[OBL062] Wie du von Online-Kongressen profitierst – und warum du kritisch bleiben solltest

Online-Kongresse überziehen die Landschaft! Zu allen nur denkbaren Themen wird man auf Webseiten gelotst mit vollmundigen Versprechen und einer großen Palette an Gesichtern drauf – Experten, die zu dem Thema interviewt worden sind. Ich sehe das Format, so wie es im Moment hauptsächlich umgesetzt wird, eher kritisch. Dennoch liegen auch Chancen darin, ob als Teilnehmer, als Referent / Experte als auch als Anbieter solcher Kongresse. Ich habe mich vor kurzem dazu überzeugen lassen, bei einem „Kongress über Kongresse“ mit Swantje Gebauer kritisch-konstruktiv darüber zu diskutieren – das, sowie eine Diskussion auf Facebook mit einer Kollegin neulich hat mich dazu inspiriert, diese Folge einzusprechen. Für mich hat sich gezeigt: Es lohnt sich, dieses Phänomen nicht nur kritisch abzulehnen, sondern nach den dahinterliegenden Chancen zu suchen.


Folge hier anhören oder herunterladen:

Die im Podcast genannten Links:

  • Familienleicht Arbeiten – Kongress von Lena und Michael Busch mit 40 Experten, läuft noch bis zum 4.6.
  • Small Business Summit – Kleiner Kongress mit ausgewählten Referenten von Sonja Kreye (speziell für meine Hörer noch bis zum 11.6. verlängert – danke Sonja! 🙂 )
  • Dein erster Onlinekongress – Der Online-Kongress von Swantje Gebauer, in dessen Rahmen wir auch unser Interview geführt haben, über das ich im Podcast spreche (das sich wirklich anzuhören lohnt, wir haben Ideen über Ideen produziert im Gespräch)
  • Konsumierst du noch oder produzierst du schon? – Frühere Podcast-Folge [OBL050] zum Umgang mit den vielen Infos, die auf einen einprasseln

Der Inhalt in groben Stichworten

  • Warum ich das Format der Online-Kongresse, so wie es aktuell meist umgesetzt wird, so kritisch sehe
  • Wie du als Teilnehmer am besten davon profitierst – und warum du sehr kritisch bleiben solltest, was das Kaufen des „Kongress-Pakets“ angeht
  • Wie du als Referent / Experte entscheidest, bei welchem Kongress du dabei bist – und wann du besser freundlich absagen solltest
  • Wie du als potenzieller Anbieter eines Online-Kongresses das Format „neu denken“ und besseren Win-win-win Nutzen schaffen könntest – ein paar Ideen dazu. Mehr an konstruktiven Ideen sind in dem Interview (es war eher ein Fachgespräch) mit Swantje Gebauer enthalten, das sie im Rahmen ihres Kongress-Kongresses ausstrahlen wird.

**************

Welche Erfahrungen hast du mit Online-Kongressen gemacht? Wie denkst du darüber? Was ist dir an Ideen gekommen durch das Anhören dieser Folge? Nutze den Kommentarbereich für die Diskussion – auf die ich mich wie immer freue!

Herzliche Grüße

Marit

17 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Marit

    Vielen Dank für Deine offenen Worte über die Online-Kongresse. Du sprichst mir da vollkommen aus der Seele.

    Vor 1,5 Jahren war ich selber in ein „Online-Kongress-Coaching“ hineingeraten, weil ich die Idee eines Online-Fachkongresses grundsätzlich gut fand. Damals gab es ja auch noch nicht so viele dieser Kongresse. Sehr motiviert habe ich mich dann an die Planung und den Aufbau „meines“ Online-Kongresses gemacht. Mit der Zeit wurde mein Bauchgefühl aber immer schlechter. Und das hatte nichts damit zu tun, dass ich mir das nicht zugetraut hätte. Im Gegenteil.

