig, zumal das auch immer eine kleine Weile dauert, bis die Vorschau geladen ist. Dieser Nerv-Faktor war genau der Grund dafür, warum ich den Umstieg gewagt habe..

Auf diesem Bild siehst du vielleicht, was ich meine:

Optimizepress Live Editor

Hier werden Elemente eingefügt in den jeweiligen „Rows“ und dadurch ist im Editor nicht zu erkennen, wie die Seitenaufteilung später wirklich aussieht. Außerdem muss eben immer erst der Zwischenschritt gemacht werden, in ein Element hineinzuklicken um es dann „im Hintergrund“ zu bearbeiten – während man beim Thrive Content Builder den Text direkt auf dem Bildschirm bearbeiten kann.

Ein paar Beispiele für Landingpages

Du hast bestimmt schon Landingpages von mir gesehen – hier mal eine kleine Palette:

Meine Verkaufsseite für mein Programm (die für den Content Builder jetzt die „Nagelprobe“ war, weil ich hier ganz spezielle Design-Vorgaben umsetzen wollte):

Verkaufsseite Mein erster Onlinekurs

Die Seite für die unverbindliche Voranmeldung für mein Programm, bei der ich ein vorhandenes Template in weniger als einer halben Stunde umgestrickt habe (eigenes Bild, eigene Schriftarten, Logo rein):

Pre-Liste Mein erster Onlinekurs

Die Seite, die man sieht, nachdem man sich bei mir in den Verteiler eingetragen hat. Hier habe ich ebenfalls ein vorhandenes Template genutzt und an meine Farbgebung angepasst:

Bitte bestätige kurz

Die Vorlagen von Thrive Themes nutzen

Der TCB kommt mit einer ganzen Reihe an Vorlagen für verschiedene Arten von Landingpages daher: Webinar-Einladungs-Seiten, „Bitte-Bestätige“-Seiten, Dankeseiten, Verkaufsseiten, Startseiten für Blogs, Anmeldeseiten für Freebies uvm.
Auf der Startseite für den Content Builder kannst du sie alle auch noch in groß ansehen (Video ausschalten und nach unten scrollen) – hier nur ein kleiner Ausschnitt.

ThriveThemes Content Builder

Es ist auch möglich, dein eigenes Template zu speichern, was ebenfalls praktisch ist, wenn du beispielsweise die Grundstruktur für die Webinar-Einladung immer gleich beibehalten willst. So mache ich es jedenfalls – und ändere dann nur die Texte und das Bild sowie das Datum natürlich.

So sieht bwps. eine Webinar-Einladungs-Seite von mir aus – die ich auch als „Custom Template“ gespeichert habe:

Anmeldeseite Webinar

Ich ändere immer das Bild, die Texte und natürlich muss auch beim Formular – das per API-Verbindung auf „magische“ Weise mit  meinem E-Mail-Marketing-Tool Getresponse verbunden ist – dann darauf achten, jedes Mal die richtige Kampagne auszuwählen (die vorher dort angelegt werden muss). So sind Webinar-Einladungsseiten mittlerweile schnell fertig.

Vorteile von ThriveThemes Content Builder

Einige Vorteile habe ich oben schon genannt: Es macht richtig Spaß, damit zu arbeiten, es sind schnell schöne, an das eigene Design angepasste Ergebnisse erzielbar, es gibt eine große Anzahl brauchbarer Vorlagen, die man sich gut an eigene Bedürfnisse anpassen kann. Das Plugin ist weitgehend intuitiv bedienbar (für mich jedenfalls, jeder hat ja eine andere Intuition :) ) und es gibt auch sehr gute Tutorials von ThriveThemes dazu.

Ein weitere Vorteil ist der richtig gute und schnelle Support (auf Englisch). Es gibt ein Support-Forum, in dem man schon viele Fragen den anderen findet und über die Suche dann meist schon damit weiterkommt. Wenn ich Fragen gestellt habe, wurden die zügig und meist hilfreich beantwortet. Nur bei einem Punkt hat der Support nur mit den Schultern gezuckt und konnte mir nicht wirklich weiterhelfen:

Und da sind wir schon bei dem Nachteil dieses Plugins: Bulletpoints / Aufzählungspunkte lassen sich sowohl farblich als auch von der Form her nicht ausreichend anpassen. Es geht wirklich nicht, der Support hat es mir bestätigt, man kann zwar eigene Bildchen hochladen und die vor einen Text setzen – aber die wären dann beim nächsten Update wieder verloren.

Auch verfügt der Content Builder nicht über eine hinterlegte Bilder- oder Icon-Datenbank. Es wird aber erläutert, wie man eigene Icons hochladen kann. Dass die das so handhaben hat sicher Gründe, denn ich habe erlebt, dass andere Plugins bei der Installation die eigene Mediathek überschwemmen um eben dann für jede Vorlage die passenden Bilder auch schon bei WordPress hinterlegt zu haben. Das ist ja eigentlich Wahnsinn, da man meist nur wenige Bildchen wirklich braucht.

