Selbstlernkurs vs. Coachingprogramm/Gruppenkurs – was ist was und worauf kommt’s an? [OBL044]

Selbstlernkurs vs. CoachingprogrammBei Onlinekursen unterscheide ich grundsätzlich zwei Typen: Selbstlernkurse vs. Coaching- bzw. Gruppenprogramme. Beide haben Gemeinsamkeiten – aber die Herangehensweise ist jeweils eine völlig andere. Auch eignen sich diese beiden Grundformen von Onlinekursen jeweils für ganz andere Zielgruppen und Themen. Gerade für deinen Einstieg in die Welt der Onlinekurse halte ich es für wichtig, hier sehr klar zu sein, mit welche Strategie du einsteigen möchtest.


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Gruppenprogramm vs. Selbstlernkurs – was ist was?

Beides fasse ich ja unter dem Überbegriff Onlinekurs zusammen. Wo genau liegen jetzt die Unterschiede?

Coachingprogramm / Onlineprogramm / Gruppenkurs

Das mal vorweg: Die Begriffe sind nicht in Stein gemeißelt irgendwo definiert. Daher biete ich hier auch so viele Synonyme für ein- und dasselbe Ding an 🙂 .

Gemeint ist ein standardisierter Online-Lernprozess, bei dem die Teilnehmer über längere Zeit hinweg in einer Gruppe beim Erreichen bestimmter Ziele unterstützt werden. Solche Programme/Gruppenkurse können sehr unterschiedlich gestaltet sein, wie ich beispielsweise in diesem Grundlagenartikel aufgedröselt habe: Ein bewährtes Grundrezept für ihr Coachingprogramm.

Was einen Gruppenkurs ausmacht, sind vor allem folgende Merkmale:

  • Die Teilnehmergruppe startet zu einem festgelegten Zeitpunkt.
  • Es gibt eine zeitliche Struktur, die dem Teilnehmer erleichtern soll, wirklich dranzubleiben – z.B. durch das zeitversetzte Freischalten von Modulen, durch Mails und/oder Webinare.
  • Du als „Trainer“ bist in irgendeiner Form während der Laufzeit für deine Teilnehmer ansprechbar, stehst für Fragen zur Verfügung und gibst ggf. auch individuelles Feedback.
  • Du verfolgst (mehr oder weniger intensiv) die Fortschritte der Teilnehmer und bekommst mit, was in der Gruppe passiert.
  • Du setzt aktiv Impulse im Laufe des Programms und moderierst die Gruppe, z.B. durch Fragen-Antwort-Webinare, durch die Aufforderung, Zwischenergebnisse mit der Gruppe zu teilen, durch kleine Gewinnspiele, durch Mails oder ähnliches – und treibst damit den Fortschritt der Teilnehmer voran.
  • Die Lerninhalte werden meist über eine Mischung aus asynchronen (z.B. Video/Audio/Text/Forum) und synchronen Medien bzw. Kanälen (z.B. Webinare/Online-Konferenzen) angeboten.
  • Die Teilnehmergruppe kann sehr klein (bei intensiver Betreuungsintensität) aber auch sehr groß sein (bei weniger intensiver Betreuung und intensiver Vernetzung der Teilnehmer untereinander).

Wichtig ist noch festzuhalten, dass der früher von mir öfter genutzte Begriff „Coachingprogramm“ nicht bedeutet, dass der Anbieter ein Coach sein muss. Gemeint ist eher, dass Teilnehmer während des Prozesses begleitet bzw. betreut oder unterstützt werden, was man – aus Sicht der Teilnehmer – für viele Themen wohl am besten mit dem Begriff „Coaching“ trifft. De facto ist die Betreuung von Teilnehmer über einen standardisierten Prozess natürlich kein Coaching im Sinne der Definition… (Ja, ich weiss, damit leiste ich meinen Beitrag zur Verwässerung des Begriffs, der von vielen Verbänden kritisiert wird.. 🙂 Ich geb’s zu).