    So wie Du es beschreibst, hatte ich auf einmal Zweifel, ob ich mich so präsentieren und vor allem meinen Start in die Online-Welt so beschleunigen möchte. Es war für mich nicht mehr stimmig und daher habe ich das Projekt vor gut einem Jahr beendet. Seitdem investiere ich meine Zeit und Energie ganz in den allmählichen Aufbau von meinem Herzensthema und die Erstellung eigener Produkte.

    Ich bin überzeugt, dass ein langsames und harmonisches Wachstum eines Online-Unternehmens viel gesünder und langfristig erfolgsversprechender ist. Aber das Online-Kongress-Projekt war eine gute Erfahrung für mich, die ich auch nicht missen möchte.

    Als „Konsumentin“ bei Online-Kongressen bin ich inzwischen ebenfalls etwas müde geworden. Oft sieht man immer wieder die gleichen „Experten“, die aber bei einem kurzen Interview mit ihrem Thema kaum in die Tiefe gehen können. Natürlich liegt dies meist vor allem auch an der Art der Interviewführung. Heute sehe ich mir daher nur noch ganz vereinzelt Interviews an. Gerne werde ich mir aber Dein Interview anhören, wo es um Alternativen zum heutigen Online-Kongress-System geht.

    Vielen Dank für Deine wertvollen Impulse, die ich immer wieder gerne lese bzw. anhöre!

    Alles Gute weiterhin und einen schönen Sommer!
    Ute

    • Hallo Ute,

      vielen lieben Dank für deinen Erfahrungsbericht! Das ist ja spannend zu lesen, dass sich dein Gefühl so deutlich zu Wort gemeldet hat. Das kann halt oft erst durch das TUN passieren – nur wenn das Auto fährt, kann man es manövrieren!

      Daher ist es ja wirklich wertvoll, dass du angefangen und dann eine andere Strategie gewählt hast, die stimmiger ist für dich. Sehr schön!

      Langsam hineinwachsen ist eben am entspanntesten 🙂
      Der Kongress läuft Ende Juni, an einem der Tage wird dann auch das Interview von mir ausgestrahlt, ich werden den Post aktualisieren, wenn ich den Link habe.
      Das war nicht das beste Timing von mir, ich geb’s zu – aber heute sollte diese Folge nun endlich raus.

      Lieber Gruß
      Marit

  2. Liebe Marit, ich stehe kurz vor meinem zweiten Kongress – Start am 2.6., die zweite Pferde Konferenz, http://www.pferde-liebe.com, und ich kann vieles sehr gut nachvollziehen, was Du sagst.

    Ich kann dieses „mach Dein Ding “ und tschakka tschakka und so auch nicht mehr hören.

    Ich habe an meinem ersten Kongress nix nada null verdient und das obwohl ich gut verkauft habe. Das Geld haben dann die Coaches, die Webmasterin, der Videotechniker, der Grafiker und die Affiliates bekommen. Dafür hab ich geschuftet bis zum umfallen und mein offline business (Reitunterricht) reduziert. Insgesamt kurzfristig gesehen ein Verlustgeschäft.

    Trotzdem gefällt mir das Format.

    Ich lerne selbst viel durch online Kongresse, nicht unbedingt in diesem Online-Budiness-Thema – aber beispielsweise den Barfusskongress fand ich toll.

    Das amerikanisch angehauchte taffe Marketing find ich ätzend und es entspricht mir pberhaupt nicht. Werd ich diesmal auch ganz anders machen.

    Etwas weh getan hat mir die Passage in der Du sagst, dass es den Anbietern eh nur ums Verkaufen geht. Ich kenne einige Kongressveeanstalter, die echt ihre tiefsten Wünsche und Gedanken in die Welt bringen möchten (Sea-Awareness, Gaia-Konferenz, selbstheilungs Konferenz (nicht – kongress, den gibts auch).

    Bei mir ist es dasselbe, ich lebe für und mit dem Pferde-Thema. Ich hab mir keine Nische ausgesucht, die ich vielversprechend finde, das ist mein Leben und das unserer Familie. Meine Vision ist eine Welt, in der sich Menschen und Pferde verstehen und dazu möchte ich beitragen. Ja und unsere Rechnungen zahlen auch – das schliesst sich ja nicht aus.