Dennoch ist das etwas, das mich bei meiner Arbeit einschränkt, denn eine Auswahl an kleinen ausgewählten Bildern (speziell für Landingpages) oder eben auch Bulletpoints zu haben wäre für mich sehr hilfreich. Ich habe mich jetzt daran gewöhnt, meine Bilder „extern“ bei Canva so vorzubereiten wie ich sie für die Seite brauche und dann einfach als Bild einzufügen.

Das sieht dann z.B. so aus:

Icons eingebunden

Die Icons habe ich komplett als Bild in Canva erstellt und dann mittig über den Text als Bild eingefügt. Die Größe des Bildes lässt sich über einen Schieberegler im Editor verändern.

Ich hab wegen dieses Mankos (mich stört immer noch, dass auf meiner Verkaufsseite die Aufzählungszeichen nicht das „richtige“ Orange haben! :) ) – kurz wieder mit Optimizepress beschäftigt und versucht, die Seite darin abzubilden. Bin aber schnell wieder „geflüchtet“, weil es einfach zu nervig ist, damit solche größeren Seiten zu erstellen. Finde ich.

Was der ThriveThemes Content Builder sonst noch kann

Zu guter Letzt möchte ich noch auf einen Vorteil eingehen, den man gar nicht erkennt, wenn man so ein Plugin kauft: Auch „normale“ Seiten lassen sich Hilfe des Content Builders flexibler gestalten. Klar, der „Rahmen aus Menü, Header, Seitenleiste“ bleibt bestehen, aber innerhalb des WordPress-Text-Bereichs kann man mit dem Editor den Inhalt freier gestalten.

Das sieht dann bspw. so aus (In der Editor-Ansicht):

Einsteigerserie Seite

Hier habe ich aus mehreren Blogartikeln, die ja jeweils auf Podcast-Folgen verweisen, eine Übersichtsseite zu meiner Einsteigerserie gestaltet. Wie du siehst, bleiben meine Theme-Standards erhalten, aber im Textbereich habe ich ein 1/3 – 2/3 Column-Layout umgesetzt und mit Bild / Link gefüllt. Die Bilder sind ja als Vorschaubilder sowieso in meiner Mediathek, daher war das ganz schnell gemacht. Auf diese Weise hat man schon mehr Gestaltungsmöglichkeiten als man es normal mit WordPress hat.

Und das letzte was ich dir noch zeigen möchte: Thrive Lightboxes

Der Thrive Content Builder kommt im Paket mit Thrive Lightboxes. Das sind so kleine Fenster, die sich öffnen, wenn jemand auf einen Button klickt oder ähnliches:

Lightboxes

Auf dieser Seite, Übersicht meiner Webinare, habe ich die teilweise im Einsatz – allerdings funktionierte es bei meinem letzten Test noch nicht so reibungslos… Ich hatte noch keine Muße, den Support damit zu beschäftigen, aber das finde ich auch noch raus. :) Da bisher alles was ich von Thrive Themes gesehen habe Hand und Fuß hat, wird es sich wohl um einen Anwenderfehler handeln…

 

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Yeah, seit langer Zeit war das mal wieder ein Tooltipp von mir. Ich bin ja jemand, der wirklich auf Herz und Nieren prüft bevor er etwas öffentlich empfiehlt – dieses Tool habe ich jetzt seit einem Dreivierteljahr im Einsatz und bin wirklich sehr zufrieden. Bis auf die Nachteile, die ich genannt habe, die mich auch ärgern, aber die für mich nicht so gravierend sind zum „Platzhirsch“ Optimizepress Plugin zurückzukehren.

Wenn du also auf der Suche bist – dieses Plugin kann ich empfehlen! Mit * habe ich gekennzeichnet, dass es sich dabei um meinen Affiliate-Link handelt. Wenn du es darüber tatsächlich kaufen solltest, erhalte ich eine Provision – du hast aber keine höheren Kosten dadurch.

Gerne deine Erfahrungsberichte – wie erstellst du deine Landingpages? Bestimmt melden sich auch viele begeisterte Divi-Nutzer, mir ist schon klar, dass meine Meinung diesbezüglich nicht „Mainstream“ ist :) :) und auch von Optimizepress werden sich Anhänger finden lassen. Alles gut, lasst uns der Community Mehrwert bieten indem wir unsere Tool-Erfahrungen teilen!

Wenn dir der Artikel gefällt, freue ich mich, wenn du ihn teilst und weiterempfiehlst. Danke dafür!

Herzliche Grüße

Marit Alke

 

PS (Nachtrag): Natürlich übernehme ich keine Haftung dafür, dass dieses Tool auch bei dir gut funktioniert und keine „Schäden“ bei dir anrichtet. Ich bin auch nach über zwei Jahren Nutzung immer noch sehr zufrieden damit und habe etliche Teilnehmer dazu angeleitet, damit zu arbeiten – und daher empfehle ich es gerne und nutze dafür auch meinen Partner-Link.

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