Mittlerweile nutze ich ja meist den Begriff „betreuter Onlinekurs“ oder Online-Programm oder Gruppenkurs – und meine immer die gerade gegebene Definition. 🙂

Selbstlernkurs

Ein Selbstlernkurs ist ebenfalls ein strukturierter Online-Lernprozess, der aber individuell von jedem Teilnehmer nach dessen ganz persönlichen Zeitplan durchlaufen wird. Oft gibt es eine Plattform wie z.B. ein Forum zum Austausch der Teilnehmer untereinander, aber du als Anbieter bist hier passiv bei der Betreuung der Teilnehmer.

Einen Selbstlernkurs machen vor allem folgende Merkmale aus:

  • Per Definitionem werden die Lerninhalte sämtlich asynchron angeboten, es gibt keine für alle Teilnehmer geltenden Zeitvorgaben.
  • Der Kurs kann vom Teilnehmer jederzeit gestartet werden.
  • Der Teilnehmer erhält meist direkt nach der Zahlung Zugriff auf die Lernunterlagen, d.h. der komplette Kauf- und Einstiegsprozess ist automatisiert.
  • Eine zeitliche Taktung der Inhalte kann vorhanden sein und ist dann relativ zum Einstiegszeitpunkt des Teilnehmers (z.B. über einen E-Mail-Autoresponder oder eine entsprechende Funktion der Lernplattform).
  • Die Teilnehmer vernetzen sich entweder gar nicht oder auf eigene Faust mit anderen Teilnehmern, der Anbieter greift hier nicht ein.
  • In den meisten Fällen gibt es ein Forum oder eine ähnliche Austauschplattform, über die die Teilnehmer sich untereinander austauschen können.
  • Du als Anbieter bist nicht oder nur eingeschränkt für Fragen erreichbar.

Selbstlernkurse werden meist deutlich günstiger angeboten als Gruppenkurse – wie der Name schon sagt, wird der Teilnehmer nicht aktiv dabei unterstützt, sein Lernziel zu erreichen, sondern er arbeitet sich eigenverantwortlich durch die Inhalte.

Wie du dir vielleicht schon beim Lesen gedacht hast, sind die Grenzen zwischen den beiden Onlinekurs-Typen fliessend und oft wird ein Kursthema in beiden Varianten angeboten – aber ich denke, die grundlegenden Unterschiede sind deutlich geworden.

„Trainer“ oder „Autor“?

Werfen wir nun einen Blick auf deine Rolle bei deinem Onlinekurs – je nachdem, welchen der beiden Grundtypen du wählst:

Der Blickwinkel bzw. der Ausgangspunkt ist nämlich trotz aller Ähnlichkeit und Überschneidungen der beiden Onlinekurs-Varianten von Onlinekursen ein ganz unterschiedlicher.

Der Anbieter eines Coachingprogramms agiert wie ein Trainer, ein Moderator oder ein Prozessbegleiter. Im Grunde ist ein Coachingprogramm das Konzept eines Präsenz-Workshops oder eines Seminars/Trainings in die Online-Welt übertragen und zeitlich in die Länge gestreckt.
Eine Gruppe wird durch einen (teil-)standardisierten Prozess geleitet – wobei der Trainer im Laufen noch die Richtung ändern kann, wenn er merkt, die Gruppe braucht das so.

Ich selbst komme aus dem „Blended-Learning“-Bereich und der Führungskräfteentwicklung, habe also ursprünglich ein Trainer-Selbstverständnis, und so war das Thema Coachingprogramme für mich der Einstieg in die Welt der Online-Produkte.

Auch viele Coaches, Berater und Dienstleister, die gut darin sind, Prozesse zu begleiten, haben oft den Wunsch, ihre Arbeit ins Internet zu verlagern, damit ihren Wirkungskreis und entsprechend ihre Einkommensmöglichkeiten zu vergrößern. Sie wollen nicht mehr ständig präsent sein müssen, um ihren Kunden voranzuhelfen – aber sie wollen ihre Kunden auch nicht komplett allein lassen. Dann sind Online-Gruppenkurse (oder wie du es nennen wirst) genau das richtige Format.