    Hingegen geht es Dir in ja auch ums Verkaufen Deiner Bezahlprodukte.
    Im Modell des Online Kongresses kann in meinem Fall auch eine Studentin, die mal gerade eben so ihr Pferd finanzieren kann, an wetvolle Fachinformation kommen (keine blabla interviews). Und tatsächlich habe ich das Paket der ersten Konferenz sn solche Menschen auch verschenkt. (Im newsletter angeboten, dass sie sich bei mit melden können.)

    ich rate niemandem, einen Online-Kongress zu machen, wenn er/sie für das Thema nicht total brennt. Und mit total mein ich total. Und falls, dann buch kein überteuertes Coaching dazu sondern such Dir einen Webmaster, der weiss worum es geht. Der kann Dich auch durch die Prozesse führen. Zahl ihm vielleicht einen Bonus dafür.

    Liebe Grüsse

    Antoinette

    • Hallo Antoinette,

      danke für deinen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht!!! Das finde ich klasse, dass du so einen Einblick hinter die Kulissen gewährst. Dass ich dich verletzt habe mit meiner Aussage war natürlich nicht meine Absicht – entschuldige! Klar, verdienen wollen und müssen wir alle, die wir im Online-Business sind und teilweise unsere Inhalte verschenken, absolut richtig. Und wenn da absolute Herzensthemen in Kongressen verpackt werden, ist das auch wirklich eine andere Schiene als die vielen Business-Kongresse, die ich natürlich hauptsächlich in meiner „Filterblase“ wahrnehme.

      Also, ich werde meinen Blick weiter weiten – ich bin ja schon weg von meiner totalen Abneigung und deutlich aufgeschlossener geworden 🙂 Durch den Austausch mit euch wird es immer differenzierter – so liebe es ich es ja.

      Super Tipp mit dem überteuerten „Kongress-Coaching“. Dass in dem Bereich wohl „Schindluder“ betrieben wird teilweise war ja – wie Swantje mir erzählte – einer der Auslöser für ihren Kongress.

      Lieber Gruß
      Marit

  3. Liebe Marit,

    danke für den Beitrag! Ich habe schon längere Zeit eine Kongressidee. Ich organisiere im „wirklichen“ Leben sehr gerne Veranstaltungen und mich reizt das Format Onlinekongress. Bis jetzt habe ich an Kongressen teilgenommen und bevor ich starte wollte ich auch erst einmal eine E-Mailliste aufbauen (habe dazu einen Onlinekurs gebucht und da bin ich auch gerade an der Erstellung meines Leadmagneten).

    Mich schreckt allerdings mittlerweile immer mehr ab, dass gefühlt jeder Experte auf einem Onlinekongress sein kann. Und mich nerven schlecht geführte Interviews, die Menge von Rechtschreibfehlern auf den Websites, in den Mails usw.
    Nichtsdestotrotz fand ich zum Beispiel den Summit von Sonja Kreye echt super und die Idee die Veranstaltung nicht Kongress, sondern Summit zu nennen:) Da waren echt viele gute Infos dabei und eben auch wirkliche Experten.

    Wünsch Dir eine schöne Sommerpause
    Katja

    • Hallo Katja,

      eine Weile bin ich ja noch online! Ab Mitte Juli geht die richtige Sommerpause los. Aber es gibt eben nicht mehr die Zusage, dass ganz regelmäßig Podcast-Folgen kommen. 🙂

      Wenn du selbst schon sensibilisiert dafür bist, was dir gefällt und was nicht, hast du ja schon eine sehr gute Leitlinie für deinen Kongress, super! Da sind für dich dann sicher noch einige gute Ideen in dem Kongress von Swantje für dich drin, könnte ich mir vorstellen. Das ganze einfach kleiner zu machen und den Anspruch daran zu senken (Sonja hat z.B. kein Kongresspaket zum Kaufen angeboten) finde ich auch sehr ansprechend.

