[OBL009] Teilnehmerbetreuung: So motivierst du und aktivierst du deine Teilnehmer

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Wie hälst du als „Online-Trainer“ die Motivation der Teilnehmer im Kurs hoch? Und wie aktivierst du die Teilnehmer dazu, sich in der Gruppe zu beteiligen? Solche Fragen wurden mir öfters gestellt, auch in der Umfrage, die ich vor’m Start dieses Podcasts durchgeführt hatte. In dieser Folge der Online-Business Lounge gehe ich darauf ein, wie du das „richtige Maß an Betreuung“ findest und gebe Tipps, wie du Teilnehmer zum Mitarbeiten motivierst.


Folge hier anhören:

Die im Podcast genannten Links:

  • www.padlet.com -> Online-Pinnwand, die sich für Vorstellungsrunden, Fragerunden und mehr eignet
  • „150 kreative Webinar-Methoden“ von Zamyat Klein -> sehr empfehlenswertes Buch für alle, die Live-Online-Workshops in ihrem Kurs einsetzen wollen

Die Folien zur Folge:

Inhalte der Folge in Stichworten:

Die Leitfrage für diese Folge:

  • Wie schaffst du es, deine Teilnehmer im Laufe deines Kurses motiviert und bei der Stange zu halten – ohne zuviel deiner Arbeitszeit reinzugeben?

Mindset: Wie viel Betreuung braucht dein Onlinekurs?

  • Wer es gewohnt ist, sehr eng im Prozess mit Kunden zu arbeiten, tut sich häufig schwer damit, „loszulassen“ und sich selbst aus dem Prozess im Onlinekurs herauszuhalten
  • Andere träumen davon, völlig automatisierte Selbstlernkurse zu entwickeln und möchten am liebsten gar nicht mit den Teilnehmern interagieren
  • —> Es geht darum, das richtige Maß der Betreuung zu finden –  nicht zuviel, nicht zuwenig

Argumente, warum du deine Teilnehmer ggf. weniger oder mehr motivieren und aktivieren musst, also du glaubst:

  • Onlinekurs-Kunden sind andere Kunden mit anderen Bedürfnissen als die, die du bisher hast.
  • Es gibt die 3x 1/3 – Daumenregel, nach der sich ca. ein Drittel der Teilnehmer wirklich aktiv beteiligen, ein weiteres Drittel aktiv zuhören aber sich selten melden und ein drittes Drittel an Teilnehmern, die scheinbar überhaupt nicht dabei sind. —> An diese scheinbar geringere Aktivität muss man sich erst gewöhnen, wenn man sonst intensiven Kontakt zu Kunden hat.
  • Für viele Teilnehmer ist die Community aus Gleichgesinnten mindestens so wertvoll wie der Zugang zu dir als Experten – wenn nicht sogar wichtiger.
  • Denk immer an das „IKEA-Prinzip“: Weniger zahlen, mehr selbst machen
  • Argumente, warum du deine Teilnehmer ggf. doch ein wenig betreuen solltest, auch wenn du eigentlich alles automatisieren möchtest:
    • Kennst du wirklich die Bedürfnisse deiner Selbstlerner? Gerade beim ersten Kurs ist die Gefahr groß, dass du an diesen vorbei deine Materialien entwickelst
    • Ist der Mehrwert so ganz ohne Community und Betreuung groß genug? Oft genügt ein Forum, in der du dich hin und wieder blicken lässt, um den gefühlten Mehrwert der Kunden deutlich zu erhöhen.

Faktoren, die die Motivation und Aktivität deiner Teilnehmer beeinflussen:

  • Höhe des Preises des Kurses. Ein höherer Preis sorgt meist auch für mehr Commitment, ein Onlinekurs, der zu günstig angeboten wird, erzeugt „Mitnahmeeffekte“
  • Klare Zielgruppen-Definition: Wie sicher und gut aufgehoben fühlen sich die Teilnehmer, weil sie unter Ihresgleichen sind?
  • Gruppengröße: Es braucht eine kritische Größe von ca. 20 Teilnehmern, damit ausreichend Aktivität in der Gruppe entsteht. Bei kleineren Gruppengrößen wirst du in der Regel mehr intervenieren und „anschubsen“ müssen
  • Zeitsouveränität und Rahmenbedingungen der Zielgruppe: Es gibt Zielgruppen, die schlicht nicht die Zeit haben, sich sehr aktiv in einem Onlinekurs einzubringen.

9 Tipps zur Aktivierung deiner Teilnehmer:

  1.  Gestalte eine virtuelle Kennenlernrunde
  2.  Beschreibe, wie im Forum und/oder in den Webinaren gearbeitet werden soll
  3. Kläre, wann, wie und wo du erreichbar bist – und wann, wie, wo nicht
  4. Sorge für einen berechenbaren Ablauf und wiederkehrende Elemente
  5. Aktiviere die Teilnehmer zur Beteiligung im Forum: Stell’ Fragen, gib’ Aufgaben,  poste Beispiele, schicke E-Mail-Anfragen dorthin…
  6.  Gestalte die Webinare oder TelKos interaktiv und beziehe Teilnehmer mit ein
  7.  Sorge mit regelmäßigen Mails für zusätzliche Impulse
  8.  Vernetze Teilnehmer zu Kleingruppen oder Paaren – für dauerhafte Erfolgsteams oder fallweise Zusammenarbeit
  9. Sei kreativ und probiere aus, was dir stimmig erscheint!

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Das waren meine Impulse dafür, wie du die Teilnehmerbetreuung gestalten kannst – und wie viel Betreuung überhaupt sinnvoll und nötig ist. Wie immer bin ich gespannt auf deine Kommentare dazu!

Herzliche Grüße

Marit Alke

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