Der Anbieter eines Selbstlernkurses hingegen nähert sich der Frage „Wie kann ich mein Wissen materialisieren und mehr Menschen zugänglich machen?“ eher aus der Warte eines Autors bzw. Experten: Die Inhalte werden von ihm vorab festgelegt, strukturiert, in Form gegossen (z.B. als Videos oder Lernbriefe) und dann verkauft. Evtl. werden noch kleinere Änderungen am Inhalte aufgrund von Teilnehmer-Rückmeldungen vorgenommen, aber im Grunde steht das Produkt und wird dem Teilnehmer zum selbstverantwortlichen Durcharbeiten übergeben.

Wer schon einen Expertenstatus und eine Online-Sichtbarkeit für ein Thema hat – evtl. durch eigene Bücher und andere Medien – für den ist ein Selbstlernkurs oft der Einstieg in die Produktentwicklung. Hier geht es darum, das vorhandene Vertrauen und Interesse der eigenen Audienz / Leser- oder Hörerschaft zu nutzen, um das eigene Wissen weiterzugeben und damit Geld zu verdienen. Ein Selbstlernkurs ist näher am Buch als an einem Workshop – und entsprechend oft landet er auch erstmal in einem „Bücherregal“ (sprich: Festplatte) um später bearbeitet zu werden.

Ich will einen Onlinekurs entwickeln – wie fange ich an?

Natürlich ist das bewusst etwas stereotyp dargestellt. Ich wollte vor allem Verdeutlichen, dass es zwei verschiedene Richtungen gibt, von denen aus man sich der Entwicklung von Onlinekursen nähern kann. Der Einstieg erfolgt – je nach Erfahrungen und Ausgangspunkt eben aus einer anderen Warte.

Wahrscheinlich ist es so,

  • Dass du als Trainer, Coach oder Berater gewohnt bist, Veränderungsprozesse direkt zu begleiten und daher für dich einfach ist, erstmal relativ nah an dem zu bleiben, was du gut kannst: Indem du in direktem Kontakt mit Teilnehmern einen Online-Prozess begleitest.
  • Dass du als Experte, Autor, Blogger oder Redner gewohnt bist, Wissen in eine gute Struktur zu bringen und es daher für dich einfacher ist, mit einem Selbstlernkurs zu starten, in dem du nicht auch noch darauf achten musst, eine Gruppe oder einzelne Teilnehmer zum Ziel zu führen.

Vom ersten Onlinekurs aus kannst du dich und dein Angebot weiter entwickeln

Wie du am besten einsteigst, hängt also stark davon ab, wie du bisher zu arbeiten gewohnt bist. Ist die erste Hürde erstmal genommen, kannst du von da aus dein Angebot flexibel verändern (das ist ja das Tolle daran! 🙂 )

  • Wer zuerst ein Gruppenprogramm durchgeführt hat, hat danach meist schon wiederverwendbare Lernmaterialien. Die müssen evtl. noch geschliffen werden, sie wurden ja schließlich meist „adhoc“ für die aktuelle Gruppe erstellt – aber es sind Inhalte vorhanden, der Ablauf ist erprobt und vorhandenes Material kann aufbereitet werden. (Z.B. ein Video erstellen aus einer Webinar-Aufzeichnung).
    Im Idealfall hast du schon für das Programm asynchrone Lernmaterialien wie z.B. Lernaudios oder Videos erstellt. Daraus jetzt einen Selbstlernkurs zu machen, ist nur noch ein kleiner Schritt – und so hast du eine erste „passive“ Einkommensquelle geschaffen. Aber Achtung: Nicht jedes Thema kann von Teilnehmern selbstverantwortlich bearbeitet werden! Viele komplexere und Themen, die die Persönlichkeitsentwicklung betreffen, brauchen einfach eine Betreuung, sonst führt der Onlinekurs nur zu Frust.
  • Wer hingegen einmal einen Selbstlernkurs am Laufen hat, kann durch Hinzufügen von „Premium-Elementen“ wie z.B. Fragen-Antwort-Webinaren, Vernetzung der Teilnehmer zu Erfolgsteams, Sprechstunden etc. das eigene Angebot deutlich aufwerten und für einen deutlich höheren Preis verkaufen. Meist ist Kunden der „Zugriff“ auf dein Expertenwissen viel wert, so dass du hier eine gute Upsell-Möglichkeit hast. Auch das ist wiederum abhängig vom Thema: Für kleinere, gut abgegrenzte Themen ist oft keine Betreuung nötig.