      Viel Erfolg!
      Marit

  4. Vielen Dank für deine kritischen Gedanken, Marit, das hat mir sehr gefallen 🙂

    Ich bin selbst etwas geteilter Meinung. Kürzlich habe ich selbst erlebt, wie nützlich ein Kongress für die Nutzer sein kann: ich habe im Reichtumskongress von Michael Botta wirklich nicht nur ein paar nützliche Gedanken mitgenommen, sondern auch die Motivation bekommen, wirklich etwas zu unternehmen, um meine geschäftliche Situation positiv zu verändern und mich bei Sonja Kreye angemeldet. Wirklich toll, es sind noch keine 6 Monate vergangen, aber schon bin ich ganz anders aufgestellt ..;-)

    Auch aus anderen Kongressen konnte ich immer wieder mal Impulse mitnehmen, die genau gepasst haben.

    ABER: mittlerweile bin ich etwas abgenervt, mir scheint, es wird nicht genug Wert auf eine gute Technik gelegt, die Audioqualität lässt häufig zu wünschen übrig und oft scheint das ganze drumherum nicht so zu funktionieren. Ich mache es jetzt so, dass ich mir immer im Vorfeld nur noch ein paar Referenten raussuche, die ich interessant finde. Dabei achte ich sehr genau darauf, mich nicht zu überfordern. Und aus den E-Mail-Listen trage ich mich natürlich auch meistens gleich wieder aus.

    Einmal war ich auch als Referentin beim Klopfkongress dabei, das hat mir gefallen! Aber obwohl ich das ganze Kongresspaket zur Verfügung gestellt bekam, habe ich es nicht geschafft, alles anzuhören. Heute hätte ich Zeit dazu, finde aber die Dateien nicht mehr …:-/

    Herzliche Grüße,
    Monika

  5. Hallo Marit,

    Vielen Dank fürs Teilen Deiner Überlegungen. Ich persönlich sehe diesen Hype auch sehr kritisch und habe die Befürchtung, dass diese Online-Kongresse sehr viel kaputt machen können – nicht nur den Expertenstatus einzelner „Experten“, sondern auch das Expertentum selbst.

    Das Problem der meisten Menschen ist ja nicht, dass ihnen noch irgendwelche Informationen fehlen, sondern, dass sie nicht in die Gänge kommen. Sie werden nicht aktiv. Ein Teil der Aufgabe der Experten sollte sein, den Menschen dabei zu helfen, aktiv zu werden und eben nicht mehr eine Info nach der anderen zu konsumieren. Im Endeffekt unterstützen diese aufgeblasenen Online-Kongresse aber genau dieses (schlechte) Verhalten. Geld lässt sich auf diese Weise natürlich wunderbar verdienen – aber eben nicht auf Dauer.

    Man stelle sich einen Abnehmwilligen vor, der sich sämtliche Diätprodukte (Drinks, Riegel etc.) holt, die es auf dem Markt gibt, alles auf einmal isst und sich dann wundert, dass ihm übel wird und er nicht abnimmt. Am Ende wird er von diesen Produkten natürlich nichts halten. Er wird seinen Zustand akzeptieren und übergewichtig bleiben, weil er glaubt, versagt zu haben.

    Was mir in der ganzen Szene definitiv fehlt ist ein wenig mehr Uneinigkeit unter den Experten, denn daraus könnte man am meisten lernen. Leider sind sie aber größtenteils einer Meinung und/oder gehen inhaltlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg, weil sie ja alle irgendwie voneinander abhängen und sich nicht gegenseitig ans Bein pinkeln oder als Hater abgestempelt werden wollen. In den meisten Interviews von Online-Experten, die ich mir anhöre, könnte ich den Experten bei jedem zweiten Satz widersprechen und ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur mir so geht. Oft habe ich aufgrund „unnatürlicher“ Sprechpausen etc. den Eindruck, dass kritische Fragen einfach heruntergeschluckt werden. Das finde ich sehr schade und diese großen Veranstaltungen wie Online-Kongresse dürften dieses Phänomen noch weiter fördern. Das fürchte ich zumindest.