Die Grenzen sind fließend

In der Praxis lässt sich die Grenze zwischen Coachingprogrammen und Selbstlernkursen nicht immer ganz deutlich ziehen:

  • Ein Selbstlernkurs hat ein sehr lebendiges Forum oder Austauschplattform, auf der sich auch der Anbieter rege einbringt. Es kann zwar jederzeit gestartet werden, aber jeder Teilnehmer wird gut unterstützt und begleitet in einer Art Mitgliederbereich.
  • Ein Coachingprogramm wird zwar vom Anbieter an einem bestimmten Tag angestoßen und eine Gruppe startet gleichzeitig, aber nach dem Startschuss marschiert jeder Teilnehmer in seinem Tempo im Programm voran.
  • Ein Anbieter bietet auf der Basis der gleichen Lernunterlagen sowohl einen Selbstlernkurs als auch eine durch Live-Webinare begleitete Variante an.

Du siehst, so ganz eindeutig ist das nicht trennbar. Aber ich denke, die Polarisierung hilft, den eigenen Startpunkt zu finden.

Gute Qualität produzieren: co-kreativ mit den Kunden

Egal, für welche Herangehensweise du dich entscheidest: Zentral wichtig ist, dass du niemals an den Bedürfnissen deiner (potenziellen) Kunden und Kursteilnehmer vorbei deinen Kurs produzierst. Wer mich schon länger kennt, weiss, dass ich ein großer Fan der „co-kreativen“ Gestaltung von Online-Produkten bin.

Konkret bedeutet das, nicht erst alles fertig zu produzieren und dann erst Kunden zu suchen!

Sondern eine Minimal-Variante oder auch nur ein Konzept zu erstellen und dann schon (Erst-) Kunden dafür zu gewinnen. Um dann in direkten Austausch mit den Teilnehmern den eigentlichen Kurs zu entwickeln. Das meine ich mit co-kreativ.

Bei Gruppenprogrammen: Bleibe in der flexiblen Rolle des Trainers

Wenn du einen Gruppenkurs entwickeln willst, kannst du bspw. im ersten Durchlauf mehr synchrone Lernmedien wie z.B. Webinare / Online-Konferenzen einbauen, um wie ein Präsenztrainer im Seminarraum flexibel auf die Anforderungen deiner Teilnehmergruppe zu reagieren. Das verringert deutlich den Druck, Lernmedien zu erstellen.

Erst im zweiten Durchlauf – wenn du den Prozess sehr klar vor Augen hast – produzierst du dann im größeren Umfang asynchrone (=lange haltbare 😉 ) Lernmedien wie z.B. Lernvideos oder Lernaudios und ziehst dich aus der (zeitaufwändigen) synchronen Betreuung zurück.

Denn, nichts ist ärgerlicher, als mit viel Aufwand Videos zu erstellen um später im Austausch mit der Teilnehmergruppe festzustellen, dass das Programm doch etwas anders aufgebaut sein muss, um die Teilnehmer zu ihrem Ziel zu lotsen…!

Genau aus diesem Grund heißt mein eigenes Programm ja übrigens auch „Mein erster Onlinekurs„, weil das der erste Kurs so eine ganz besonders zentrale und wichtige Herausforderung ist. Ist diese erst einmal gemeistert, lässt sich von da aus hervorragend das eigene Angebot weiterentwickeln.

Bei Selbstlernkursen: Stell‘ dir ein freiwilliges „Entwicklerteam“ zusammen

Selbstlernkurse, das hatte ich schon angemerkt, sind näher an einem Buch als an einem Training – auch, was die Produktionsweise angeht. Meist sind sie „gleichförmiger“ gestaltet als ein Programm mit einer klaren Struktur der Module und innerhalb der Module: ein selbstorganisierter Teilnehmer braucht dies zur Orientierung im Programm, was ja im Coachingprogramm ein Stück weit der „Trainer“ leistet.

Bevor ein Selbstlernkurs verkauft werden kann, muss er also weitestgehend „fertig“ sein – und zwar möglichst inklusive Zahlungsanbindung. Um hier als Anbieter der Gefahr zu entgehen, im stillen Kämmerlein in monatelanger Arbeit ein Produkt zu entwickeln, das an den realen Bedürfnissen der Teilnehmer vorbeigeht, empfehle ich dir, dir ein freiwilliges Entwicklerteam zu suchen.

Dafür kannst du z.B. Leser deines Blogs oder Zuschauer deiner Webinare unverbindlich dazu einladen, sich in eine Pre-Liste einzutragen. Erwähne, dass du planst, einen Onlinekurs zu deinem Thema zu entwickeln und dass du das im ersten Durchlauf nur an Leute anbieten wirst, die auf deiner Liste stehen – und fordere dazu auf, sich in das entsprechende Optin-Formular einzutragen.

Auf diese Weise wirst du eine (oder mehrere) Handvoll besonders interessierter Leute gewinnen, die bereit sind, sich einzelne Module vorab anzuschauen und Feedback darauf zu geben, dir Fragen zu beantworten und vielleicht dann später sogar kaufen. Wenn du dann noch im ersten Durchlauf (oder auch in späteren) ein Forum oder eine Austauschplattform wie bspw. eine Facebook-Gruppe dazu anbietest, wirst du im weiteren Verlauf noch viele Fragen und Anmerkungen bekommen, die dir helfen, deinen Kurs immer besser zu machen.

Warum es meist einfacher ist, mit einem Gruppenprogramm zu starten

Wie schon gesagt, ich komme aus der Trainings-Ecke – und daher war es für mich in der ersten Zeit schwer vorstellbar, einen Kurs anzubieten, der keine (oder nur rudimentäre) Betreuung beinhaltet… Gerade für Themen, die komplexer sind und/oder mit der Entwicklung der Persönlichkeit zu tun haben, finde ich nach wie vor das Gruppenerlebnis und die Betreuung und zeitliche Steuerung durch den Anbieter aus didaktischer Sicht am sinnvollsten.

Ich sehe auch kritisch, dass Selbstlernkurse aktuell zu nahezu jedem Thema an den Markt kommen! Aus didaktischer Sicht ist das „Selbstlernen“ längst überholt und in Unternehmen setzt man schon lange nicht mehr darauf – jedenfalls nicht, wenn eine Verhaltensänderung erzielt werden und ein Kurs wirklich wirksam sein soll. Für reine Wissensthemen oder für kleine, abgegrenzte Aufgaben sind Selbstlernkurse gut geeignet, weil sie – besser als ein Buch – die Arbeitsschritte sequentiell aufbereiten und durch Multimedia einen besseren Einblick bieten.

Auch ist – aus meiner Warte – das Vermarkten von termingebundenen Gruppenkursen am Anfang einfacher als das Automatisieren des Marketing-Prozesses, das für Selbstlernkurse nötig ist. Jedenfalls für den Einstieg. Was es braucht um (günstige) Selbstlernkurse permanent zu verkaufen – denn von allein geht es nicht! – habe ich in diesem Podcast beleuchtet: Hörerfrage: Wie vermarkte ich dauerhaft niedrigpreisige Onlinekurse?

Warum es aus meiner Sicht ein Mythos ist, gleich zu Beginn auf „passives Einkommen“ durch automatisierte Selbstlernkurse zu setzen, habe ich in diesem Artikel beleuchtet: „Mythos passives Einkommen – warum du dich zu Beginn besser darauf fokussierst, dein Business skalierbar zu machen„. Gerade für meine Kernzielgruppe – Coaches und Berater, die wirklich etwas bewegen wollen – ist in fast allen Fällen ein betreuter Onlinekurs / ein Programm als Einstieg ins Online-Business aus meiner Sicht am besten geeignet.