    Viele Grüße,
    Jan

    • Hallo Jan,

      ja, das ist so: Infos gibt es mehr als genug, die Umsetzung ist der Erfolgsfaktor. Dennoch ist es für viele hilfreich, erstmal jede Menge Infos zu einem Thema zu sammeln bevor sie aktiv werden. Dafür sind Kongresse – wenn sie gut gemacht sind – ja ganz gut geeignet. Und du hast Recht, ein wenig mehr Diskussion würde gut tun. Vor allem könnten die Interviews häufig einfach deutlich besser auf einen Punkt hinführen statt ein „lockeres Geplauder“ zu sein. In den drei Kongressen, in denen ich jetzt zuletzt interviewt wurde, war das aber der Fall: Vorher wurde gemeinsam überlegt, welche Haupt-Aussagen herausgearbeitet werden sollen.

      Lieber Gruß
      Marit

  6. Liebe Marit,

    ich kann Dir bei deinem Gedankengang voll zustimmen und hinterfrage viele Entwicklungen auch eher kritisch. Man merkt einfach, dass Kongresse irgendwann mal in aller Munde waren und schon erklärt sich jeder zum Experten. Aus meiner Sicht sollte man sich aber vor allem auch „offline“ umhören und versuchen die Menschen wieder persönlich kennen zu lernen.

    Grüße

    Max

    • Hallo Max,

      ich weiss gar nicht, ob es wirklich „persönlich“ sein muss, das Kennenlernen. Auf jeden Fall aber sollte man eine Weile die kostenlosen Inhalte und meiner Meinung nach auch das Verhalten in den Social Media beobachten, bevor man sich dann wirklich für die engere Zusammenarbeit mit einem Experten entscheidet. Der Begriff ist auch langsam ein wenig abgelustscht… 🙂

      Wenn jemand nur auf Reichweite aus ist und nicht auch öffentlich zeigt, dass er sich dafür interessiert, was seine Interessenten / Follower so brauchen, dann brauche ich diesen Experten auch nicht. Da kann das Interview noch so überzeugend gewesen sein…

      Aber persönlich treffen ist natürlich auch immer schön, wenn das geht. Ich plane ja gerade mit Katrin unser großes Offline-Event mit Konferenz und BarCamp – das wäre so eine Gelegenheit 🙂 Demnächst mehr Infos.

      Lieber Gruß
      Marit

  7. Hallo Marit,

    ich sehe Online-Kongresse auch recht kritisch, da ich wie Du auch nicht wirklich verstehe, welchen zusätzlichen Nutzen solche Interviews bieten im Vergleich zu der Flut an Gratis-Content, die eh schon existiert.

    Ich habe mein Business jetzt auch schon einige Jahre und würde im Nachhinein sagen, dass ich die größten Fortschritte immer durch eine längerfristige (3-6 Monate) Zusammenarbeit mit einem Mentor erreicht habe und dass mich solche kleinen Info-Häppchen in Form von Interviews o.ä. nicht wirklich weitergebracht haben, weil diese nur dann richtig effektiv sind, wenn man die gesamte Strategie, die dahinter steht, kennt und versteht.

    Auch aus Experten-Sicht sehe ich das Ganze eher kritisch und zweifele, ob das ein wirklich effektiver Weg ist, um neue Kunden zu gewinnen. Klar erreicht man viele Menschen – aber wie viele davon sind wirklich Wunschkunden? Und wie viele davon wollen jetzt oder in nächster Zeit ihr Problem lösen, so dass sie ernsthaftes Interesse an meinem Angebot haben? Da habe ich den Eindruck, dass das bei Kongressen eher Wenige sind und andere Strategien wie z.B. eigene Facebook-Gruppe oder auch bezahlte Werbung lohnender sind, um Kunden zu gewinnen.