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In diesem Artikel habe ich mal die beiden grundsätzlich unterschiedlichen Varianten von Onlinekursen vorgestellt. Auch wenn die Grenzen fließend sind – die Herangehensweise und damit auch die damit verbundenen Herausforderungen sind sehr unterschiedlich.

Daher denke ich, dass es hilfreich ist, gerade zum Einstieg in das Thema Onlinekurse, Klarheit darüber zu haben, mit welcher der beiden Varianten du eigentlich starten willst. Wenn du schon länger dabei bist und schon Erfahrungen mit eigenen Online-Angeboten gesammelt hast, hat dir das vielleicht den Blick für deine weitere mögliche Entwicklung geöffnet.

Hinterlass‘ mir gerne deine Gedanken, Meinungen und Erfahrungen dazu im Kommentarfeld! Ich freu‘ mich drauf! 🙂

Herzliche Grüße

Marit Alke

 

13 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Marit,

    danke für Deinen Artikel, der genau die Entwicklung beschreibt, die ich gerade nehmen möchte.

    Das erste Coachingprogramm ist durch und die Vermarktung des nächsten Programmes steht an. Hier wird es dann auch Optimierungen geben, insbesondere zusätzliche Audios.

    Und ich überlege derzeit, wie ich den Content des Coachingprogrammes in einen Selbstlernkurs überführe und welche Plattform ich hierfür nutzen werde.

    Also, ich bleibe dann mal auf Empfang 🙂

    Viele Grüße

    Jörg Mann

    • Hallo Jörg,

      herzlichen Glückwunsch zum ersten komplett durchlaufenen Programm! Ja, das ist ein spannender Zeitpunkt, jetzt in die nächste Runde zu gehen. War bei mir auch nochmal ein kleiner Schub vorwärts… Ja, dann bleib‘ mal auf Empfang, das finde ich super! Bin gerne mit dir „auf der gleichen Welle“ 🙂

      Lieber Gruß
      Marit

  2. Hallo Marit,

    vielen Dank für diesen genialen Artikel, der es auf den Punkt bringt.
    Ich bin dir auch so dankbar, dass du mich mit diesem Wissen seinerzeit angefixt hast.

    Du hast sowas von recht gehabt – sowohl Programme, als auch Selbstlernkurse funktionieren.

    Beste Grüße,

    Gordon

    • Hi Gordon,

      toll! Toll, dass meine Impulse fruchten und noch toller, dass du damit jetzt deinerseits so viel bewegst bei deinen Kunden und Teilnehmern! Da hast du doch jetzt eine tolle Basis auf der du weitermachen kannst. Bin froh, dass ich dabei sein darf 🙂

      Lieber Gruß
      Marit

  3. Herzlichen Dank liebe Marit,

    das sieht ja sehr übersichtlich und informativ aus, genauso wie von dir gewohnt 🙂 Ich hab zwar den Artikel nur quergelesen, weil momentan die Arbeit über den Kopf wächst, hab mir aber alles abgespeichert, so dass ich es dann wenn ich mit meinem Produkt anfange alles genau nochmal durchlesen kann.
    Alles Liebe Barbara

  4. Hallo Marit,

    super, wie du das aufgedröselt hast. Für mich als Autor und Speaker ist es wirklich leicht, zunächst ein Selbstlernprogramm aufzubauen. Ich habe mehr als genug Material durch meine Bücher und meine Vorträge. Als Upsell gibt es dann die Möglichkeit, meine Expertenmeinung für die individuellen Fragen hinzu zu buchen.

    Sehr spannend, da ich gerade einen Seed-Launch laufen habe und es verschiedene Möglichkeiten gibt, zum Schluss ein Angebot zu machen. Ich denke gerade darüber nach, wie ich das jetzt gestalte.