    Aber vielleicht sollte ich es wie du einfach mal ausprobieren. 🙂

    Wäre auch interessant zu hören, wie du das Ganze einige Zeit nach den Kongressen beurteilst – ob du dadurch mehr Wunschkunden gewonnen hast.

    Viele Grüße,
    Katharina

    • Hallo Katharina,

      ja, da bin ich mir auch nicht so sicher, ob dadurch wirklich passende Kunden kommen – sowohl für den Kongress-Veranstalter noch für die Referenten. Sonja z.B. hat allerdings schon mehrfach gut passende Kunden gewonnen über ihre Präsenz in Kongressen. Bei mir kann ich das nicht sagen, weil die Leute ja dann meist erstmal anfangen, in meinen „Content-Kosmos“ einzutauchen und dann ggf. später in meinem Programm landen.

      Ich kann’s also nicht messen und vertraue weiter auf mein Bauchgefühl hören bei Anfragen. Wenn ich den Veranstalter gut kenne und schätze, ist das schon mal ein wichtiger Faktor für meine Zusage. 🙂

      Lieber Gruß
      Marit

  8. Eher per Zufall bin ich auf Dich gestossen via FB.

    Ich kenne eine Menge Handwerker, die nicht einmal Webseiten haben. Auch ich bin Handwerker habe durch Umwege D.M. Lambert kennen gelernt. Durch ihn lernte ich dieses Modell kennen.

    An einem nahm ich teil, weil ich zwei persönlich kannte. Puh, letztlich geht es nur um Geld verdienen.

    Du bist sehr sachlich, was mir sehr gefällt. FB ist voll von Werbeanzeigen, weshalb ich nur noch selten drinnen bin. Seither lässt sich besser leben.

    • Hallo Heinz,

      ja, kann ich verstehen: Ich habe auch schon jede Menge ausgeblendet bei Facebook. Bei Werbung bin ich auch empfindlich: Selbst wenn ich jemanden persönlich kenne (z.B. von den InspiCamps) blende ich ihn aus, wenn ich ständig Werbeanzeigen zu sehen bekomme.

      Klar, geht es um’s Geld verdienen. Aber auf welche Weise, das ist die entscheidende Frage.

      Tipp: In Facebook nur in Gruppen aufhalten und den Newsfeed weitgehend ignorieren.

      Viele Grüße
      Marit

  9. Liebe Marit
    Einer deiner besten Episoden! Du sprichst mir aus der Seele 🙂 Danke für die Offenheit. Ja ich bin ein Megakonsument solcher Kongressinterviews (gewesen), hab mir aber jeweils auch die Favoriten als Audio mitgeschnitten wie du es empfiehlst. Ist meist einfach ein themenspezifisches Podcastinterview. Es gibt einige Highlights und ganz schlimme Kongresse, wo aber ein Sales-Pitch an den andren gereiht wurde (solche „free webinars“ für die du bei xing immer eingeladen wirst…)
    Bin nun seit 17 Jahren mit Wissenstransfers (Pädagogik, Psychologie etc) befasst aber das ist schon ein NEUER viel versprechender Weg des Lernens [ https://lernenderzukunft.com/onlinekongresse-machen-selbstermaechtigung/ ]

    Dabei ist das TOOL des Kongresses ein wertvolles. Wenn wir einander sozusagen „vorstellen, ich würde bspw einen #LernenDerZukunft Kongress machen und Sprecher X Y Z meinen mittlerweile einigen zehntausenden Lesern vorstellen und die Leute die die Sprecher mitbringen dafür mein Projekt ins Blickfeld bekommen etc. dann scheints mir für alle hilfreich, WENN wir dabei nicht einen Pitch nach dem Andren setzen sondern den Zuhörern ECHTEN Mehrwert (bei mir bspw grhirn-gerechte Strategien für coaching/training/lernen für ihr Leben mitgeben (das ist doch der Grund WARUM man Coach wird? bei mir zumindest …

    liebe grüße dir derweil, freu mich wenn wir zwei uns sprechen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.