    Danke für den Input!

    Schönen Gruß aus Köln,

    Maik

    • Hallo Maik,

      erst durch unser Interview in deinem Podcast ist mir so richtig klar geworden, dass es diese beiden unterschiedlichen Herangehensweisen gibt. (http://lifestyleentrepreneur.de/le044-coaching-programme-entwickeln/) Insofern bist du nicht unbeteiligt an diesem Artikel 🙂

      Ja, du hast schon eine große Audienz und kannst jetzt experimentieren, was du denen anbieten möchtest. Deine Herausforderung ist eher, passende Formate zu finden für eine Online-Begleitung deiner Kunden. Und da sind deine Seed-Launches (= Die Audienz schrittweise neugierig machen auf ein neues Produkt, das es aber erst auf dem Papier gibt und das erst richtig entwickelt wird, wenn die Kunden da sind).

      Sehr spannend, bin froh, dass ich es weiter miterleben kann!
      Lieber Gruß
      Marit

  5. Hallo Marit,
    toll dass ich auf deinen Blog gestoßen bin! Das hilft mir doch bei meinem Projekt und vor allem wurde meine Idee durch dich bestätigt. 🙂
    „Wer einmal einen Selbstlernkurs erstellt und am Laufen hat und Rückmeldungen von Teilnehmern erhalten hat, hat die Möglichkeit, durch Hinzufügen von “Premium-Elementen” wie z.B. Fragen-Antwort-Webinaren, Vernetzung der Teilnehmer zu Erfolgsteams, Sprechstunden etc. das eigene Angebot deutlich aufzuwerten und für einen deutlich höheren Preis zu verkaufen. Meist ist Kunden der “Zugriff” auf dein Expertenwissen viel wert, so dass du hier eine gute Upsell-Möglichkeit hast.“

    Bingo! Und Upselling hat gerade bei Online Kursen einen hohen Stellenwert 🙂

    Viele Grüße
    Vladimir

    • Hallo Vladimir,

      danke für deinen Kommentar! Schön, dass meine Inhalte zu dem passen, was du gerade brauchst! 🙂 Das freut mich. Ich weiss jetzt auch endlich, wer der Mensch mit den kryptischen Schriftzeichen ist, der in meine Facebook-Gruppe reinwollte. Sorry, aber das ich deinen Namen nicht entziffern konnte, machte mich misstrauisch. 😉

      Viele Grüße
      Marit

  6. Hallo Marit,

    wieder ein sehr fundierter Artikel. Die Idee des freiwilligen Entwicklerteams für einen Selbstlernkurs finde ich eine interessante Variante des co-kreativen Vorgehens (danke für die Verlinkung).

    ich selbst bin schon lange Zeit und immer noch zunehmend ein Fan von Beta-Tests, Pilotprojekten, Seed Launches oder sonstigen Modellen co-kreativen Vorgehens, da sie deutlich stress-reduzierend wirken, abgesehen von der höheren Sicherheit, auch das Richtige zu treffen.

    Denn es ist immer ein ganz offener und fairer Deal: Vorabteilnahme zu vergünstigten Konditionen gegen Feedback. Was ich auch festgestellt habe: Es gibt Menschen, denen macht es sehr viel Freude, auf diese Weise einbezogen zu werden und ihren Beitrag zur Entwicklung eines Produktes/Programmes zu leisten.

    Insofern wünsche ich dir viele Interessenten für deine Pre-Liste und bin schon gespannt, was daraus erwächst.

    • Hallo Monika,

      ja, das stimmt, es ist ein fairer Deal, absolut. In dem Piloten eines Produkts ist auch meist eine ganz besondere Energie drin – kleine Teilnehmergruppe, sehr neugieriger und offener Anbieter, eine offene Fehlerkultur… Ich gehe dazu über, den Piloten als „Diamant“ anzusehen und nicht als „abgespeckte, billige Variante“ von etwas, das erst noch optimiert werden muss. Pilotteilnehmer haben es gut 🙂

      Viele Grüße
      Marit